In der 2. Landesliga Ost hat der SC Hirschwang am Freitagabend gegen den SC Ökoenergie Wolkersdorf mit 3:0 gewonnen und sich den Erfolg vor allem mit einer starken ersten Halbzeit erarbeitet. Trainer Jürgen Eckbauer sah sein Team vor der Pause klar besser, warnte beim 2:0 aber vor einer trügerischen Führung. Ausschlaggebend war für ihn auch eine starke Parade des eigenen Torhüters in der zweiten Halbzeit.

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Für Jürgen Eckbauer war das Spiel klar in zwei Teile zu trennen. "Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten", sagte der Trainer, und gerade der erste Durchgang hatte es ihm angetan. SC Hirschwang war von Beginn an das aktivere Team, hatte laut Eckbauer "fünf, sechs gute Tormöglichkeiten" und ließ auf der anderen Seite nur einen Kopfball zu, den der eigene Torhüter entschärfte. Dass es mit einem 2:0 in die Pause ging, kam für den Trainer deshalb nicht überraschend. "Wir sind verdient mit 2:0 in die Pause gegangen", hielt er fest. Das 1:0 in der 29. Minute durch Stefan Vollnhofer entstand nach einem Angriff über mehrere Stationen. Eckbauer sprach davon, dass seine Mannschaft am Sechzehner schon hätte abschließen können, ehe der entscheidende Pass in die Tiefe kam. Auch das 2:0 kurz vor der Pause passte für ihn ins Bild: Nach einem Eckball konnte SC Ökoenergie Wolkersdorf nicht sauber klären, im zweiten Versuch legte SC Hirschwang den Ball zurück und Mika Buchleitner stellte in der 41. Minute auf 2:0.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Partie dann deutlich. Eckbauer berichtete, dass SC Ökoenergie Wolkersdorf dreimal wechselte und damit "das Spiel ein wenig verändert" habe. Sein Team hatte in dieser Phase nicht mehr so viele Offensivmomente wie vor der Pause und war stärker mit Verteidigen beschäftigt. "Wolkersdorf hat noch einmal alles rausgehauen und wir haben eher verteidigt und wenig Torchancen gehabt", sagte der Trainer. Gerade deshalb hob er die Leistung seiner Mannschaft gegen den Ball hervor. SC Hirschwang blieb kompakt, arbeitete zurück und ließ trotz des höheren Drucks des Gegners nur wenig zu. Die eine Szene, die für Eckbauer zum Schlüsselmoment des Abends wurde, kam laut seiner Einschätzung in der 70. Minute. "2:0 ist ein trügerisches Ergebnis. Mit einem Tor kann die Partie wieder kippen. Unser Torhüter hat da im Eins-gegen-eins überragend gehalten", sagte er. Für den Trainer war genau diese Parade der Punkt, an dem aus einer noch offenen Partie endgültig ein klarer Heimsieg wurde.
Dass der Abend am Ende noch deutlicher ausfiel, lag am dritten Treffer in der 89. Minute. Nach einem Abstoß und einer Kopfballverlängerung setzte sich Daniel Pichler durch und traf laut seinem Trainer "mit einem Chip über den Torhüter" zum 3:0. Eckbauer sprach dabei von einem "absoluten Traumtor", das den Schlusspunkt unter einen aus seiner Sicht verdienten Sieg setzte. Noch wichtiger als das Ergebnis allein war ihm aber, wie seine Mannschaft dahin gekommen war. "Die Laufbereitschaft, die Intensität, das Zweikampfverhalten und die Kommunikation innerhalb der Mannschaft waren absolut top", sagte er. Vor allem die Arbeit gegen den Ball nach der Pause hob er ausdrücklich hervor, weil jeder bereit gewesen sei, "die Meter zurückzuarbeiten" und "alles reinzuhauen". Auch den Gegner ordnete Eckbauer fair ein. In der ersten Halbzeit sei SC Ökoenergie Wolkersdorf nicht richtig ins Spiel gekommen, das habe aber auch mit der Leistung seiner eigenen Mannschaft zu tun gehabt. Nach der Pause habe man dann die Dynamik und Qualität des Gegners gesehen, "die jeden Gegner vor Herausforderungen stellen können". Umso zufriedener war der Hirschwang-Coach, dass seine Mannschaft ohne Gegentor blieb. So stand am Ende ein 3:0, das aus seiner Sicht genau deshalb zustande kam, weil SC Hirschwang vor der Pause zielstrebig war und danach auch zeigen konnte, dass die Mannschaft defensiv kompakt stehen kann.