In der 2. Landesliga West hat SC Hainfeld am Samstag SC Rathauskeller Melk mit 4:1 bezwungen und dabei von Beginn an den Ton angegeben. Trainer Deni Luif sah einen Auftritt, in dem seine Mannschaft den Matchplan „zum Punkt“ umsetzte, früh störte und den Gästen kaum Zugriff erlaubte. Vor allem die aggressive Arbeit gegen den Ball und die Effizienz vor dem Tor machten den Unterschied und sorgten für einen Heimsieg, der aus Sicht des Hainfelder Trainers auch in dieser Höhe in Ordnung ging.

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Schon der Beginn lief ganz nach den Vorstellungen der Gastgeber. „Wir haben den Matchplan zum Punkt gesetzt, früh attackiert und Melk eigentlich nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte Luif nach dem Schlusspfiff. Dieses Bild zeigte sich auch auf der Anzeigetafel. In der 9. Minute brachte Elvis Bozicevic Hainfeld mit 1:0 in Führung. Luif schilderte die Entstehung so, dass eine Hereingabe aus dem Halbraum über Tatul Sarikyan bei Bozicevic landete, der dann einschoss. Auch danach blieb Hainfeld das aktivere Team und legte in der 26. Minute nach, als Marcel Varsanyi einen Fehler im Melker Aufbau ausnutzte, schnell schaltete, seinen Gegenspieler mit einem Übersteiger stehen ließ und zum 2:0 ins lange Eck traf. Melk kam durch Christoph Schmidinger in der 30. Minute zwar auf 2:1 heran, doch auch dieser Treffer änderte laut Luif nichts am grundsätzlichen Eindruck. „In keiner Spielphase war das Gefühl da, dass wir an dem Tag verlieren könnten“, meinte der Hainfeld-Coach. Noch vor der Pause stellte seine Mannschaft den alten Abstand wieder her. Nach einem Einwurf wurde Bozicevic im Strafraum gefoult, trat selbst an und verwandelte in der 36. Minute zum 3:1-Halbzeitstand.
Für Luif lag der entscheidende Unterschied nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Art, wie seine Mannschaft das Spiel anging. „Wir waren im Gegensatz zu Melk viel aggressiver und viel spritziger. Man hat gemerkt, die Mannschaft wollte den Sieg unbedingt haben“, sagte der Trainer. Hainfeld presste hoch, arbeitete konsequent gegen den Ball und suchte nach Ballgewinnen immer wieder den Weg tief hinter die Abwehr. Genau das war laut Luif vorgegeben. „Die Burschen waren bissiger, aggressiver, lauffreudiger und sie haben den Matchplan konsequent umgesetzt, dass wir tief auf die Spitze spielen, die Abwehr beschäftigen und bei Ballverlust sofort ins Gegenpressing gehen.“ Auch gegen den Aufbau der Gäste ging der Plan auf. Melk wolle hinten sauber aufbauen, erklärte Luif, doch Hainfeld habe dieses Spiel früh gestört. Dazu kam, dass die Zielspieler der Gäste, allen voran Karim Sallam, so gut wie möglich aus dem Spiel genommen wurden. „Wir haben ihre Zielspieler so gut wie möglich isoliert“, sagte Luif. Dass Melk am Ende nur ein Tor erzielte, passte zu dieser Einschätzung. „Wir haben hinten bis auf das eine Tor nichts zugelassen“, bilanzierte der Trainer, der zudem die Tiefe im Kader hervorhob: „Wir haben eine super Ersatzbank mit Spielern, die noch einmal Druck bringen.“
Nach dem Seitenwechsel blieb Hainfeld über weite Strecken in Kontrolle, auch wenn Luif einräumte, dass das intensive Spiel seinen Preis hatte. „Ab der 70. Minute hat man schon gemerkt, dass das Tempo wegen der Müdigkeit ein bisschen runtergegangen ist, was bei der Intensität aber verständlich ist“, sagte er. Entscheidend war, dass seine Mannschaft vorher schon den vierten Treffer nachlegte. In der 63. Minute machte Elvis Bozicevic mit seinem dritten Tor an diesem Nachmittag das 4:1, laut Luif „eiskalt“ über die Innenstange. Dass der Sieg sogar noch höher hätte ausfallen können, verschwieg der Hainfeld-Coach nicht. „Wir haben noch einige Chancen auf mehr Tore sitzen lassen“, meinte er, stellte aber klar, dass das Gesamtbild für ihn eindeutig war: „Melk hat eigentlich keinen Zugriff aufs Spiel und keine nennenswerten Torchancen gehabt.“ Auch sonst blieb es ruhig, denn der Trainer sah „keine strittigen Situationen“. Zum Schluss richtete Luif den Blick bereits auf die nächste Aufgabe und nahm dabei auch die Unterstützung von außen mit. „Wir finden es echt super, dass wieder so viele Zuschauer dabei gewesen sind“, sagte er. In der kommenden Woche wartet nun das Derby in Lilienfeld. Luif kündigte an, den Gegner genau zu analysieren, und sagte zugleich offen: „Wir werden alles daransetzen, dass wir dort punkten.“