In der 2. Klasse Ybbstal erkämpfte sich ASKÖ Lunz/See im Derby gegen SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg ein 1:1. Nach früher Führung durch Jonas Aflenzer (13.) und einer langen Gewitterpause glich Thomas Wagner kurz nach Wiederbeginn zum Endstand aus. Danach verteidigte Lunz/See den Zähler mit großem Einsatz. Trainer Markus Sonnleitner sprach vom „eisernen Willen“ seiner Mannschaft und zeigte sich mit dem Punkt zufrieden – zumal Gresten nach der Pause mächtig Druck machte.
Lunz/See kam hellwach ins Spiel und legte den Grundstein früh. „Wir haben einen super Start erwischt. Nach 13 Minuten sind wir durch Jonas Aflenzer 1:0 in Führung gegangen und haben gut ins Spiel gefunden“, erklärte Markus Sonnleitner. Der Trainer skizzierte auch den Weg zum Treffer: „Das 1:0 ist durch eine Balleroberung in der Mitte von Philipp Wentner entstanden. Er hat sich gut freigespielt, dann einen tiefen Pass auf Jonas Aflenzer gespielt, der mit Tempo aufs Tor gegangen ist und getroffen hat.“ Die Hausherren hätten in dieser Phase nachlegen können, doch es blieb beim knappen Vorsprung. „Wir hätten den einen oder anderen Treffer noch machen können, aber Gresten hat hinten sehr gut verteidigt und es uns schwer gemacht, durchzukommen“, so Sonnleitner. Zur Pause stand ein verdientes 1:0.
Rund um den Seitenwechsel wurde das Derby zum Kampfspiel. „Durch ein Gewitter gab es eine Unterbrechung von 25 Minuten. Der Boden war sehr tief, es war viel Wasser am Platz“, berichtete Sonnleitner. Der Neustart gelang dann den Gästen besser: Nur kurz nach Wiederbeginn stellte Thomas Wagner in Minute 47 auf 1:1. „Nach der Pause kam Gresten über die Seite, der Ball wurde gefährlich in die Tiefe gespielt, bei Thomas Wagner ist er angekommen und er hat das 1:1 gemacht“, schilderte der Coach. Der Ausgleich gab den Gästen Auftrieb. „Gresten hat in der zweiten Hälfte den Druck sehr erhöht und sehr gefährlich auf unser Tor gespielt“, sagte Sonnleitner. Lunz/See musste in dieser Phase viel wegarbeiten und stellte auf Konzentration und Kompaktheit um, um den Zähler zu sichern.
Je länger die zweite Hälfte dauerte, desto mehr lebte die Partie vom Einsatz. „Wir haben versucht, die Räume eng zu machen und Gresten früh zu stören. Das ist uns teilweise gut gelungen, teilweise nicht so gut“, ordnete Sonnleitner ein. Am Ende stand vor allem der Charakter im Vordergrund: „Es war Leidenschaft und eiserner Wille – wir wollten unbedingt einen Punkt und den haben wir verteidigt. In Summe sind wir mit dem Punkt sehr, sehr zufrieden.“ Auch Rahmen und Leitung passten: „Die Schiedsrichterleistung war okay, unauffällig, er hat das Spiel sehr gut geführt“, betonte der Trainer. Die Stimmung beschrieb er als durchgehend fair: „Beide Mannschaften haben alles gegeben, beide wollten den Sieg. Für beide Seiten geht das Unentschieden in Ordnung.“ Damit nimmt Lunz/See einen hart erarbeiteten Zähler mit und kann auf der kämpferischen Leistung aufbauen.