Deutlicher Heimsieg in der 2. Klasse Ybbstal: Der ASKÖ Lunz/See fertigte den SV Opponitz mit 8:1 ab, zur Pause stand es 3:1. Nach einem frühen Rückstand fanden die Lunzer schnell Antworten, übernahmen die Kontrolle und legten nach dem Seitenwechsel gnadenlos nach. „Wir haben das Spiel absolut kontrolliert“, sagte Trainer Markus Sonnleitner, der vor allem die Reaktion seiner Mannschaft auf das 0:1 und die Konsequenz im Abschluss hervorhob.

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Opponitz erwischte den besseren Start: In Minute 14 traf Radovan Valentin zum 0:1. Genau diese Szene war für Lunz/See der Weckruf. „Wir sind am Anfang nicht gut reingekommen, haben ein Gegentor kassiert – das war der Weckruf, dann sind wir auf Touren gekommen“, erklärte Sonnleitner. Nur zwei Minuten später stellte Philipp Wentner auf 1:1 und gab damit die Richtung vor. Lunz/See hatte nun mehr vom Spiel, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und drückte den Gast tiefer in die eigene Hälfte. Folgerichtig traf Raphael Wutzl in der 33. Minute zum 2:1. Kurz vor der Pause legte Fabian Nachbargauer nach und stellte in Minute 44 auf 3:1. „Wir haben gleich auf das 0:1 geantwortet, dann das 2:1 gemacht und vor der Pause das 3:1“, fasste der Coach die starke erste Hälfte zusammen.
Nach dem Seitenwechsel ließ die Heimmannschaft kaum noch etwas zu und spielte ihre Angriffe konsequent zu Ende. „Das war nach der Pause nur mehr Einbahnspiel von uns. Wir haben immer wieder nachgelegt und unsere Angriffe fertig gespielt – oft mit einem Tor“, so Sonnleitner. In der 64. Minute erhöhte erneut Philipp Wentner auf 4:1 – ein Treffer, den der Trainer besonders herausstrich: „Das 4:1 war ein sehr schönes Tor, ein Freistoß ans rechte Kreuzeck, von der Latte rein.“ Danach ging es Schlag auf Schlag: Raphael Wutzl legte in Minute 72 das 5:1 nach und nur eine Minute später das 6:1. Lunz/See blieb am Drücker, Wentner stellte in der 79. auf 7:1, ehe Wutzl mit seinem vierten Treffer in Minute 83 den 8:1-Endstand fixierte. Lunz/See nutzte die Chancen eiskalt, Opponitz fand keine Antworten mehr.
In seiner Analyse wurde Sonnleitner deutlich: „Ich glaube, dass wir spielerisch und kämpferisch stärker waren, die Zweikämpfe gewonnen und die besseren Lösungen gefunden haben. So haben wir das Spiel auf unsere Seite gezogen.“ Opponitz bekam dennoch Anerkennung für die Anfangsphase: „Der Gegner ist die ersten 15 Minuten sehr gut reingestartet, hat uns unter Druck gesetzt und sich mit dem 0:1 belohnt. Wir haben dann schnell geantwortet.“ Auch zur Spielleitung fand der Trainer klare Worte: „Das Spiel war absolut fair beiderseits, und die Schiedsrichterleistung war unauffällig und absolut in Ordnung.“ Lunz/See hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, ließ hinten wenig zu und kontrollierte das Geschehen.
Der deutliche Sieg bekam zusätzliches Gewicht, weil die Lunzer bereits am Freitag ein intensives Spiel in den Beinen hatten. „Das war eine sehr harte Aufgabe mit zwei Spielen – aber mit sechs Punkten am Ende tut das der Fußballseele sehr gut“, sagte Sonnleitner. Er sprach von einer massiven Herausforderung, die viel Kraft gekostet habe: „Wir haben uns gut rehabilitiert und heute eine bravouröse Leistung geliefert.“
Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Nächste Woche auswärts in Strengberg wartet die nächste herausfordernde Aufgabe.“ Mit dem Rückenwind eines 8:1 und viel Selbstvertrauen will Lunz/See die Serie fortsetzen – wieder mit Kontrolle, Biss und klaren Lösungen im letzten Drittel.