Enttäuschung und Ärger prägten die Analyse nach dem Auswärtsspiel beim ASV Vösendorf in der 2. Landesliga Ost. Für Patrick Kadletz, den Sportlichen Leiter des SC Katzelsdorf, überwog das Gefühl, über weite Strecken die Kontrolle gehabt zu haben – ohne Ertrag. Vösendorf verteidigte sehr tief, Katzelsdorf bestimmte das Spiel mit deutlich mehr Ballbesitz und startete in der Schlussphase eine wuchtige Drangperiode mit zahlreichen Hereingaben in den Strafraum. Der späte Anschlusstreffer durch Matthias Lindner nährte kurz die Hoffnung auf das 2:2, am Ende blieb es jedoch beim 1:2 – bitter auch, weil zwei Eigenfehler den Rückstand erst ermöglichten. Erschwerend kamen mehrere Ausfälle sowie eine Verletzung nach einem harten Foul kurz vor dem Ende hinzu.

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Kadletz’ Fazit ist klar: „Wir hätten uns einen anderen Verlauf gewünscht, weil wir die bessere Mannschaft waren.“ Seiner Einschätzung nach lag der Ballbesitz bei etwa 80 bis 85 Prozent zugunsten von Katzelsdorf – eine Dominanz, die sich nicht im Ergebnis widerspiegelte. Zum Gegner sagte er: „Wir wussten genau, was uns erwartet: ein Gegner, der extrem tief steht und alles wegverteidigt.“ Ausschlaggebend seien „zwei schwere Eigenfehler“ gewesen, durch die Katzelsdorf das Spiel aus der Hand gab und in Rückstand geriet. Inhaltlich passte vieles, doch die Effizienz fehlte: „Im Abschluss, beim letzten Pass, waren wir zu ungenau.“
In der Schlussphase war Katzelsdorf aus Kadletz’ Sicht „gefährlich“, weil „mit vielen Bällen in den Sechzehner“ permanent Druck aufgebaut wurde. Immer wieder war ein Vösendorfer Bein dazwischen, zudem reagierte der Tormann ein-, zweimal stark. „Der Ball wollte einfach nicht über die Linie – ganz bitter.“ In Minute 86 verkürzte Matthias Lindner zum 1:2, doch trotz spürbarer Wucht reichte es nicht mehr zum Ausgleich. Zuvor hatten Alvin Sacirovic und Patrick Mijatovic die beiden Tore für Vösendorf erzielt. Bei Einzelkritik hielt sich Kadletz zurück, nannte aber die linke Seite als größte Waffe: Über außen – wurde Katzelsdorf gefährlich.
Die Ausgangslage war bereits vor dem Anstoß erschwert: „Uns haben drei bis vier Stammspieler gefehlt – angeschlagen oder gesperrt.“ Kurz vor Schluss verletzte sich zudem ein junger Katzelsdorfer nach einem harten Einsteigen. Kadletz dazu: „Da müssen wir noch abwarten, was genau rauskommt.“ Für zusätzlichen Ärger sorgte die Bewertung der Szene: „Ein schweres Foul, nur mit Gelb bestraft – für mich eine klare rote Karte.“ Insgesamt bleibt nach einem Abend mit viel Kontrolle, großem Aufwand und späten Chancen der Eindruck, dass mangelnde Präzision im letzten Drittel und zwei folgenschwere Patzer den Ausschlag gaben – Aspekte, die Katzelsdorf im nächsten Spiel abstellen will.