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SC Hainfeld – SC Melk 3:1: Deni Luif: "Wir haben die Leistung ab der ersten Minute abgerufen!"

SC Hainfeld
SC Melk

In Hainfeld gehörten Ball und Stimmung den Hausherren: Im Duell des SC Hainfeld mit dem SC Melk der 2. Landesliga West setzte die Luif-Elf ihren Matchplan konsequent um und gewann mit 3:1. Trainer Deni Luif sah eine Mannschaft, die von Beginn an mit Intensität, Kompaktheit und klaren Laufwegen agierte: „Wir haben die Leistung ab der ersten Minute abgerufen, waren sehr spritzig, sehr giftig, sehr präsent.“ Nach starkem Auftakt in der 1. Halbzeit folgte ein kurzer Dämpfer nach der Pause, ehe Hainfeld die Partie wieder kontrollierte und abgeklärt entschied.

Spieler in grünem Trikot führt den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Plan über die Außen trägt früh Früchte

„Die erste Halbzeit waren wir spielbestimmend. Wir haben weite Teile des Spiels kontrolliert und bewusst ihre Flügel bespielt“, erklärte Luif. Melk agierte mit vier Angreifern im 4-2-4, dahinter taten sich Räume auf den Seiten auf – genau dort setzte Hainfeld an. Der Führungstreffer in der 19. Minute war ein Musterbeispiel: Nach einer Seitenverlagerung von Florian Daxböck auf Eric Schnürer zog Marcel Varsanyi auf und spielte flach in die Mitte, wo Elvis Bozicevic mit links gegen die Laufrichtung des Torhüters zum 1:0 vollendete. „Es war extrem schön herausgespielt“, so der Coach. Melk versuchte uns mit ihren vier offensiven Spielern und guten Laufwegen auseinanderzuziehen. "Die Mannschaft war durch Videoanalyse auf diese Situation gut vorbereitet und stand in der Raumdeckung sehr kompakt"

Verschlafener Re-Start, kurzer Melker Druck, dann Kontrolle

Nach Wiederbeginn verschlief Hainfeld die ersten Minuten – mit Konsequenzen. In der 51. Minute glich Marco Hoppi zum 1:1 aus. Anschließend drückte Melk für rund zehn Minuten, ohne dass die Gastgeber klare Chancen zuließen. „Beide Mannschaften hatten große Anteile im Mittelfeld, Zählbares kam in dieser Phase kaum heraus“, fasste Luif zusammen. Danach fand Hainfeld mit einer Systemumstellung wieder besser in die Zweikämpfe, wurde zielstrebiger – zwei Melker Abschlüsse zählten wegen Abseits nicht.

Effektivität und Kollektiv – Entscheidungen im letzten Drittel

Als das Momentum zurückkippte, schlugen die Hausherren eiskalt zu: In der 69. Minute setzte sich Miodrag Jovanovic nach energischem Gegenpressing durch und traf präzise ins linke Eck zum 2:1. Den Schlusspunkt setzten die Hainfelder klassisch über den tiefen Lauf: Abwehrspieler Dominik Lovrinovic leitete mit einem tiefen Pass auf Sarikyan ein. Sarikyan ließ auf Varsanyi prallen  und dieser steckte Mustergültig durch – Horen Sarikyan lupfte in der 90. Minute überlegt zum 3:1. Auf individuelle Auszeichnungen verzichtete Luif bewusst: „Ich stelle das Kollektiv über alles. Auch die Spieler von der Bank geben hundert Prozent – das war eine extrem starke Teamleistung.“

Bemerkenswert: Der Sieg gelang trotz angespannter Personallage. Sarikyan konnte wegen einer Fingerverletzung nur 15 Minuten spielen, Lukas Kellner ist weiterhin muskulär angeschlagen. Mario Gronister feierte sein Comeback und sammelte rund zwanzig Minuten Einsatzzeit. Marcel Ladan meldete sich nächste Woche nach Sperre und Krankheit zurück, und Stefan Decker stand nach langer Verletzung erstmals wieder in der Startelf. Luifs Ausblick bleibt verhalten optimistisch: In den nächsten zwei Wochen sollte sich die Personalsituation entspannen – die Stabilität in der Defensive und die Effektivität in der Offensive ist bereits da. Nun gilt es sich ideal auf Oed/Zeillern einzustellen und den Schwung mitzunehmen.

2. Landesliga West: Hainfeld : SC Melk - 3:1 (1:0)

  • 94
    Horen Sarikyan 3:1
  • 69
    Miodrag Jovanovic 2:1
  • 51
    Marco Hoppi 1:1
  • 19
    Elvis Bozicevic 1:0