Spielberichte

SC Hirschwang – Jürgen Eckbauer: „Wir dürfen nicht in zwölf Minuten drei Gegentreffer kassieren“

FC Mistelbach
SC Hirschwang

Hektik statt Sicherheit, viele Unterbrechungen und ein Spiel, das bis weit in die zweite Halbzeit offen wirkte: So beschreibt Trainer Jürgen Eckbauer vom SC Hirschwang das Auswärtsduell in der 2. Landesliga Ost beim FC spusu Mistelbach. Er spricht von einer zerfahrenen Partie mit Vorteilen im Ballbesitz für die Gastgeber, von einer langen torlosen Anlaufphase und von einer Entscheidung nach Standards. Besonders rückt Eckbauer zwei aberkannte Hirschwanger Treffer sowie eine unglückliche Kopfkollision zweier Akteure in der ersten Hälfte in den Fokus. Mistelbach packte nach der Pause konsequent zu – Eckbauer betont die Lehren für sein Team und die klare Ansage für die kommende Woche.

Ball auf Rasen

Foto von Michael Wright auf Unsplash

Zerfahrene Anfangsphase und Mistelbacher Kontrolle

„Es war ein sehr zerfahrenes Spiel, weil beide Mannschaften nicht genau wussten, wo man nach der Vorbereitung steht“, sagt Jürgen Eckbauer. Aus seiner Sicht lag die Initiative zumeist beim Gegner: „Mistelbach hat eigentlich über das komplette Spiel mehr Ballbesitz gehabt, ohne in der ersten Halbzeit zwingend Torchancen kreieren zu können. In der zweiten Halbzeit ist dann nach einer Standardsituation das 1:0 gefallen und kurz darauf war das Match im Grunde entschieden.“ 

Schlüsselmomente, aberkannte Treffer und der Mistelbacher Doppelschlag

Eckbauer ordnet die Partie über konkrete Szenen: „Die erste Halbzeit war sehr chancenarm. Da hat Mistelbach eine gute Tormöglichkeit gehabt, wir nicht unbedingt. Und entscheidend war wahrscheinlich beim Stand von 0:1, dass unser Treffer wegen Abseits aberkannt wurde und relativ knapp darauf das 0:2 für Mistelbach gefallen ist.“ Zu den strittigen Momenten sagt er: „Wir haben den Ball zweimal ins Mistelbacher Tor geschossen. Einmal war’s Abseits, einmal ein Foulspiel, das sehr zu hinterfragen war. Bei 1:1 wären diese Entscheidungen natürlich sehr bitter gewesen, und bei 1:3 hätte es vielleicht noch einen anderen Impuls für die letzten fünfzehn Minuten gegeben – aber gegen die Entscheidungen des Schiedsrichters kann man nichts machen, das gehört dazu.“ Die Effizienz der Hausherren nach der Pause war unübersehbar: Oliver Stuchetz stellte in der 62. Minute auf 0:1, Filip Stojak erhöhte in Minute 70 auf 0:2, nur eine Minute später legte Mario Schodl das 0:3 nach. Kurz vor Schluss traf Etnik Iberdemaj zum 0:4-Endstand.

Standards, Intensität und ein Schreckmoment

Dass viele Zweikämpfe und ruhende Bälle die Dramaturgie prägten, bestätigt Eckbauer ausdrücklich: „Es waren sehr viele Standardsituationen, weil viele Fouls und Eckbälle waren. Offensiv war Mistelbach bei den Standards sehr gefährlich. Das haben wir bis auf einmal eigentlich relativ gut verteidigt, und offensiv konnten wir unsere Standardstärke, die wir normalerweise haben, leider nicht so auf den Platz bringen.“ Abseits des Spielerischen hob er die faire Kulisse hervor – und einen Zwischenfall, der beide Teams erschreckte: „Die Zuschauer waren sehr fair, haben die Heimmannschaft gut unterstützt und auch die Gästemannschaft supportet. Kritisch war die eine Situation, in der zwei Spieler, die in der ersten Halbzeit ausgewechselt wurden, mit dem Kopf zusammengestoßen sind – beide mit einer Platzwunde. Ich hoffe, dass es dem Spieler von Mistelbach gut geht. Unser Spieler ist mittlerweile kontrolliert, war im Spital, und es ist soweit alles in Ordnung.“

Klares Fazit und Blick nach vorn

Unterm Strich verdichtet Eckbauer seine Analyse in einem klaren Arbeitsauftrag: „Wir dürfen nicht in zwölf Minuten drei Gegentreffer kassieren.“ Trotz der 0:4-Niederlage bei FC spusu Mistelbach verliert er den Fokus nicht: „Wir werden sicher nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Ärmel hochkrempeln und weiterarbeiten – und nächste Woche versuchen, das bestmögliche Ergebnis für uns rauszuholen.“

2. Landesliga Ost: Mistelbach : Hirschwang - 4:0 (0:0)

  • 89
    Etnik Iberdemaj 4:0
  • 71
    Mario Schodl 3:0
  • 70
    Filip Stojak 2:0
  • 62
    Oliver Stuchetz 1:0