Ein intensiver Fußballabend in Wiener Neudorf endete mit drei hart erarbeiteten Punkten für die Gäste: Der FC Klosterneuburg feierte in der 2. Landesliga Ost einen 2:1-Auswärtssieg beim 1. SV Wiener Neudorf. Trainer Moritz Breicha erklärte den Matchplan so: „Den Ballbesitz wollten wir grundsätzlich dem Gegner überlassen und über Umschaltmomente ins Spiel kommen. Das ist uns phasenweise sehr gut gelungen, phasenweise weniger. Aber auch wir hatten Ballbesitzphasen, in denen wir Druck ausüben konnten.“

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Die Anfangsphase gehörte aus Breichas Sicht klar den Gastgebern. Sein Team tat sich zunächst schwer, die hohe Intensität mitzugehen und sich taktisch anzupassen. „Ab der 15. bis 20. Minute – eigentlich nach dem frühen Gegentor (Torschütze: Mato Tadic) – sind wir immer besser ins Spiel gekommen. Über Kommunikation und kleine Umstellungen haben wir gut reingefunden“, sagte Breicha. Den Spielverlauf bewertet er differenziert: „Ich würde nicht sagen, dass das Ergebnis die Leistung eins zu eins widerspiegelt. Insgesamt war Wiener Neudorf dominanter.“ Entscheidend seien am Ende klare Phasen eigener Zielstrebigkeit sowie „sehr starke Defensivmomente“ gewesen – der Lohn: ein Sieg und drei Punkte, erarbeitet „durch viel Kampf, Gemeinschaft und Kommunikation“, auf die er „wirklich stolz“ ist.
Der Weg zum Erfolg führte über ruhende Bälle. „Unsere beiden Tore waren Standards – einmal ein Elfmeter, einmal ein direkt verwandelter Freistoß. Die Standards waren für das Ergebnis elementar“, betonte Breicha. Torschützen: Benjamin Duty und Christian Hueber. Defensiv blieb seine Mannschaft bei Ecken und Freistößen gleichermaßen aufmerksam: „Wiener Neudorf hat da große Stärken, allein durch die Körpergröße. Wir waren sehr konzentriert – wie auch in den letzten Spielen.“ Bei den Großchancen sah Breicha sein Team „vielleicht eine Handvoll – nicht übermäßig viel, aber dann relativ klar“. Wiener Neudorf habe „auf jeden Fall mehr“ gehabt, inklusive „zwei oder drei Lattentreffern“. Umso wertvoller war die stabile Arbeit gegen den Ball und bei Standards gegen einen physisch starken Gegner.
Das Duell war für beide Seiten fordernd, aber sauber geführt. „Die Intensität war wirklich hoch. Körperlich hart, aber immer sehr fair“, sagte Breicha. Strittige Szenen seien nicht spielentscheidend gewesen: Den Elfmeter für sein Team nennt er „unstrittig“, auch das Foul vor dem Freistoß sei klar gewesen. Den Fokus richtet der Coach bereits aufs anstehende Derby: „Es sind immer interessante Partien. Da geht es nicht immer um Schönspielerei, sondern darum, wirklich präsent am Platz zu sein.“ Breicha erwartet ein intensives Spiel mit vielen kleinen, entscheidenden Momenten – ohne ein „Muss“ zu formulieren: „Wir wollen gewinnen und alles dafür investieren. Was dann rauskommt, werden wir sehen.“