Spielberichte

„Durch das 2:1 haben wir den Rhythmus verloren“ – Klosterneuburg bringt den Sieg dennoch über die Zeit

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FC Klosterneuburg
SV Sierndorf

In der 2. Landesliga Ost hat FC Klosterneuburg am Sonntag gegen SV Sierndorf mit 2:1 gewonnen und sich nach zuletzt schwierigen Wochen drei wichtige Punkte geholt. Eine starke erste Halbzeit mit den Treffern von Christian Hueber und Konstantin Reiter legte den Grundstein, danach wurde es nach dem frühen Anschlusstreffer von Daniel Schuhmayer noch einmal eng. Trainer Moritz Breicha stellte deshalb weniger das Ergebnis als den Willen seiner Mannschaft in den Vordergrund.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Ein Start, der den Gastgebern in die Karten gespielt hat

Klosterneuburg erwischte genau den Beginn, den sich Breicha vorgestellt hatte. „Wir haben die erste Halbzeit sehr stark begonnen, mit einer Intensität, bei der in dieser Liga nicht viele Mannschaften mitgehen können“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Seine Mannschaft war von Beginn an präsent, setzte Sierndorf früh unter Druck und kam in jene Räume, in denen sie laut Breicha den Ball gewinnen wollte. Das zahlte sich rasch aus: In der 7. Minute brachte Christian Hueber die Hausherren mit 1:0 in Führung, in der 23. Minute legte Konstantin Reiter das 2:0 nach. „Auch wenn nicht immer jeder Pass angekommen ist, waren wir mit der Art und Weise sehr zufrieden“, meinte Breicha, für den der Pausenstand „sehr wohl gerecht“ war.

Warum das 2:0 für Breicha so viel wert war

Dass beide Treffer noch vor der Pause fielen, war aus Sicht des Klosterneuburger Trainers kein Zufall. Breicha verwies darauf, dass seine Mannschaft über die Flügel viel Qualität auf den Platz bringt und genau dort den Gegner immer wieder vor Aufgaben stellte. Beim ersten Tor sei ein gewonnenes Eins-gegen-Eins im Sechzehner die Grundlage gewesen, ehe ein Klosterneuburger „regelwidrig gestoppt worden ist“. Beim zweiten Treffer sah er dann die spielerische Seite seiner Elf: „Über Wechselpässe, über Ruhe und darüber, dass wir auch das Zentrum mit einbeziehen können, haben wir die Qualität auf den Flügeln zielgerichtet eingesetzt.“ Gerade das 2:0 war für ihn ein ganz wichtiger Moment. „Wir sind nach dem 1:0 dran geblieben, haben den Gegner weiter unter Druck gesetzt. Das war ein extrem wichtiger Punkt im Spiel.“

Der frühe Anschlusstreffer kippt den Rhythmus

Nach der Pause änderte sich die Partie allerdings sofort. Daniel Schuhmayer verkürzte in der 47. Minute auf 2:1, und mit diesem Treffer verlor Klosterneuburg laut Breicha den bis dahin sauberen Rhythmus. „Durch ein selbst verschuldetes Gegentor haben wir die Klarheit im Spiel verloren“, sagte er. Dazu kam die Vorgeschichte der vergangenen Wochen, die sich in dieser Phase bemerkbar machte. „Da ist Nervosität aufgekommen, auch aufgrund der letzten Ergebnisse. Das ist natürlich irgendwo im Hinterkopf.“ Sierndorf kam dadurch besser hinein und machte es den Gastgebern schwer. Breicha sprach dem Gegner auch ausdrücklich Anerkennung aus: „Das ist eine extrem schwer zu bespielende und schwer auszurechnende Mannschaft.“ Gerade beim Umschalten hätte sich sein Team in dieser zweiten Halbzeit mehr Einfachheit und mehr Klarheit gewünscht, um die eigenen Stärken noch besser auf den Platz zu bringen.

Wille, junge Spieler und ein Sieg für die Moral

Weil Klosterneuburg nach dem Anschlusstreffer spielerisch nicht mehr an die erste Hälfte anschließen konnte, bekam der Sieg einen anderen Charakter. Breicha gefiel genau das. „Wir mussten Phasen auch mit weniger schönem Fußball überstehen“, sagte er und nannte Wille, gegenseitiges Mitziehen und das Akzeptieren solcher Momente als entscheidende Faktoren. Vor allem die jungen Spieler hob er hervor: „Sehr positiv war, wie sie diese stressige Phase angenommen und versucht haben, die Mannschaft zu führen.“ Dazu kam viel Arbeit gegen den Ball. „Wir waren immer wieder zur Stelle, um einen Schuss zu blocken, den letzten Pass abzufangen oder bei einem Abschluss zu stören.“ Diskussionen um den Unparteiischen gab es laut Breicha keine. Wichtiger war für ihn ohnehin die Wirkung dieses Erfolgs: „Solche Siege helfen immer und bringen die Moral der Mannschaft auf Vordermann. Das macht mich sehr stolz.“ Nach einer kleinen Niederlageserie könnte dieser Nachmittag für Klosterneuburg damit vor allem mental ein Schritt nach vorne sein.

2. Landesliga Ost: Klosterneuburg : Sierndorf - 2:1 (2:0)

  • 47
    Daniel Schuhmayer 2:1
  • 23
    Konstantin Reiter 2:0
  • 7
    Christian Hueber 1:0