Zum Auftakt der 2. Landesliga West hat SC Weißenkirchen bei SV Absdorf einen 2:0-Auswärtssieg geholt. Nach dem 1:0 durch Michael Siebenhandl in der 17. Minute legte Laurenz Wallner in der 75. Minute nach. Trainer Genadi Petrov sah einen Auftritt, der aus seiner Sicht von der ersten bis zur letzten Minute stimmte: diszipliniert, kompakt und geschlossen.

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Petrov hatte nach dem Schlusspfiff keinen Zweifel daran, worauf dieser Sieg aufgebaut war. „Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung von der ersten bis zur letzten Minute“, sagte der Trainer des SC Weißenkirchen und führte das dann sehr genau aus. Seine Mannschaft sei von Beginn an fokussiert und diszipliniert gewesen, habe hinten fast nichts zugelassen, im Mittelfeld spritzig und aggressiv gearbeitet und nach vorne die eigene Schnelligkeit gut eingesetzt. Gerade dieses geschlossene Auftreten gefiel ihm besonders. „Wir waren kompakt und haben grundsätzlich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, meinte Petrov. Dass der Gegner ebenfalls aggressiv und gut organisiert auftrat, änderte für ihn nichts daran, dass seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere und bessere Team war.
Auch die beiden Tore passten für Petrov genau ins Bild, weil sie nach seiner Darstellung kein Zufall waren. Die Führung in der 17. Minute fiel nach einem Freistoß über die linke Seite. Tomas Binar brachte den Ball Richtung zweite Stange, dort kam Michael Siebenhandl zum Kopfball und stellte auf 1:0. „Das war eine einstudierte Standardsituation, das war kein Zufallsprodukt“, betonte der Trainer und verwies darauf, dass solche Abläufe im Training gezielt geübt worden seien. Mit diesem Vorsprung ging SC Weißenkirchen auch mit 1:0 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Mannschaft laut Petrov konzentriert und legte in der 75. Minute nach. Wieder war eine Standardsituation der Ausgangspunkt: Nach einem kurz und flach abgespielten Eckball kam Laurenz Wallner aus dem Bereich des Sechzehners zum Abschluss und sorgte für das 2:0. Petrov sprach außerdem davon, dass auch noch weitere Möglichkeiten da gewesen seien, selbst wenn nicht jeder Konter sauber zu Ende gespielt wurde.
Den wichtigsten Punkt machte Petrov am Ende aber nicht an einzelnen Szenen fest, sondern am Gesamtauftritt seiner Mannschaft. „Der wichtigste Moment war der Teamgeist. Wir haben wie eine Faust funktioniert“, sagte er. Die Abstände zwischen den Linien seien klein gewesen, seine Mannschaft habe mit und gegen den Ball als Paket gearbeitet und dem Gegner kaum Räume angeboten. Dazu kam aus seiner Sicht die nötige Konsequenz. „Wir haben keine Geschenke verteilt, wir waren fokussiert, diszipliniert und vorne eiskalt bei unseren Standardsituationen.“ Umso höher ordnete er die drei Punkte ein, weil er im SV Absdorf einen starken defensiven und gut organisierten Gegner sah. Über den Schiedsrichter wollte Petrov bewusst nicht sprechen, sein Fokus lag ganz auf der eigenen Leistung. Viel wichtiger war ihm, wie seine Mannschaft zum Saisonstart aufgetreten ist. „Ich glaube blind an diese Mannschaft“, sagte der Trainer und schob noch hinterher: „Weißenkirchen ist angekommen.“ Nach diesem 2:0 blickt er jedenfalls sehr optimistisch nach vorne.