In der 2. Klasse Ybbstal hat ASKÖ Lunz/See gegen FCU Strengberg einen 5:2-Heimsieg gefeiert, auch wenn es zunächst nicht nach einem klaren Nachmittag aussah. Trainer Markus Sonnleitner sprach von Startschwierigkeiten, sah nach der Pause aber eine deutliche Reaktion seiner Mannschaft. Vor allem das schnelle 3:2 war für ihn jener Moment, ab dem Lunz die Partie wirklich in den Griff bekam. Dazu kamen wichtige drei Punkte vor dem Derby in Opponitz.

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Ganz rund begann die Partie aus Sicht der Gastgeber zunächst nicht. Sonnleitner sagte offen: "Wir haben am Anfang wieder ein bisschen Startschwierigkeiten gehabt." Danach aber arbeitete sich Lunz sichtbar besser hinein und brachte das Spiel laut dem Trainer unter Kontrolle. In der 24. Minute fiel dann auch die Führung, als Adam Balajti einen Freistoß zum 1:0 verwertete. Lange hielt dieser Vorsprung allerdings nicht. Nur vier Minuten später glich Krisztian Kerekes nach einem Eckball zum 1:1 aus, wobei Sonnleitner vor allem das eigene Defensivverhalten kritisierte: "Da haben wir schlecht verteidigt." Trotz des Ausgleichs sah er seine Mannschaft in der ersten Hälfte spielerisch im Vorteil. "Spielerisch waren wir zwar überlegen in der ersten Halbzeit, aber wir haben einfach die Torchancen nicht gemacht", fasste der Trainer die Phase bis zum Pausenpfiff zusammen.
Entscheidend wurde die Partie laut Sonnleitner erst nach dem Seitenwechsel. In der Kabine seien die Dinge klar angesprochen worden. "Wir haben in der Pause die Basics noch einmal wiederholt. Wir mussten gewisse Dinge besser machen, mehr gegen den Ball arbeiten, die Zweikämpfe gewinnen und einfach mehr Druck machen", schilderte der Lunz-Coach. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. In der 48. Minute brachte Jakub Cunta die Gastgeber nach einem Eckball wieder mit 2:1 in Führung. Doch auch diesmal fand Strengberg sofort eine Antwort. Schon in der 50. Minute fiel das 2:2 durch Peter Darazs, wobei Sonnleitner von einem abgefälschten Weitschuss sprach. Umso wichtiger war für ihn die nächste Szene. "Das schnelle 3:2 war wichtig. Das war noch einmal die schnelle Antwort, dass wir einfach mehr wollten", sagte er über das Tor von Nico Karl, der in der 53. Minute im Nachsetzen zur erneuten Führung traf.
Mit diesem 3:2 kippte das Spiel dann endgültig auf die Seite der Heimelf. Sonnleitner formulierte es klar: "Ab da haben wir das Spiel unter Kontrolle bekommen." Genau so entwickelte sich auch die Schlussphase. Lunz blieb am Drücker, ließ hinten kaum mehr etwas anbrennen und legte in der letzten guten halben Stunde nach. In der 69. Minute erhöhte Barnabas Janos Barta auf 4:2, nur drei Minuten später stellte derselbe Spieler mit dem 5:2 auch den Endstand her. Der Trainer hob danach vor allem den Spielaufbau hervor. "Unsere Vorgabe war, dass wir nicht nur mit langen Bällen aufbauen, sondern von hinten rausspielen", erklärte Sonnleitner. Das sei phasenweise gut gelungen, phasenweise weniger gut, "aber im Allgemeinen war es in Ordnung". Gleichzeitig betonte er, dass Strengberg keineswegs ein angenehmer Gegner gewesen sei. "Strengberg darf man nicht unterschätzen, sie haben spielerische Qualitäten und sind im Offensivspiel immer wieder gefährlich geworden", sagte er.
Unter dem Strich sah Sonnleitner einen verdienten Heimsieg seiner Mannschaft, weil Lunz nach der Pause mehr gefährliche Situationen kreierte und die Chancen besser nutzte. "Wir haben die eine oder andere gefährliche Spielsituation aufgebaut und einfach kreativere Torchancen gehabt, die wir verwertet haben", erklärte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht eine stabile zweite Halbzeit in der Defensive. "Spätestens ab der 60. Minute war das Spiel grundsätzlich unter Kontrolle", sagte er. Auch rund um den Unparteiischen gab es für ihn keinen großen Gesprächsbedarf. "Der Schiedsrichter hat die Partie laufen gelassen, unter Kontrolle gehabt und war auf beiden Seiten unauffällig." Viel wichtiger waren für Sonnleitner ohnehin die Punkte. "Es waren wichtige drei Punkte zu Hause", sagte er nach dem 5:2 und richtete den Fokus sofort weiter nach vorne. Nächste Woche wartet für Lunz das Auswärtsderby in Opponitz, auf das man sich nun "mit vollem Elan, Ehrgeiz und vollem Fokus" vorbereiten wolle.