Spielberichte

Frühe Führung und vier Torschützen bei Hainfeld: "Wir waren vor dem Tor sehr abgebrüht"

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SC Hainfeld
USV Langenlois

In der 2. Landesliga West hat SC Hainfeld am Samstag gegen USV Langenlois mit 4:1 gewonnen und dabei vor allem mit Effizienz überzeugt. Deni Luif sah seine Mannschaft früh auf Kurs, in der Defensive lange stabil und nach einer kurzen heiklen Phase nach der Pause wieder klar im Griff. Der Hainfeld-Trainer brachte es mit Blick auf weite Strecken der Partie knapp auf den Punkt: "Wir waren vor dem Tor sehr abgebrüht und haben hinten nichts zugelassen."

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Start nach Maß und klare Idee im Zentrum

Für Hainfeld begann die Partie ideal. Schon in der 1. Minute brachte Miodrag Jovanovic die Gastgeber in Führung, und genau dieser frühe Treffer passte laut Luif perfekt zum Plan. "Wir sind ziemlich schnell in Führung gegangen. Das hat uns natürlich gutgetan und Langenlois ein bisschen aus dem Konzept gebracht", sagte der Trainer. Auch die Entstehung gefiel ihm: "Das erste Tor war brutal gut herausgespielt, gleich in der ersten Minute über die Seite." Danach blieb Hainfeld bei der Linie, die Luif vorgegeben hatte. Er wusste um die Qualität der Gäste im Zentrum und wollte genau dort den Hebel ansetzen. "Wir haben um ihre Stärke gewusst, dass sie im Zentrum sehr gute Spieler haben. Wir haben ihnen die Mitte so gut wie möglich isoliert", erklärte er. Weil das über weite Strecken gelang, legten die Hainfelder in der 17. Minute durch Mario Gronister das 2:0 nach und nahmen diesen Vorsprung auch mit in die Pause.

Nach der Pause kurz unsauber, dann folgt die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel wurde es aber nicht sofort so ruhig, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Luif sprach offen an, dass seine Mannschaft die ersten Minuten nach Wiederbeginn überhaupt nicht sauber gespielt habe. "Wir haben die ersten zehn Minuten komplett den Faden verloren", sagte er, und fand dafür klare Worte: "Wir haben Harakiri gespielt in der eigenen Verteidigung." Langenlois kam in dieser Phase besser hinein, suchte laut Luif weiterhin oft den Weg über lange Bälle und die Seiten, schlug daraus aber kein Kapital. Hainfeld fing sich wieder, blieb danach in den Umschaltmomenten gefährlich und machte die Partie mit zwei schnellen Treffern praktisch zu. Elvis Bozicevic erhöhte in der 68. Minute auf 3:0, Stefan Prinz legte nur zwei Minuten später das 4:0 nach. Erst ganz zum Schluss verkürzte Pascal Sagmeister noch auf 1:4.

Klare Worte trotz 4:1: Luif sucht weiter nach Details

Trotz des deutlichen Heimsiegs war beim Hainfeld-Coach keine Spur von Selbstzufriedenheit zu hören. Er lobte die Effizienz, die vielen Abschlüsse und die Art, wie seine Mannschaft den Gegner immer wieder vor Probleme stellte, blieb in der Analyse aber bewusst streng. "Wir erarbeiten uns wirklich viele Chancen und sind vom Spielerischen her schon sehr, sehr gut geworden", sagte Luif. Gleichzeitig vermisste er auf dem Platz mehr Lautstärke und klarere Kommandos. "Mir hat die Kommunikation gefehlt. Es war zu leise am Platz", meinte er. Dazu kamen für ihn unnötige Risiken im Spielaufbau. "Wir haben hinten ein paar Mal sehr gefährliche Pässe gespielt, was komplett unnötig gewesen ist." Auch bei der Diagonalität auf die Seiten und bei der Ballsicherung sah er noch Punkte, die seine Mannschaft besser lösen muss. Gerade weil seine Mannschaft so viel richtig macht, will Luif diese Dinge rasch abstellen.

Vier Schützen, breite Gefahr und Rückenwind für die nächsten Aufgaben

Ein wichtiger Punkt war für Luif auch, dass sich der Hainfelder Erfolg nicht auf einen einzelnen Namen reduzieren ließ. Mit Jovanovic, Gronister, Elvis Bozicevic und Prinz trafen vier verschiedene Spieler, und genau das wollte der Trainer ausdrücklich herausstreichen. "Wichtig ist, dass unterschiedliche Spieler getroffen haben. Das zeigt, dass nicht nur von einem Spieler das Toreschießen abhängig ist, sondern dass das Kollektiv fähig ist, Tore zu schießen", sagte er. Besonders freute ihn, dass auch Gronister und Prinz auf der Torschützenliste standen, weil das "wichtig für die Moral" sei. Mit dem 4:1 hält sich Hainfeld nach Runde zwölf im oberen Tabellenbereich und bleibt Vierter der 2. Landesliga West. Luif machte aber auch klar, dass er mehr will: "Ich bin sehr selbstkritisch und ich möchte das Beste aus meinem Team rausholen."

2. Landesliga West: Hainfeld : Langenlois - 4:1 (2:0)

  • 90
    Pascal Sagmeister 4:1
  • 70
    Stefan Prinz 4:0
  • 68
    Elvis Bozicevic 3:0
  • 17
    Mario Gronister 2:0
  • 1
    Miodrag Jovanovic 1:0