Spielberichte

„Wir hätten einfach mehr investieren müssen“ – Absdorf musste gegen Gmünd mit dem 0:0 leben

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SV Absdorf
SC Gmünd

In der 2. Landesliga West kam der SV Absdorf gegen den SC Gmünd am Freitagabend nicht über ein 0:0 hinaus. Es war eine Partie, in der auf beiden Seiten viel Nervosität zu spüren war und in der kaum Spielfluss aufkam. Mario Krumpöck sprach danach von einem enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft, betonte aber auch, dass Absdorf nach der Pause näher am Sieg dran war und mit dem Punkt am Ende dennoch leben müsse.

Fünf Bälle in Gelb/Violett auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vor der Pause lief bei Absdorf fast nichts zusammen

Krumpöck machte nach dem Schlusspfiff keinen Versuch, den Auftritt seiner Mannschaft schöner zu reden. „Es war ein sehr zerfahrenes und kein gutes Spiel. Man hat beiden Mannschaften sehr viel Nervosität angemerkt“, sagte der Sektionsleiter. Vor allem mit dem, was seine Mannschaft vor der Pause zeigte, war er überhaupt nicht einverstanden. „Die erste Halbzeit von uns war indiskutabel. Das war unser schlechtestes Saisonspiel in dieser ersten Hälfte.“ Zur Pause stand es 0:0, und genau dieses Ergebnis passte zu einer Begegnung, in der beide Teams verunsichert wirkten und nur schwer in einen brauchbaren Rhythmus fanden. Erst nach dem Seitenwechsel kam Absdorf laut Krumpöck besser hinein und wirkte deutlich präsenter.

Simon Gartner hatte zweimal das 1:0 am Fuß

Mit der zweiten Hälfte konnte Absdorf wesentlich mehr anfangen, auch wenn der entscheidende Treffer ausblieb. Krumpöck sah seine Mannschaft nach der Pause „klar besser“ und verwies vor allem auf zwei große Möglichkeiten von Simon Gartner. Zunächst kam Gartner nach einem Rückpass von Miran Dzelili zum Abschluss, setzte den Ball aber über das Tor. Später tankte sich der Offensivspieler stark durch, wollte dann allerdings noch querlegen, anstatt selbst abzuschließen. „Das wäre eigentlich auch die Riesenmöglichkeit zum 1:0 für uns gewesen“, sagte Krumpöck. Gerade aus diesen beiden Szenen sprach für ihn auch die Geschichte des Spiels: Absdorf steigerte sich zwar nach der Pause, belohnte sich aber nicht.

Guttmann rettete in der Schlussphase den Punkt

Weil die Absdorfer ihre besten Momente nicht nutzten, blieb die Partie bis in die letzten Minuten offen. Und dort musste die Heimelf noch einmal tief durchatmen. Gmünd kam laut Krumpöck in den letzten drei bis vier Minuten selbst noch zu zwei richtig guten Möglichkeiten, die das torlose Remis beinahe noch gekippt hätten. Dass es nicht so kam, lag aus Absdorfer Sicht vor allem an David Guttmann. „Unser Torhüter Guttmann hat beide Male super pariert und war zur Stelle“, sagte Krumpöck. Genau diese Schlussphase war dann auch der Grund, warum sich der Frust über die ausgelassenen Chancen mit einer gewissen Erleichterung mischte. „Am Ende des Tages müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“, meinte er deshalb recht nüchtern.

Krumpöck fordert mehr Mut, mehr Tempo und mehr Einsatz

Am deutlichsten wurde der Sektionsleiter in seiner Analyse der eigenen Leistung. Ihm fehlten „Aggressivität“, „Spritzigkeit“ und auch die nötige Laufbereitschaft. Dazu sei seine Mannschaft nicht so kombinationsstark gewesen wie in den vergangenen Wochen. „Wir hätten einfach noch mehr investieren, mehr Risiko nehmen, mutiger auftreten und vor allem schneller und direkter spielen müssen“, sagte Krumpöck. Dass auch beim Gegner Verunsicherung zu sehen war, machte die Partie für ihn nicht besser. Gmünd stecke ebenso in einer Krise, und genau deshalb sei kein ansehnliches Spiel zustande gekommen. Immerhin hatte er an der Leistung des Schiedsrichters nichts auszusetzen: „Das war eine solide, gute Leistung.“ Für Absdorf geht es nun darum, diesen Auftritt rasch abzuhaken und nächste Woche wieder jenes Niveau zu erreichen, das Krumpöck vor allem im Heimspiel gegen Waidhofen/Ybbs gesehen hatte.