Spielberichte

„In der ersten Halbzeit haben wir alles vermissen lassen“ – Hainfeld nimmt aus Gmünd nach spätem 2:2 noch einen Punkt mit

SC Gmünd
SC Hainfeld

In der 2. Landesliga West haben sich SC Gmünd und SC Hainfeld mit 2:2 getrennt. Aus Sicht von Hainfeld-Trainer Deni Luif war es ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Hälften. Vor der Pause hatte Gmünd klar mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel kam Hainfeld deutlich besser hinein und rettete sich durch den späten Ausgleich noch zu einem Punkt, den Luif am Ende als verdient einstufte.

Fußballspieler mit weißen Stutzen, in die Löcher geschnitten sind

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Gmünd war vor der Pause klar tonangebend

Für Luif gab es an der Einordnung der ersten 45 Minuten nichts zu deuteln. „In der ersten Halbzeit waren wir klar unterlegen“, sagte der Hainfeld-Coach und wurde in seiner Analyse sehr deutlich. Gmünd habe die Partie „super über die Seiten aufgezogen“ und die Flügel konsequent bespielt, während seine Mannschaft kaum Zugriff bekam. „Wir waren weit weg vom Mann. Wir haben eigentlich alles in der ersten Halbzeit vermissen lassen, was uns stark macht“, so Luif. Dass es zur Pause nur 1:0 stand, war aus seiner Sicht sogar noch schmeichelhaft. Den Führungstreffer erzielte Simon Premm bereits in der 19. Minute. Auch dabei sah Luif eine besondere Entstehung, weil der Wind den Ball seiner Meinung nach zusätzlich verlängert habe. Viel wichtiger war für ihn aber das Gesamtbild: Gmünd war laufstark, spielfreudig und hätte „zwei, drei Tore mehr schießen können“.

Nach der Pause kam Hainfeld zurück, Gmünd legte dennoch noch einmal vor

Direkt nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild spürbar. Hainfeld glich in der 49. Minute durch Elvis Bozicevic zum 1:1 aus und fand laut Luif nun endlich in die eigene Spielweise. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann einfach unseren Fußball gespielt, so wie wir ihn gewohnt sind“, erklärte er. Seine Mannschaft habe nun mehr Möglichkeiten gehabt, in die Tiefe zu spielen und auch selbst über die Flügel zu kommen. Trotzdem ging Gmünd in der 66. Minute erneut in Führung, diesmal durch Martin Sladky. Gerade dieses 2:1 war für Luif ein Knackpunkt, weil er in dieser Szene ein Abseits gesehen haben wollte. „Das war schon spielentscheidend“, sagte er dazu. Gleichzeitig betonte der Hainfeld-Trainer aber auch, dass seine Elf danach dranblieb. Aus seiner Sicht lag das Heft nun bei den Gästen, die in dieser Phase mehrere Möglichkeiten auf das 2:2 vorfanden.

Kilian Bosch trifft spät, Luif spricht von gerechter Punkteteilung

Belohnt wurde Hainfeld schließlich erst in der Nachspielzeit. Nach einem Eckball erzielte Kilian Bosch in der 91. Minute das 2:2 und sicherte seiner Mannschaft damit noch einen Zähler. Für Luif passte dieser späte Treffer zum zweiten Durchgang, in dem er sein Team klar verbessert sah. „Wir haben uns den Punkt hart erkämpft“, sagte der Trainer und hob dabei vor allem die Moral hervor. Dass seine Mannschaft nach der schwachen ersten Hälfte noch einmal zurückkam, imponierte ihm sichtbar. Gleichzeitig blieb er in seiner Gesamtbewertung sachlich. „Vielleicht haben drei, vier Minuten mehr gefehlt, dass wir das Spiel noch zu unseren Gunsten drehen“, meinte Luif, schob aber sofort nach: „Ansonsten war es am Schluss eine gerechte Punkteteilung.“ Für Hainfeld geht es damit mit einem späten Punktgewinn weiter, während Gmünd nach einer starken ersten Hälfte am Ende nur ein Remis bleibt.

2. Landesliga West: SC Gmünd : Hainfeld - 2:2 (1:0)

  • 91
    Kilian Bosch 2:2
  • 66
    Martin Sladky 2:1
  • 49
    Elvis Bozicevic 1:1
  • 19
    Simon Premm 1:0