In der 2. Landesliga West hat SC Weißenkirchen am Sonntag gegen USV Lehner Oed/Zeillern mit 1:0 gewonnen und damit auch das vierte Spiel dieser Saison für sich entschieden. Trainer Genadi Petrov sprach danach von einem „sehr schwierigen Spiel“, in dem seine Mannschaft gegen einen tief stehenden und gut organisierten Gegner viel Geduld brauchte, defensiv aber nahezu nichts zuließ und sich so einen knappen, aus seiner Sicht verdienten Heimsieg holte.

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Petrov hatte schon vor dem Anpfiff mit einer unangenehmen Aufgabe gerechnet, und genau so lief die Partie für ihn auch ab. „Wir haben vor dem Spiel schon damit gerechnet, dass es ein schwieriges Spiel wird, und das hat sich von der ersten bis zur letzten Minute bestätigt“, sagte der Trainer. Er machte dabei weniger das knappe Ergebnis selbst zum Thema als die Art, wie die Gäste auftraten. Oed/Zeillern war aus seiner Sicht gut organisiert, klar defensiv orientiert und machte den Gastgebern das Leben schwer. Weißenkirchen hatte dadurch zwar seine Spielanteile, musste sich aber jeden Raum und jede Lösung hart erarbeiten. „Mit dem Ball waren wir vielleicht nicht so kreativ wie normal, aber es gibt solche Tage, an denen wir unseren Fußball nicht optimal entwickeln können“, sagte Petrov. Gerade deshalb ordnete er den Auftritt seiner Mannschaft hoch ein, weil sie auch ohne Glanz einen Weg zum Sieg gefunden habe.
Dass es am Ende trotzdem für drei Punkte reichte, lag aus Sicht des Trainers an einer Situation, die bei Weißenkirchen längst kein Zufall mehr ist. In der 28. Minute fiel das einzige Tor des Nachmittags, und Petrov schilderte die Entstehung sehr genau. „Das war ein Freistoß von der Seite“, sagte er. Tomas Binar brachte den Ball nach seiner Beschreibung scharf und gut geschnitten in den Strafraum, dort stand Michael Siebenhandl „goldrichtig“ und bugsierte ihn akrobatisch zum 1:0 ins Netz. Mit diesem Treffer ging Weißenkirchen auch mit einer 1:0-Führung in die Halbzeit. Für Petrov war dabei nicht nur der Abschluss wichtig, sondern auch die Art, wie das Tor zustande kam. „Wieder eine Standardsituation. Wir sind darüber brandgefährlich, das ist kein Zufallsprodukt“, betonte er. In einem Spiel, in dem aus dem laufenden Spiel nicht alles leicht von der Hand ging, bekam genau dieser Moment noch einmal zusätzliches Gewicht.
Mindestens ebenso wichtig wie der Treffer war für den Weißenkirchner Trainer aber die Arbeit gegen den Ball. Den entscheidenden Punkt des Spiels sah er nicht in einer wilden Schlussphase oder in einem einzelnen Wendepunkt, sondern in der mannschaftlichen Ordnung über die gesamte Spielzeit. „Wir haben defensiv keine Chance zugelassen, wir waren sehr kompakt und haben als Mannschaft agiert“, sagte Petrov. Genau darin habe seine Elf den Unterschied gemacht. Er sprach von einer Einheit, die in beiden Phasen des Spiels sehr aggressiv gearbeitet habe. „Der defensive Block ist von der Offensive unterstützt worden und die Offensive von der Defensive“, erklärte er. Auch gegen einen erfahrenen Gegner, der tief stand und alles abverlangte, blieb diese Geschlossenheit für ihn klar erkennbar. Petrov lobte dabei nicht nur die Viererkette oder einzelne Defensivspieler, sondern das gesamte Auftreten seiner Mannschaft, die bis zum Ende im Block arbeitete und den knappen Vorsprung über die Zeit brachte.
Darum fiel das Fazit des Trainers trotz des knappen Ergebnisses eindeutig aus. „Wir haben heute über hundert Prozent Leistung gegeben, damit wir gewonnen haben“, sagte Petrov und machte kein Geheimnis daraus, wie viel ihm dieser Erfolg bedeutet. Für Weißenkirchen war es der vierte Sieg im vierten Spiel, damit bleibt die Mannschaft Tabellenführer. Petrov sieht darin keinen Zufall, sondern die Folge konsequenter Arbeit. „Das ist kein Zufallsprodukt. Das ist harte Arbeit meiner Mannschaft“, sagte er. Gleichzeitig klang bei ihm auch mit, dass die Aufgaben eher schwieriger als leichter werden. „Wenn du oben in der Tabelle bist, stellen sich die Gegner auf dich ein. Gegen tief stehende Mannschaften Lösungen zu finden, ist immer schwierig“, meinte der Coach. Umso zufriedener war er mit dem Auftritt und der Entwicklung seiner Elf. „Wir machen Woche für Woche Schritte in die richtige Richtung und sind im Moment sehr stark und schwer zu schlagen“, sagte Petrov. Nach so einem 1:0, das vor allem über Geduld, Disziplin und einen Standard entschieden wurde, dürfte dieser Satz in Weißenkirchen gerne gehört worden sein.