In der 2. Klasse Ybbstal setzte sich der SV Gaflenz zu Hause mit 6:2 gegen den FC Hollenstein durch. Nach verhaltenem Beginn übernahmen die Gastgeber Schritt für Schritt das Kommando, zur Pause hieß es 2:1. Nach dem Seitenwechsel legte Gaflenz zu und traf noch viermal. Trainer Josef Bichlbauer sprach von einer starken Reaktion nach einem kräfteraubenden Spiel zwei Tage zuvor und hob die Offensivleistung um Vierfach-Torschütze Josef Dusek hervor. „Der Unterschied war unsere Offensive mit Josef Dusek, der wieder eine tolle Partie gespielt hat“, so Bichlbauer.

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Die ersten Minuten gehörten dem gegenseitigen Abtasten, genauso schilderte es auch Josef Bichlbauer: „Es war ein verhaltener Start auf beiden Seiten, aber die besseren Chancen hatte Gaflenz, daher geht die Führung in Ordnung.“ Diese Führung besorgte Josef Dusek in Minute 36 zum 1:0. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Lukas Bielesz stellte in der 40. Minute auf 1:1. Gaflenz blieb aber dran und ging noch vor der Pause wieder in Front – Markus Dallhammer traf in der 43. Minute zum 2:1, mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren schnell klar, wohin die Reise geht: Petr Srb erhöhte in der 50. Minute auf 3:1. Danach drehte erneut Dusek auf und legte in der 63. und 68. Minute das 4:1 und 5:1 nach. Hollenstein verkürzte durch Bielesz in der 75. Minute zwar auf 5:2, doch Dusek setzte in der 81. Minute mit seinem vierten Treffer den Schlusspunkt zum 6:2. Schritt für Schritt zeigte Gaflenz, dass es an diesem Tag die klar reifere Mannschaft war und die eigenen Phasen eiskalt nutzte.
In seiner Analyse blieb Bichlbauer bei einer Linie: Kein einzelner Moment habe das Spiel entschieden, sondern vielmehr der eigene Zugriff ab Mitte der ersten Hälfte. „Einzelne Szenen gab es nicht. Nach zwanzig Minuten haben wir wieder begonnen, Fußball zu spielen, dann haben wir die Chancen vorgefunden und die Tore gemacht“, erklärte der Coach. Einen besonderen Treffer wollte er nicht herausstreichen. Gleichzeitig ordnete er den Verlauf mit Blick auf den Gegner ein: „Hollenstein hat in der ersten halben Stunde sehr gut verteidigt. Nach unseren Treffern mussten sie offensiver spielen, das spielt uns in die Karten.“ Dass vorn vieles funktionierte, machte er an seiner Angriffslinie fest: „Der Unterschied war unsere Offensive mit Josef Dusek, der wieder eine tolle Partie gespielt hat.“ Die Tore von Dallhammer und Srb passten in dieses Bild: Gaflenz blieb variabel, suchte die Tiefe und fand immer wieder den Abschluss.
Wichtig war dem Trainer auch der Kontext: Die Beine waren alles andere als frisch. „Der Start war nicht optimal. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, weil wir vor zwei Tagen in Lunz gespielt haben. Das war sehr anstrengend, und trotzdem hat die Mannschaft heute auch physisch eine tolle Leistung gezeigt“, betonte Bichlbauer. Die Partie lief dabei in ruhigen Bahnen. „Es war kein besonders hartes Spiel, und damit war auch die Schiedsrichterleistung in Ordnung“, sagte er. Neben Vierfach-Torschütze Dusek trugen sich mit Markus Dallhammer und Petr Srb zwei weitere Gaflenzer in die Liste ein, für Hollenstein traf Lukas Bielesz doppelt – die Abschlussstärke lag an diesem Nachmittag jedoch klar bei den Hausherren.
In der Tabelle behauptet Gaflenz Rang drei (37 Punkte), Hollenstein hält bei 14 Zählern. Mit dem Rückenwind eines klaren 6:2 will Gaflenz im dichten Spitzenfeld weiter dranbleiben und die gezeigte Effizienz auch in den nächsten Runden bestätigen.