In der 2. Landesliga Ost ordnet Obmann Günter Eder vom SV Donau Langenlebarn die Lage vor der Rückrunde ein: Die Stimmung ist positiv, die Ziele sind klar, und im Kader hat sich gezielt etwas bewegt. Laut aktuellen Ligadaten steht Langenlebarn auf Rang 11. Eder hebt die jüngsten Wochen ohne Gegentor hervor und betont die Zuversicht im Team. Als besonders fordernden Gegner nannte er Wiener Neudorf auswärts. Zugleich spricht er offen über schmerzhafte Abgänge, punktuelle Verstärkungen in Offensive und Defensive sowie personelle Ausfälle. Der Tenor: Gemeinschaft, klare Zielsetzung und der Anspruch, die zweite Saisonhälfte spürbar besser zu gestalten.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Eder zieht eine präzise Zwischenbilanz zur sportlichen Entwicklung und benennt die Stellschrauben: „Gut funktioniert haben die letzten vier bis fünf Runden, in denen wir kein Gegentor kassiert haben. Verbesserungspotenzial gibt es in mehreren Hinsichten – von der Kompaktheit in der Defensive bis zur Torgefahr, weil wir im letzten halben Jahr sehr wenig Treffer erzielt haben. Den Abgang eines Offensivspielers konnten wir bislang nicht ersetzen.“
Die aktuelle Stimmung beschreibt er so: „Aufgrund der letzten Runden ist die Stimmung definitiv positiv. Wir blicken sehr zuversichtlich auf das nächste halbe Jahr, haben uns offensiv wie defensiv gut verstärkt und sind uns sicher, dass wir eine bessere Rückrunde spielen als die Hinrunde.“ Über die Marschrichtung wird er deutlich: „Wir wollen uns auf jeden Fall in der Tabelle verbessern, nach vorne schauen, eine gute Rückrunde spielen und möglichst früh nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Zudem hoffen wir, wieder ein paar eigene junge Spieler hervorzubringen – das ist unser Ziel für das nächste halbe Jahr.“
Im Personalbild spart Eder nichts aus: „Wir haben uns von den Berisha-Brüdern, Muadh Berisha und Muhamed Berisha, getrennt – beides Stammkräfte. Der schmerzhafte Abgang ist unser Eigengewächs im Tor, Nico Huber, der ein halbes Jahr pausiert.“
Ebenso schmerzhaft ist das Karriereende der Nummer 2, Patrick Grill, der seine Schuhe an den berühmten Nagel hängt. Bei den Neuzugängen nennt er: „Marvin Bio als Stürmer sowie weitere Qualitätsspieler – unter anderem ein Offensivspieler aus Würmla, ein junger Tormann und ein Talent aus der SKN U17.“ Den schwer zu kompensierenden Offensivabgang betont er nochmals als zentrale Aufgabe für die Rückrunde.
Zur Personallage stellt Eder klar: „Größere Verletzungen gibt es zum Glück keine – abgesehen von Sebastian Stöhr, der beim Skifahren einen Unfall hatte und einen mehrfachen Bänderriss an der Schulter. Und Patrick Jirout, einer unserer jungen Spieler, der sich bereits in die Stammelf gespielt hat, fällt wegen Pfeiffer’schem Drüsenfieber leider für etwas längere Zeit aus.“
Besonders hebt er einen Youngster hervor: „Patrick Jirout hat sich als junger Spieler absolut in den Vordergrund gespielt. Ansonsten leben wir von einer guten Gemeinschaft und Harmonie in der Mannschaft – unsere Stärke ist definitiv das Kollektiv.“ Abseits des Rasens beschreibt Eder Ruhe und Kontinuität: „Im vergangenen Jahr gab es aufgrund der Generalversammlung leichte Veränderungen auf Vorstandsebene. In jüngerer Vergangenheit gab es keine großen Veränderungen; grundsätzlich sind alle Positionen gleich besetzt und das soll noch länger so bleiben.“
Zur sportlichen Umgebung in der 2. Landesliga Ost findet Eder deutliche Worte: „Die Liga ist brutal stark. Alle Teams aus dem vorderen Drittel sind eine große Herausforderung, und jedes Match hat seinen eigenen Reiz.
Sportlich hat uns Wiener Neudorf auswärts absolut die Grenzen aufgezeigt – für mich eine Top-Mannschaft, die in der Tabelle viel zu weit hinten steht.“ Der Blick nach innen bleibt dennoch klar ausgerichtet: Stabilität bewahren, die neuen Kräfte integrieren, Ausfälle kompensieren und die definierte Zielmarke – Tabellenverbesserung und Abstand zur Abstiegszone – konsequent verfolgen.