Spielberichte

„Die Antwort nach dem 0:2 war wichtig“ – Lunz dreht 0:2 in einen 3:2-Heimsieg

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ASKÖ Lunz/See
SV Gaflenz

In der 2. Klasse Ybbstal hat ASKÖ Lunz/See am Sonntag ein 0:2 gegen SV Gaflenz noch in einen 3:2-Heimsieg gedreht. Trainer Markus Sonnleitner machte vor allem die Reaktion nach dem zweiten Gegentor zum Schlüssel: „Die Antwort nach dem 0:2 war wichtig.“ Nach einem 0:1 zur Pause und dem 0:2 kurz nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Gastgeber mit viel Herz zurück und entschieden eine bis zum Schluss offene Partie noch für sich.

Mehrere Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kalte Dusche gleich zu Beginn

Aus Sicht der Lunzer begann die Partie alles andere als angenehm. „Gaflenz hat sehr druckvoll begonnen“, sagte Sonnleitner, und genau das zeigte sich schon früh auf der Anzeigetafel. In der 8. Minute brachte Matthias Kühnl die Gäste mit 1:0 in Führung. Der Trainer schilderte die Szene als Distanzschuss aus rund 25 Metern, leicht abgefälscht und damit schwer zu berechnen. Für Lunz war das „wieder einmal eine kalte Dusche am Anfang“. Trotzdem fand die Heimelf laut Sonnleitner danach besser in die Begegnung. „Wir haben dann relativ gut ins Spiel gefunden“, sagte er. Vor der Pause hatte Lunz einzelne Möglichkeiten auf den Ausgleich, auf der anderen Seite blieb aber auch Gaflenz gefährlich und hätte ebenso auf 2:0 stellen können. Mit dem 0:1 zur Halbzeit war die Partie zwar noch offen, angenehm war die Lage für die Gastgeber aber nicht.

Nach dem 0:2 kommt die Wende in Gang

In der Kabine sprach Sonnleitner nach eigenen Worten noch einmal „die Basics“ an und stellte seine Mannschaft für die zweite Hälfte neu ein. Seine Botschaft war klar: „Da ist alles noch möglich. Die zweite Hälfte gehört uns.“ Zunächst kam allerdings der nächste Rückschlag. In der 52. Minute erhöhte wieder Matthias Kühnl für Gaflenz auf 2:0, nachdem die Gäste über die linke Seite durchgebrochen waren und per Rückpass in den Rückraum abschlossen. Gerade deshalb maß der Lunzer Trainer der direkten Reaktion enorme Bedeutung bei. Nur zwei Minuten später verkürzte Simon Kozak nach einem Eckball auf 1:2. „Die Antwort nach dem 0:2 war wichtig“, betonte Sonnleitner. Für ihn war dieser Treffer der Knackpunkt, weil Gaflenz ohne das schnelle 1:2 noch kompakter hätte werden können. Stattdessen blieb das Spiel offen. In der 58. Minute folgte bereits der Ausgleich: Adam Balajti schob nach einem Angriff über die rechte Seite und einem Querpass aus zehn bis zwölf Metern flach ein. „Das war sauber aufgespielt“, sagte Sonnleitner über diese Phase, in der seine Mannschaft innerhalb von sechs Minuten aus einem 0:2 wieder ein 2:2 machte.

Cunta trifft, danach hält Lunz mit letzter Kraft dagegen

Mit dem Ausgleich war die Partie endgültig gekippt, auch wenn sie damit noch lange nicht entschieden war. Sonnleitner hatte seiner Mannschaft vorgegeben, „mit Herz und mit letzter Leidenschaft und mit Kampf“ zu spielen und zugleich die eigene Qualität auszuspielen. Genau diese Mischung sah er in der Schlussphase. In der 77. Minute ging Lunz dann erstmals in Führung: Wieder war es ein Eckball, diesmal köpfte Jakub Cunta zum 3:2 ein. Danach begann eine lange Schlussphase, in der die Gastgeber den Vorsprung über die Zeit bringen mussten. „Die Jungs haben gefightet bis zur letzten Minute“, sagte ihr Trainer. Gaflenz riskierte nun alles, warf viel nach vorne und setzte Lunz stark unter Druck. Sonnleitner sprach davon, dass seine Mannschaft „wahnsinnig unter Stress“ gewesen sei. Gleichzeitig boten sich aus Kontern noch Möglichkeiten auf das 4:2, genutzt wurden sie aber nicht mehr. So blieb es bis zum Ende eng, ehe die Gastgeber den Vorsprung mit viel Einsatz verteidigten.

Viel Lob für den Gegner und ein nüchterner Blick nach vorne

Trotz des Heimsiegs verteilte Sonnleitner nach dem Schlusspfiff nicht nur Komplimente an seine eigene Mannschaft. Auch für den Gegner fand er klare Worte. Gaflenz sei „eine sehr spielfreudige Mannschaft“, die guten und schnellen Fußball spiele und offensiv immer gefährlich sei. Deshalb ordnete er den Sieg auch nicht als Spaziergang ein, sondern als hart erarbeitete drei Punkte. „Im Endeffekt hätte Gaflenz auch einen Punkt holen können“, sagte der Lunzer Trainer, der offen zugab, dass das fußballerische Glück diesmal auf Seiten seiner Mannschaft war. Mit dem Unparteiischen zeigte er sich ebenfalls einverstanden: „Der Schiedsrichter hat die Partie sehr gut geführt.“ Für Lunz bleibt damit ein Heimsieg, der vor allem von Moral und schneller Reaktion lebte. Viel Zeit zum Feiern bleibt aber nicht, denn schon am Freitag wartet das Auswärtsspiel in Ertl. Dort wollen die Lunzer laut Sonnleitner „wieder gut performen, ein gutes Spiel abliefern und was mitnehmen“.

2. Klasse Ybbstal: Lunz/See : SV Gaflenz - 3:2 (0:1)

  • 77
    Jakub Cunta 3:2
  • 58
    Adam Balajti 2:2
  • 54
    Simon Kozak 1:2
  • 52
    Matthias Kühnl 0:2
  • 8
    Matthias Kühnl 0:1