Im Auswärtsspiel des SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg beim FC Göstling/Ybbs in der 2. Klasse Ybbstal ordnete Co-Trainer Philipp Schager die 2:5-Niederlage sachlich ein: aggressives Pressing der Gastgeber, ein körperliches, aber faires Spiel, zwei verpasste Topchancen zu Beginn und ein nicht genutzter Elfmeter prägten seine Sicht. Den Ballbesitz sah er über 90 Minuten ausgeglichen, Göstling jedoch zweikampfstärker – der Blick richtet sich bereits auf das kommende Heimspiel gegen den Tabellenführer.

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Schager beschrieb ein physisch intensives Duell, in dem Göstling die Tonart vorgab: „Es war eine gesunde Härte im Spiel.“ Besonders die Intensität der Heimmannschaft stach hervor: aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft, klare Vorteile in den Zweikämpfen. Beim Ballbesitz konnte er dagegen kein Übergewicht erkennen – die Verteilung war aus seiner Sicht insgesamt ausgeglichen.
Gresten-Reinsberg startete mit zwei großen Möglichkeiten, ließ diese aber liegen – mit Folgen. Göstling nutzte die Chancen konsequent: Thomas Lindner brachte die Gastgeber in der 24. Minute mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause legte Martin Janco zum 2:0 nach (39.). Nach Wiederbeginn entschied Janco mit weiteren Treffern in der 52. und 55. Minute die Partie praktisch im Alleingang – 4:0. Erst dann meldeten sich die Gäste zurück: Michael Grubner verkürzte in der 66. Minute auf 4:1, Thomas Wagner stellte in der 80. Minute auf 4:2 und weckte noch einmal Hoffnung. Doch der finale Nadelstich gehörte wieder Göstling: Lukas Heigl setzte in der 88. Minute nach einem Konter den Schlusspunkt zum 5:2. Schagers Fazit dazu: Nach dem 4:0 kam sein Team besser ins Spiel und traf zweimal, verpasste aber den dritten Anschluss.
In den Standards sah Schager keinen Vorteil für sein Team. Eine brenzlige Szene im eigenen Strafraum blieb in Erinnerung, als ein Göstlinger Abschluss nach einem Eckball in der Schlussphase an die Stange ging – da war Glück dabei. Offensiv fehlte bei ruhenden Bällen die Durchschlagskraft. Zudem bot sich Gresten-Reinsberg die große Chance vom Punkt, doch der Elfmeter wurde vergeben; das Foul bewertete Schager selbst als eher mild. Trotz der Enttäuschung richtet der Co-Trainer den Fokus unmittelbar nach vorne: Gegen den Tabellenführer wolle man zu Hause vehement dagegenhalten, mit Kampfgeist und der nötigen spielerischen Qualität auch etwas mitnehmen.
Insgesamt blieb sein Fazit eindeutig: Göstling war im körperlichen und läuferischen Bereich reifer, Gresten-Reinsberg fand zu spät die richtige Balance – der 2:5-Endstand geht aus seiner Sicht in Ordnung.