In der 2. Landesliga Ost hat der SV Sierndorf am Samstag in Runde 10 gegen den SC Hirschwang eine 0:1-Heimniederlage hinnehmen müssen. Für Hirschwangs Trainer Jürgen Eckbauer lag der Schlüssel darin, die druckvolle erste Halbzeit ohne Gegentor zu überstehen und danach besser ins Spiel zu kommen. Belohnt wurde das mit dem Treffer von Libor Zondra in der 75. Minute, der einer umkämpften Partie die Entscheidung gab.

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Aus Sicht von Jürgen Eckbauer begann die Partie klar mit Vorteilen für die Gastgeber. Der Hirschwang-Trainer sprach von einer sehr druckvollen ersten Halbzeit von Sierndorf und machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in dieser Phase auch das nötige Glück auf ihrer Seite hatte. "Sierndorf war in der ersten Halbzeit sehr druckvoll. Da hatten wir in der einen oder anderen Situation Glück, nicht das 0:1 gegen uns zu bekommen", sagte Eckbauer. Genau dieses 0:0 zur Pause war für ihn dann aber schon ein wesentlicher Baustein für den späteren Auswärtssieg. Weil Hirschwang die Null halten konnte und dabei kompakt blieb, wuchs die Hoffnung, das Spiel mit zunehmender Dauer noch auf die eigene Seite zu ziehen. Eckbauer brachte es auch in seiner ersten Einschätzung auf den Punkt: "Der entscheidende Moment für den Sieg war, dass wir die erste Halbzeit ohne Gegentreffer überstanden haben, kompakt geblieben sind und offensiv immer wieder zu Chancen gekommen sind."
Entscheidend war für die Gäste dann, dass sie nach dieser schwierigen Anfangsphase nicht nur verteidigten, sondern auf die Partie reagierten. Eckbauer berichtete von einer taktischen Umstellung, ohne diese näher auszuführen, und sah darin den Moment, in dem Hirschwang wieder mehr Zugriff bekam. "Wir haben dann eine taktische Umstellung vorgenommen und sind so wieder ins Spiel gekommen, haben die Druckphase überstanden und sind dann selbst auch zu Torchancen gekommen", erklärte der Trainer. Dass die Begegnung zur Pause noch torlos war, spielte den Gästen dabei sichtbar in die Karten. In der zweiten Halbzeit wurde Hirschwang mutiger und nutzte schließlich einen Umschaltmoment. In der 75. Minute war es Libor Zondra, der das 1:0 erzielte. Eckbauer beschrieb die Szene so: "Es war ein Ballgewinn beim gegnerischen Innenverteidiger. Dann konnten wir den Ball sehr schnell in die Spitze spielen und durch einen super Stanglpass in der Mitte das Tor erzielen." Mehr brauchte es an diesem Nachmittag nicht.
Dass es am Ende bei diesem einen Treffer blieb, führte Eckbauer vor allem auf die Leistung seiner Mannschaft gegen den Ball zurück. Der Hirschwang-Coach hob nicht einzelne Spieler hervor, sondern das geschlossene Defensivverhalten seiner Elf. "Ein ganz großes Lob muss ich heute für die defensive Kompaktheit, die defensive Laufbereitschaft und das defensive Zweikampfverhalten aussprechen. Das war heute einfach überragend", sagte er. Besonders bemerkenswert war aus seiner Sicht, dass diese Stabilität auch nach personellen Änderungen nicht verloren ging. "Auch wenn wir in der Halbzeit zweimal gewechselt haben, war das Arbeiten gegen den Ball in der ersten und in der zweiten Halbzeit top", so Eckbauer weiter. Entsprechend deutlich fiel sein Kompliment an die Mannschaft aus. Dass Sierndorf vor allem vor der Pause viel Druck machte, schmälert diesen Befund aus Sicht der Gäste nicht, im Gegenteil. Gerade weil die Aufgabe schwer war, maß Eckbauer dem Auftritt seiner Mannschaft umso mehr Bedeutung bei.
Unterm Strich war es für Hirschwang ein Sieg, der nicht aus einem offenen Schlagabtausch entstand, sondern aus Geduld, Disziplin und dem richtigen Moment. Eckbauer sprach ausdrücklich davon, dass es "eine riesengroße Aufgabe" gewesen sei, in Sierndorf zu gewinnen. Gleichzeitig sah er den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften recht klar benannt: "Sierndorf hat es in der ersten Halbzeit verabsäumt, uns ein Tor zu schießen. Wir konnten die Null lange halten und dann durch einen Umschaltmoment das 1:0 erzielen." Damit war die Partie aus Sicht der Gäste erklärt. Auch dem Schiedsrichter stellte der Trainer ein ordentliches Zeugnis aus und sagte, dieser habe das Spiel "sehr solide und gut geleitet". Für Hirschwang bleibt damit ein Auswärtserfolg, der vor allem deshalb Gewicht hat, weil er nach einer schwierigen ersten Halbzeit erarbeitet wurde und weil die Gäste im entscheidenden Moment konsequent waren.