Ein intensiver Nachmittag für den ASV Vösendorf bei FC spusu Mistelbach: Beim auswärtigen 0:6 erlebte die Mannschaft von Trainer Behaija Fejzic einen Gegner, der früh die Weichen stellte und über weite Strecken das Tempo diktierte. Fejzic ordnete die Partie klar ein, sprach von einer stark dezimierten Personallage und akzeptierte die Dominanz der Hausherren, ohne Ausreden zu suchen. In der 2. Landesliga Ost richtet er den Blick bereits nach vorn – das Derby gegen Wiener Neudorf verlangt zu Hause eine deutlich robustere Vorstellung.

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Zum generellen Verlauf sagte Fejzic: „Der Spielverlauf ist für uns weniger günstig verlaufen.“ Er sah die Gründe in der Kombination aus gegnerischer Stärke und eigenen Limits: „Wir haben sehr wenig Chancen produziert, weil der Gegner an diesem Tag sehr stark war; zudem waren wir im Kader stark dezimiert.“ Auch beim Ballbesitz ließ er keinen Zweifel: „Das geht in Ordnung – Mistelbach hatte deutlich mehr Ballbesitz. Wir konnten keine längeren Ballstafetten aufziehen, weil Mistelbach zu Hause sehr dominant aufgetreten ist.“ Vösendorf blieb kompakt, doch längere Phasen mit eigenem Ballbesitz blieben aus – die Hausherren setzten den Ton.
Den Knackpunkt verortete der Trainer früh: „Der Gegner ging nach einer Standardsituation in Führung – das hat Mistelbach auf die Siegerstraße gebracht.“ Zur Pause lag Vösendorf bereits 0:3 zurück. Die Tore fielen in klarer Abfolge: Dominik Baumann eröffnete in der 22. Minute, Michael Steingassner legte mit einem Doppelschlag in der 27. und 37. Minute nach. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Albert Kautz (58.) und erneut Baumann (61.) auf 0:5, ehe Fabian Böhm in der 83. Minute den 0:6-Endstand herstellte. Vösendorf blieb in dieser Phase vor allem mit Defensivarbeit gefordert; die Statik der Partie drehte sich nicht mehr.
Trotz der klaren Kräfteverhältnisse lobte Fejzic den Umgang auf dem Platz: „Es war ein sehr faires Spiel ohne strittige Szenen.“ Den Fokus richtete er umgehend auf die nächste Aufgabe: „Wir haben am Freitag eine große Herausforderung vor uns: das Derby gegen Wiener Neudorf. Da sind wir sehr gefragt, uns zu Hause deutlich stärker zu präsentieren.“ Zum Charakter solcher Duelle sagte er: „In Derbys gibt es selten Favoriten, auch wenn Wiener Neudorf personell mit fünf Regionalligaspielern und zwei ehemaligen Bundesligaspielern sehr stark besetzt ist. Wir werden alles dafür tun, um Punkte in Vösendorf zu behalten.“