In der 2. Landesliga West hat SG Haitzendorf/Grafenwörth zum Auftakt bei SK Eggenburg mit 2:1 gewonnen. Nach einem 0:0 zur Pause brachte Rudolf Pirkner die Gäste in Führung, Dominik Rolinec glich für die Hausherren aus, ehe Pirkner in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug. Trainer Andreas Gutlederer sprach danach von einem erwartbar unangenehmen Auswärtsspiel, in dem vor allem Moral, Kampf und Laufbereitschaft den Unterschied gemacht hätten.

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Dass es in Eggenburg kein einfacher Abend werden würde, hatte Andreas Gutlederer schon vor dem Anpfiff erwartet. Genau so schilderte er die Partie dann auch nach dem Schlusspfiff. „Es war das erwartet schwere Spiel. In Eggenburg ist es immer schwieriger und unangenehm zu spielen“, sagte der Trainer der SG Haitzendorf/Grafenwörth. Die Gastgeber beschrieb er als „sehr laufstark, sehr kampfstark“ und als Mannschaft, die „wirklich gute Typen drinnen“ habe. Entsprechend entwickelte sich ein Spiel, das zur Pause noch ohne Treffer blieb.
Nach dem Seitenwechsel brachte Rudolf Pirkner die Gäste in der 51. Minute mit 1:0 in Führung, doch entschieden war damit noch nichts. Dominik Rolinec stellte in der 66. Minute auf 1:1 und hielt den SK Eggenburg im Spiel. Weil sich auch danach keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte, lief alles auf eine enge Schlussphase hinaus. Dort war es dann wieder Rudolf Pirkner, der in der Nachspielzeit mit dem 2:1 den Auswärtssieg fixierte.
Gerade weil die Partie über die gesamte Spielzeit offen blieb, misst Gutlederer dem Auftritt seiner Mannschaft einiges an Bedeutung bei. Einen klaren Moment, in dem das Spiel endgültig in Richtung seiner Elf gekippt wäre, habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. „Eigentlich nie. Das war immer ein sehr offenes Spiel und sehr kampfbetont von beiden Mannschaften“, sagte er. Umso wichtiger sei gewesen, dass seine Mannschaft immer wieder den Weg nach vorne gefunden habe. Gutlederer sprach davon, dass „der Schub ins letzte Drittel“ immer wieder gelungen sei. Dass am Ende Rudolf Pirkner beide Treffer erzielte, passte für ihn genau in dieses Bild. Noch mehr hob der Trainer aber die Haltung seiner Mannschaft hervor. „Die Moral hat gestimmt, die Kampfbereitschaft und Laufbereitschaft waren bei hundert Prozent bei jedem Spieler“, betonte er. Gerade auswärts in Eggenburg sei das eine Voraussetzung, um überhaupt etwas mitzunehmen. Der Sieg war aus seiner Sicht deshalb nicht nur eine Frage der Tore, sondern auch eine Frage des konsequenten Arbeitens über neunzig Minuten.
Bemerkenswert war der Erfolg für Gutlederer auch deshalb, weil seine Mannschaft nicht ohne zusätzliche Hürden in dieses erste Saisonspiel gegangen war. „Wir hatten auch einige personelle Probleme, die wir kompensieren mussten“, sagte er. Umso klarer fiel sein Lob an sein eigenes Team aus: „Da muss ich der Mannschaft gratulieren. Das hat sie gut gemacht.“
Trotz der drei Punkte wollte der Trainer den Sieg aber nicht größer machen, als er ist. Im Gegenteil: Für die nächsten Wochen sieht er in praktisch allen Bereichen noch Luft nach oben. „Eigentlich in allen Bereichen, aber das ist meistens so Anfang der Saison. Man ist noch nicht dort, wo man eigentlich hinwill, und wir werden uns in allen Belangen steigern müssen“, erklärte Gutlederer. Auch bei den neuen Regelauslegungen sei für ihn nicht immer alles ganz klar gewesen, „aber das mussten beide Mannschaften so akzeptieren.“ Unter dem Strich bleibt für die SG Haitzendorf/Grafenwörth der gelungene Auftaktsieg.