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„Über 90 Minuten war das hoch verdient“ – Tulln antwortet mit 2:0 auf die Vorwoche

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FC Tulln
SC Wolkersdorf

In der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln am Samstag mit 2:0 gegen SC Ökoenergie Wolkersdorf gewonnen und damit laut Trainer Kristian Fitzbauer die passende Antwort auf die Vorwoche geliefert. Ein deutlicheres Ergebnis wäre möglich gewesen, weil die Gastgeber immer wieder an einem „sehr, sehr guten Tormann“ scheiterten. Am Ende reichte der Doppelpack von Robin Josefik trotzdem für einen hochverdienten Heimsieg.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Josefik bringt Tulln früh auf Kurs

Der Spielverlauf war aus Tullner Sicht klarer als es das Ergebnis lange vermuten ließ. Robin Josefik brachte die Gastgeber in der 27. Minute mit 1:0 in Führung, mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause. Fitzbauer sprach danach von einer Partie, die seine Mannschaft bei besserer Verwertung schon früher klarer hätte gestalten können. „Wir sind heute an einem sehr, sehr guten Tormann teilweise gescheitert beziehungsweise ein bisschen verzweifelt“, sagte der Trainer. Genau deshalb blieb die Begegnung trotz Überlegenheit eng. „Bei 1:0 ist das Spiel offen und solange das Spiel offen ist, kann immer was passieren“, meinte Fitzbauer und verwies damit auch auf jene Momente, in denen Wolkersdorf über Standards gefährlich werden konnte.

Das 2:0 als endgültige Entscheidung

Entschieden wurde das Match dann in der 68. Minute, als Josefik seinen zweiten Treffer nachlegte und damit den Deckel draufmachte. Für Fitzbauer war genau dieser Moment der Punkt, an dem die Partie endgültig in die gewünschte Richtung kippte. „Das 2:0 war dann schon der Moment. Es ist auch in einer Phase gefallen, in der Wolkersdorf gerade eine gute Aktion gehabt hat und wir dann im Gegenstoß das Tor gemacht haben“, erklärte der Tulln-Coach. Ab diesem Zeitpunkt sei das Spiel eigentlich entschieden gewesen. Dass Fitzbauer nach dem Schlusspfiff dennoch nicht nur die Tore hervorhob, sondern den gesamten Auftritt, hatte einen klaren Hintergrund. Tulln wollte nach der Vorwoche bewusst ein anderes Gesicht zeigen. „Da war es sicher nicht das Gelbe vom Ei. Heute war das eine richtig gute Reaktion darauf“, sagte er.

Wolkersdorf wie erwartet unangenehm

Auch über den Gegner verlor Fitzbauer nach dem Heimsieg klare Worte. Wolkersdorf habe genau das auf den Platz gebracht, womit man in Tulln gerechnet habe. „Der Gegner war so wie erwartet. Er wollte umschalten, das ist ihm teilweise richtig gut gelungen. Und er war gefährlich bei Standardsituationen“, sagte der Trainer. Gerade daraus erklärte sich für ihn auch, warum die Partie beim knappen Vorsprung nicht komplett beruhigt werden konnte. Tulln hatte aus seiner Sicht zwar über weite Strecken mehr vom Spiel und war die bessere Mannschaft, musste aber aufmerksam bleiben, weil eine Standardsituation oder ein gelungener Umschaltmoment jederzeit wieder Spannung in die Begegnung hätte bringen können. Erst das 2:0 nahm den Gästen diese Hoffnung endgültig.

Geschlossenheit trägt Tulln weiter, Chancen bleiben Thema

Den nächsten Sieg erklärte Fitzbauer nicht nur mit der Qualität einzelner Spieler, sondern vor allem mit dem Zustand der gesamten Mannschaft. „Es ist eine Geschlossenheit da. Wir haben über eineinhalb Jahre fast die gleiche Mannschaft“, sagte er und hob hervor, was seine Spieler Woche für Woche leisten. Der Zusammenhalt stimme aus seiner Sicht nicht nur auf dem Platz, sondern auch daneben, und genau das sei ein wichtiger Grund dafür, warum Tulln nach 13 Runden an der Spitze steht. Ganz ohne Kritik wollte der Trainer den Nachmittag aber nicht abhaken. „Derzeit ist die Chancenauswertung ein Thema. Wir haben heute viele Chancen gehabt, wo wir die Dinge nicht machen“, sagte Fitzbauer. Trotzdem blieb sein Ton bewusst bodenständig: Die Mannschaft investiere sehr viel, deshalb wolle man „demütig“ bleiben. Vor der Winterpause warten für Tulln nun noch zwei schwere Wochen, ehe sich laut dem Coach wohl jeder auf die Pause freuen wird.

2. Landesliga Ost: FC Tulln : Wolkersdorf - 2:0 (1:0)

  • 68
    Robin Josefik 2:0
  • 27
    Robin Josefik 1:0