Spielberichte

Christian Höllrigl: „Ich gratuliere der Mannschaft“ – SG Großweikersdorf/Wiesendorf dreht Melk 3:2

Großweikersdorf/Wiesendorf
SC Melk

Für SG Großweikersdorf/Wiesendorf und Trainer Christian Höllrigl wurde es ein intensiver Fußballabend gegen den SC Rathauskeller Melk – mit vielen Wendungen, großem Einsatz und sichtbar großer Erleichterung. In der 2. Landesliga West entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, den die Gastgeber am Ende mit 3:2 für sich entschieden. Höllrigl hob frühe Schlüsselmomente hervor: eine Elfmeterszene für seine Elf und einen Aluminiumtreffer der Gäste. Während Melk vor der Pause mehr vom Spiel hatte, kippte das Momentum nach dem Wiederanpfiff. Standards prägten das Duell ohne eine Flut an Großchancen – die Entscheidung fiel spät, die Stimmung danach war gelöst, selbstkritisch und von einem positiven Trend geprägt.

Linienrichter an der Eckfahne mit Blick Richtung Spielfeld

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Erste Hälfte: Melk mit Oberwasser, Pfosten rettet

„Das Spiel hatte mehrere gute Möglichkeiten auf beiden Seiten.“ Früh stellten markante Szenen die Weichen: „Eine Elfmetersituation auf unserer Seite und eine Großchance des Gegners, der die Stange traf.“ Aus Höllrigls Sicht besaß Melk bis zur Pause Vorteile und hätte den Vorsprung ausbauen können – das 0:2 lag in der Luft, doch das Aluminium verhinderte es. Diese Mischung aus Druckphasen der Gäste und knapper Entlastung für die Heimelf hielt die Begegnung offen und sorgte für eine angespannte, zugleich fokussierte Atmosphäre auf dem Feld.

Zweite Hälfte: Ausgleich, mehr Kontrolle und die knappen Dinger

Mit Wiederbeginn veränderte sich das Bild. Höllrigl über die Kräfteverhältnisse: „In der ersten Hälfte hatte Melk mehr Spielanteile und war im Chancenplus. In der zweiten Hälfte waren wir dann besser im Spiel, haben den Ballbesitz ausgeglichen und kamen ebenfalls zu sehr vielen, guten Möglichkeiten.“ Der Ausgleich durch Petar Gluhakovic zum 1:1 brachte Rückenwind. Das Team schob mutiger nach, fand bessere Abstände und zwang Melk häufiger in die Defensive. Sinnbildlich stand eine Szene aus kürzester Distanz: „Wir kamen zu mehr Torchancen und haben durch Randy Chiemezie ganz knapp das Tor verfehlt – er köpfte aus einem Meter vorbei. Chancen waren auf beiden Seiten vorhanden.“ Der offene Charakter blieb, mit leichten Vorteilen für die Heimelf.

Standard entscheidet: späte Erlösung, fairer Fight, klarer Trend

Ruhende Bälle waren präsent, ohne Dauerdruck zu erzeugen. Höllrigl ordnete ein: „Standards gab es auf beiden Seiten ausreichend, aber die ganz großen Chancen entstanden daraus kaum.“ Am Ende reichte genau so eine Situation doch zur Entscheidung: Tobias Eggenfellner traf in der 82. Minute zur 2:1 Führung ehe Petr Kurtin fünf Minuten später den erneuten Ausgleich herstellte. Tobias Eggenfellner drückte in der Schlussphase zum 3:2 ein – der entscheidende Moment eines engen Spiels. Zuvor hatte Julian Reiner den ersten Treffer des Abends in der 25. Minute zum 0:1 erzielt und Gluhakovic zum 1:1 ausgeglichen. In Minute 91 sah Benjamin Zuber die Gelb-Rote Karte. In der Gesamtbetrachtung lobte Höllrigl die Entwicklung seines Teams: „Die taktischen Verbesserungen sind seit dem ersten Spieltag deutlich erkennbar. Wir stehen in vielen Phasen sehr kompakt, machen noch individuelle Fehler, die der Gegner sofort bestraft. Dennoch sind klare Fortschritte zu den letzten zwei Spielen sichtbar.“ Auch die Physis und die Art des Duells gefielen ihm: „Körperlich und zweikampfmäßig war das Verhältnis auf beiden Seiten sehr gut. Es war ein sehr intensiv geführtes Spiel, dennoch sehr fair.“ Und der Blick nach vorn ist positiv: „Nach zwei Niederlagen in den ersten zwei Runden ist der Sieg gegen den SC Melk eine sehr große Freude für uns. Auch wenn er aufgrund der vergebenen Chancen des Gegners etwas glücklich war und unsere Chancenauswertung heute besser als letzte Woche, konnten wir dieses Spiel gewinnen und sehen einen positiven Trend vom ersten Spieltag bis heute.“

2. Landesliga West: Großw.dorf/Wiesendorf : SC Melk - 3:2 (0:1)

  • 93
    Tobias Eggenfellner 3:2
  • 87
    Petr Kurtin 2:2
  • 82
    Tobias Eggenfellner 2:1
  • 56
    Petar Gluhakovic 1:1
  • 25
    Julian Reiner 0:1