Im Rahmen der 2. Landesliga Ost trafen der TSU NeuMed Obergänserndorf und der 1. SV Wiener Neudorf aufeinander – ein Duell, das von hohem Einsatz und schwierigen Bedingungen geprägt war. Für Wiener Neudorf ordnete Ilija Plavcic, Sportlicher Leiter, die Partie als kampfbetont ein und betonte den ausgeprägten Siegeswillen seiner Mannschaft. Statt Glanzmomenten standen Belastbarkeit und Geduld im Vordergrund – Tugenden, die an diesem Tag den Ton angaben und am Ende in einen 2:0-Auswärtssieg mündeten.
Die Charakteristik des Abends brachte Ilija Plavcic auf den Punkt: „Es war schwierig, es war kampfbetont.“ Beide Teams taten sich phasenweise schwer, ihr Spiel aufzuziehen. Aus seiner Sicht dominierte Wiener Neudorf den Ball und setzte sich über weite Strecken territorial fest. Konkrete Chancen wollte er nicht überhöhen, verwies aber deutlich auf das Kräfteverhältnis im Spiel mit dem Ball: „Wir hatten rund 80 Prozent Ballbesitz.“ Folgerichtig rückten ruhende Bälle in den Fokus: „Bei Standardsituationen waren wir regelmäßig gefährlich, weil es aus dem Spiel heraus sehr schwer war, klare Gelegenheiten zu kreieren.“ Die Mischung aus Geduld, Präsenz bei Standards und dem Gefühl, das Geschehen zu kontrollieren, brachte Wiener Neudorf zunehmend in die Spur.
Zur Pause stand es 0:0, die Begegnung blieb lange offen. Der Durchbruch stellte sich erst nach einer Stunde intensiver Arbeit ein: In der 73. Minute brach Mato Tadic den Bann und stellte auf 1:0. Zehn Minuten vor Schluss – in der 83. Minute – legte Dino Dimmel das 2:0 nach. Beide Treffer fügten sich exakt in das zuvor gezeichnete Bild ein: lange Anläufe, viel Ballkontrolle und klare Zielstrebigkeit im letzten Drittel, sobald sich Räume auftaten. Dass Wiener Neudorf geduldig blieb und seine Momente fand, entsprach dem Selbstverständnis, das Plavcic betonte: Die Mannschaft glaubte konstant an den Sieg, auch als die Partie von Zweikämpfen und Statik geprägt war.
Bei strittigen Themen wählte Plavcic klare Worte – ohne Nebentöne: „Die Schiedsrichter wollen und werden wir nicht kritisieren; der Unparteiische hat den Spielfluss nicht negativ beeinflusst.“ Neben dem Kollektiv hob er eine starke Einzelleistung hervor: „Bei uns war Matej Jukic, unser Verteidiger, sehr stark – aber die ganze Mannschaft agierte auf sehr gutem Niveau.“ Genau diesen Siegeswillen will Plavcic konservieren: Der Glaube an den Erfolg war in jeder Minute spürbar, und mit derselben Entschlossenheit soll am Freitag der nächste Auftritt folgen.