In der 2. Klasse Ybbstal feierte der FC Sonntagberg bei der Union Neuhofen einen 3:2-Auswärtssieg. Ein früher Rückstand schockte die Gäste nur kurz, noch vor der Pause traf Sebastian Plank vom Punkt. Nach Seitenwechsel brachte ein Eigentor die Führung, Neuhofen glich spät aus, ehe David Suhajda in der Nachspielzeit zuschlug. Trainer Andreas Knoll bilanzierte: „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben verdient gewonnen.“

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Kaum war angepfiffen, lag Sonntagberg hinten: In der 2. Minute köpfte Matthias Palmetshofer nach einer Freistoßflanke das 1:0 für Neuhofen. Andreas Knoll nahm es gefasst, weil seine Elf sofort die Kontrolle suchte: „Wir waren sehr viel am Ball, hatten viele Offensivaktionen. Von Neuhofen sind eigentlich nur hohe Bälle gekommen.“ Der Lohn stellte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ein. Nach einem Eckball der Gäste entschied der Unparteiische auf Handelfmeter, Sebastian Plank behielt vom Punkt die Nerven und stellte in Minute 45+3 auf 1:1. „Es war ein klarer Handelfmeter nach unserem Eckball, Sebastian hat souverän verwandelt“, so Knoll. Mit diesem Ausgleich im Rücken war die Marschroute klar: „Wir wollten mit breiter Brust in die zweite Halbzeit gehen.“
Nach der Pause musste Sonntagberg laut Coach „relativ früh wechseln“, am Plan änderte das wenig. Die Gäste blieben das aktivere Team und gingen in der 74. Minute in Führung – begünstigt von einem Eigentor. „Das 2:1 war glücklich: Ein hoher Ball von Florian Mayrhofer, Palmetshofer lenkt ihn ins eigene Tor“, schilderte Knoll. Seine Mannschaft war in dieser Phase zudem in Überzahl: „Wir waren dann auch ein Mann mehr.“ Ganz entschieden war die Partie damit aber noch nicht. Neuhofen kam in der 84. Minute zurück: Matthias-Georg Bauernberger traf zum 2:2, Knoll nahm die Szene selbstkritisch: „Wir haben da nicht gut verteidigt, am Ende steht hinten einer gegen zwei – so fällt das 2:2.“ Die Antwort der Sonntagberger hob sich für die Nachspielzeit auf. Ein Eckball flog scharf in den Fünfer, David Suhajda stieg hoch und köpfte zum 3:2 ein (90+2). „Der Eckball war gut getreten, David macht ihn per Kopf rein“, freute sich der Trainer über den späten Siegtreffer.
In seiner Analyse hob Andreas Knoll besonders das Spiel mit dem Ball hervor. „Dafür, dass wir heute in der Offensive sehr geschwächt waren, hatten wir unsere Aktionen. Wir haben den Ball oft gut durch die eigenen Reihen laufen lassen“, sagte er, schob aber nach: „Uns hat heute der Stürmer gefehlt, der die Situationen noch besser abschließen kann.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Kämpferisch eine sehr gute Mannschaft. Diskussionsstoff sah Knoll bei einer Schiedsrichterentscheidung: „Die erste Gelb-Rote hat von außen nicht so ausgesehen, als müsste man sie geben. Der Schiedsrichter hat aber seine Linie durchgezogen.“ Unterm Strich überwogen für ihn Moral und das Ergebnis: „Nach frühem Rückstand bei der Hitze stark zurückgekommen – am Ende ein verdienter Sieg.“ Sonntagberg steht damit weiterhin im Spitzenfeld, aktuell auf Rang drei mit 37 Punkten, und will diese Mischung aus Ballkontrolle, Geduld und Moral in die nächsten Runden mitnehmen.