Co-Trainer Anton Kurevija ordnet das 3:3 im Duell seines 1. SV Wiener Neudorf mit dem FC spusu Mistelbach in der 2. Landesliga Ost als temporeich und hart umkämpft ein. Seine Mannschaft nutzte die Räume trotz hohen gegnerischen Pressings, haderte jedoch mit zwei individuellen Aussetzern und einem Standard. Im Fokus steht nun das Minimieren von Defensivfehlern vor dem Kräftemessen mit dem Tabellenführer – bei grundsätzlich positiver Gefühlslage nach einer intensiven Vorstellung beider Seiten.

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„Mistelbach hat über die komplette Spielzeit hoch angepresst“, sagt Kurevija. „Wir sind phasenweise sehr gut aus dem Pressing herausgekommen und haben unsere Chancen in der ersten Halbzeit konsequent genutzt.“ Diese Effizienz prägte die Anfangsphase: Aleksandar Kostic traf in der 19. und 21. Minute zum 2:0, Igor Klaric legte in der 36. Minute auf 3:0 nach. Mistelbach meldete sich jedoch noch vor der Pause zurück – Dominik Baumann verkürzte in der 38. Minute. Halbzeitstand: 3:1 aus Sicht von Wiener Neudorf.
Nach seiner Einschätzung erspielte sich Wiener Neudorf fünf glasklare Möglichkeiten und verwertete drei davon, während Mistelbach bei drei bis vier Großchancen ebenfalls dreimal traf. Das Duell war körperlich betont; der Ballbesitz entsprach aus seiner Sicht weitgehend dem Spielverlauf. „Mistelbach war bei Standards sehr gefährlich, darauf waren wir vorbereitet. Beim einen Gegentreffer nach einem ruhenden Ball haben wir allerdings kurz geschlafen – die Zuteilung passte nicht, das wurde eiskalt bestraft.“ Unmittelbar nach Wiederbeginn kippte die Dynamik in Richtung Gäste: Marcel Bauer stellte in der 47. Minute den Anschluss her, in der 71. besiegelte ein unglückliches Eigentor von Ognjen Jeftenic das 3:3.
Positiv bewertete Kurevija die Leitung an der Pfeife: „Die Schiedsrichterinnen hatten die Partie im Großen und Ganzen unter Kontrolle; darüber gibt es wenig zu diskutieren.“ Inhaltlich nimmt er aus dem Schlagabtausch vor allem eine Lehre mit: Individuelle Ausrutscher werden auf diesem Niveau sofort bestraft. Entsprechend legt er den Fokus auf defensive Klarheit und Konzentration, wenn als Nächstes der Tabellenführer wartet – mit der Erwartung eines Spiels mindestens auf dem Intensitätsniveau dieser Partie und dem klaren Ziel, die drei Punkte zuhause zu behalten.