Ein intensives Duell zwischen SC Hirschwang und SV Sierndorf prägte den Abend – mit klaren Ballbesitzvorteilen für die Gäste und viel Widerstand der Hausherren. Für Trainer Jürgen Eckbauer stand die Reaktion seiner Mannschaft im Mittelpunkt: Der späte Ausgleich wertet er als wichtigen Schub für Moral und Selbstvertrauen nach einer harten Woche. Die Partie war physisch, aber fair; die strategische Linie der Hirschwanger: kompakt verteidigen und konsequent umschalten. In der 2. Landesliga Ost liefert dieses Remis reichlich Stoff für Feinschliff und Optimismus.

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Aus Hirschwanger Sicht setzte Sierndorf früh die Akzente im Ballbesitzspiel. „Sierndorf hatte, wie vermutet, mehr vom Ball und stellte uns defensiv vor Aufgaben. Wir haben kompakt verteidigt, wenig zugelassen und zum Schluss noch den verdienten Ausgleich erzielt“, ordnete Eckbauer ein. Über die gesamte Distanz seien die Gäste spielbestimmend gewesen: „Über die 90 Minuten war Sierndorf tonangebend. Nach dem 2:2 konnten wir mehr Druck aufbauen, doch ein individueller Fehler brachte uns leider das 2:3 gegen uns.“ Der Fokus lag bewusst auf Stabilität hinter dem Ball und klaren Umschaltmomenten. Eckbauer betonte zudem, dass seine Elf dem Gegner so die Räume eng machte und Abschlüsse erschwerte – ein gewollter Entwicklungsschritt: „Es war das erste Mal in der Rückrunde, dass wir so verteidigt und so kompakt umgeschaltet haben, wie ich mir das erwarte.“
Das Spiel erzählte seine Geschichte in Etappen – mit Wirkungstreffern auf beiden Seiten. Früh setzte Alexander Höller in der 11. Minute das erste Zeichen zum 1:0. Pech brachte den Ausgleich: In der 29. Minute unterlief Lukas Gruber ein Eigentor zum 1:1. Nach der Pause drehte Rene Herbst mit dem 1:2 in der 53. Minute die Partie aus Sicht der Gäste, doch nur drei Minuten später stellte Stefan Vollnhofer mit dem 2:2 den Gleichstand wieder her. Spät schien die Waage erneut Richtung Sierndorf auszuschlagen, als Oliver Wieneritsch in der 82. Minute zum 2:3 traf. In der Nachspielzeit aber behielt Daniel Pichler die Nerven und stellte in der 90. Minute mit dem 3:3 auf Unentschieden – ein spätes Ausrufezeichen nach einem Spiel, in dem beide Seiten ihre Phasen hatten. Eckbauer verwies zudem auf eine heikle Szene kurz vor Schluss: Beim Stand von 2:3 landete ein Sierndorfer Abschluss an der Stange – aus seiner Sicht beinahe die Entscheidung. „Wenn der Ball reingeht, ist das Spiel wahrscheinlich entschieden. So aber war das Glück auf unserer Seite und wir konnten in der Nachspielzeit noch ausgleichen.“
Die Intensität spiegelte sich im Ringen um die Mittelfeldhoheit wider. Eckbauer hob die Qualität der Sierndorfer Schaltzentrale hervor: „Das zentrale Mittelfeld mit Dominik Silberbauer und Elvis Osmani ist von hoher Qualität. Meine Mannschaft hat dennoch taktisch sehr viel richtig gemacht, die mannschaftliche Leistung war überragend.“ In den Duellen sprach er von einem harten, aber sauberen Match: „Beide Teams gingen robust, aber fair zu Werke.“ Für den weiteren Weg gilt für ihn: Die Abwehrarbeit auf diesem Level muss zur Gewohnheit werden. „Wenn wir so auftreten, sind wir für jeden Gegner unangenehm und es ist sehr schwierig, gegen uns Chancen zu kreieren.“ Nach dem 2:2 erhöhte Hirschwang zwar den Druck, ein individueller Lapsus führte jedoch zum 2:3 – ehe das Team mit Moral und späten Kräften zurückkam.
Genau das nimmt der Trainer mit in die nächsten Wochen: Der Ausgleich in der Nachspielzeit taugt als Fingerzeig für bestehende Moral und als Hoffnung für die kommenden Aufgaben.