In der 2. Landesliga Ost hat 1. FC Bisamberg gegen FC Tulln mit 1:3 verloren. Für Trainer Kristian Fitzbauer war vor allem die zweite Halbzeit ausschlaggebend, weil seine Mannschaft dort „genau gezeigt“ habe, warum sie ganz vorne mitspielt. Nach einer intensiven und laut Fitzbauer auch hitzigen Partie nahm der Tabellenführer damit verdient die Punkte mit.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie genau so, wie es sich der Trainer vorgestellt hatte. Fitzbauer sprach davon, dass seine Mannschaft „sehr gut angefangen“ und gleich „ein, zwei Top-Chancen“ vorgefunden habe. Belohnt wurde dieser Start schon in der 16. Minute, als Robin Josefik das 0:1 für Tulln erzielte. Damit hatten die Gäste früh die passende Antwort auf ihren aktiven Beginn gefunden. Gleichzeitig war das für Fitzbauer aber noch nicht die Phase, in der das Spiel endgültig in ruhige Bahnen lief. Er verwies vielmehr auf die Szene rund um die 20. Minute, nach der für ihn „ein bissl ein Bruch“ in das eigene Spiel gekommen sei. Der Tulln-Trainer bezeichnete das Foul an einem seiner Spieler als „klare Fehlentscheidung“ und sagte wörtlich: „Es war eine klare Rote Karte, da gibt es keine zwei Meinungen.“ Laut Fitzbauer habe die Aktion seiner Mannschaft den Spielfluss genommen und für Verunsicherung gesorgt. Trotzdem blieb der Vorsprung bis zur Pause bestehen, sodass Tulln mit dem 0:1 in die Kabine ging.
Gerade nach dem Seitenwechsel sah Fitzbauer dann jene Leistung, die er sich über einen längeren Zeitraum gewünscht hatte. Er erklärte, dass in der Halbzeit „ein bissl was angesprochen“ und auch „ein bissl was geändert“ worden sei. Die Reaktion darauf fiel deutlich aus. In der 60. Minute schnürte Robin Josefik mit dem 0:2 seinen Doppelpack und verschaffte den Gästen damit ein deutlich besseres Polster. Zehn Minuten später erhöhte Justin Mwatero auf 0:3, womit Tulln die Partie weiter in seine Richtung zog. Fitzbauer ordnete genau diese Phase als entscheidend ein und formulierte es sehr klar: „Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir genau gezeigt, warum wir auch da vorne sind und warum wir ganz vorne mitspielen.“ Diese Aussage passt auch zum Ergebnis, denn Bisamberg kam erst in der 74. Minute durch Jakob Szehi noch zum 1:3. Viel mehr ließ Tulln aber nicht zu. Der Trainer betonte, dass seine Mannschaft über neunzig Minuten „sehr wenig zugelassen“ und auf der anderen Seite „sehr viele Chancen gehabt“ habe. Selbst beim Stand von 1:3 sah er daher einen mehr als verdienten Auswärtssieg.
Auffällig war nach dem Schlusspfiff, dass Fitzbauer den Erfolg nicht an einzelnen Spielern festmachen wollte, obwohl mit Josefik und Mwatero die Torschützen schnell genannt waren. Für ihn stand die geschlossene Leistung im Vordergrund. „Heute hat wieder die Mannschaftsleistung überwogen“, sagte der Trainer und sprach von einer „großartigen Leistung“ von „Nummer eins bis Nummer siebzehn“. Dazu passte auch seine Einschätzung zum Gegner. Bisamberg sei „sehr kompakt“ gewesen und habe „sehr gute Einzelspieler“, außerdem stehe die Mannschaft seiner Meinung nach zu Unrecht so weit unten in der Tabelle. Umso höher bewertete er die drei Punkte. Gleichzeitig blieb der Trainer bei aller Zufriedenheit beim Thema Belastungssteuerung und Frische. „In der Phase der Meisterschaft geht es nicht ums Verbessern, sondern einfach darum, eine gewisse Frische reinzubringen, den Kopf freizukriegen“, sagte Fitzbauer. Der Fokus liege nun auf Regeneration und auf dem kommenden Schlager gegen Stockerau. Zum Schluss sprach er noch einen Punkt an, der nach dieser intensiven Partie ebenfalls hängen blieb: „Ich wünsche allen drei Spielern gute Besserung.“ Gemeint waren laut Fitzbauer ein Spieler von Bisamberg und zwei von Tulln, die verletzt vom Feld mussten.