Es war ein aufregender Herbst für den ASK Mannersdorf. Ein Herbst, der für die Mannschaft von Trainer Thomas Gonda eher von negativen Momenten als von Erfolgserlebnissen geprägt war. Zum Schluss ordnete man sich auf dem dreizehnten Platz in der 2. Landesliga Ost ein. Obmann Johannes Horvath ist auf die Probleme in der Hinrunde eingegangen, hat die Transfers besprochen und über die Ambitionen für das Frühjahr gesprochen.
Die Mannersdorfer legten einen schlechten Start in die Saison hin. Nur einen Punkt konnte man aus den ersten fünf Spielen einfahren und lag damit zwischenzeitlich auf dem letzten Tabellenplatz. Danach konnte sich die Mannschaft von Thomas Gonda aber ein wenig fangen. Vier Siege waren es am Ende insgesamt. Auch dem Tabellenführer Hohenau konnte man einen Punkt abringen. Die Bilanz: 14 Punkte und damit Rang 13.
Der Obmann ist noch nicht zufrieden, nimmt aber den Trainer in Schutz: "Wir haben uns grundsätzlich mehr erwartet vor Beginn der Saison. Es gibt aber auch Gründe, warum es nicht so funktioniert hat, wie wir uns das erhofft haben. Viele haben im Herbst den Trainer infrage gestellt - das Problem der Platzierung machen wir aber nicht am Trainer fest, es gab eben andere Faktoren."
Die angesprochenen Faktoren waren vor allem geprägt von Verletzungspech. Topscorer Tarik Yildiz fiel bereits vor Beginn der Saison aus und kehrte erst kurz vor Ende der Hinrunde zurück. Ähnlich sah es bei Mittelfeldmann Felix Langbrucker aus. Auch Simon Stachura, der neue Stürmer aus Haitzendorf, war bisher oft von muskulären Problemen geplagt.
In Summe war es eine Mischung aus viel Verletzungspech und dem fehlenden Quäntchen Glück, findet Horvath: "Wir hatten einfach ein bisschen Pech und im Spiel auch nicht immer das glücklichste Händchen bewiesen. Oft haben wir hinten die Tore kassiert, die wir vorne nicht reingemacht haben. Wir haben beispielsweise gegen Langenlebarn unglücklich verloren, gegen Sierndorf und Bad Vöslau mussten wir ersatzgeschwächt mit vielen gesperrten Spielern ran."
Besonders schmerzt dem Obmann auch die 3:1-Niederlage gegen Bisamberg: "Da waren zwei klare Abseitstore dabei. Für mich ist das noch immer unbegreiflich und schlägt natürlich aufs Gemüt. Es war schon sehr kurios, was bei uns teilweise abgegangen ist in der Hinrunde. In Summe war jede Woche etwas anderes, aber wir konnten uns am Ende noch ein wenig fangen."
Um im Frühjahr mit besseren Leistungen glänzen zu können, haben die Mannersdorfer einiges auf dem Transfermarkt bewegt. Neben einigen Neuzugängen verzeichneten sie auch Abgänge. So verlässt Defensivmann Martin Eichler seinen langjährigen Verein in Richtung 1. Klasse zu Höflein. Auch Nico Kummer zieht es in die 1. Klasse zu Göttlesbrunn, Nikola Djordjevic geht aus beruflichen Gründen in die 2. Klasse zu Baden. Sommerzugang Leonard Buisic wird sich aus disziplinarischen Gründen ebenfalls wieder einen neuen Verein suchen müssen.
Auf der Gegenseite gelang den Mannersdorfern mit Keskin und Okunakol ein Transfer-Doppelpack, die bis zum Ablauf der Vorsaison noch in Obergäsnerndorf engagiert waren. Außerdem holte man sich mit Nenad Vasiljevic einen regionalligaerfahrenen Verteidiger dazu.
Platz 13 kann nicht der Anspruch der Mannschaft. Mit ein bisschen weniger Verletzungspech und den neuen, qualitativ starken Spielern hofft der Obmann, in der Tabelle ein paar Plätze hinaufzuklettern: "Im Grunde wollen wir uns von unten entfernen. Und zwar so, dass wir nicht mehr rechnen müssen, ob es zwei oder drei Absteiger gibt. Am besten wäre es, wenn wir uns in Richtung Platz zehn bewegen. Das Ziel kann einfach nur sein, dass wir besser performen als im Herbst und zwei, drei Ränge gutmachen. Angesichts der aktuellen Tabellensituation ist das relativ einfach möglich."