Spielberichte

„Das einzige Manko war die Chancenauswertung“ – Weißenkirchen verliert trotz Übergewicht 1:2

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Waidhofen/Thaya
SC Weißenkirchen

In der 2. Landesliga West musste sich der SC Weißenkirchen am Freitagabend beim SV Waidhofen/Thaya mit 1:2 geschlagen geben. Aus Sicht von Weißenkirchen-Trainer Manuel Fellner war das Ergebnis vor allem deshalb bitter, weil seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, die vielen Möglichkeiten aber nicht nutzte. Waidhofen machte es dagegen einfacher und effizienter, traf zweimal vor der Pause und brachte sich damit in eine komfortable Lage.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Frühe Dominanz ohne Ertrag

Dass der Abend aus Sicht der Gäste so unglücklich verlief, lag für Fellner nicht an einem schwachen Auftritt seiner Mannschaft, sondern an der fehlenden Konsequenz vor dem Tor. „Die Anfangsminuten waren spielbestimmend für uns. Einige hundertprozentige Torchancen haben wir nicht genutzt“, sagte der Trainer. Genau in dieser Phase fiel aber in Minute 14 der erste Rückschlag. Waidhofen nutzte einen Konter, Robin Spielhofer brachte die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Für Fellner war das der Moment, der dem Spiel eine klare Richtung gab. „Durch das 1:0 konnten sie sich zurückziehen und fokussieren. Das haben sie sehr gut gemacht“, meinte er und verwies damit auf jenen Knackpunkt, der seine Mannschaft danach ständig einem Rückstand hinterherlaufen ließ.

Vor der Pause wird der Rückstand noch größer

Für Weißenkirchen wurde die Lage vor der Pause noch schwieriger, obwohl Fellner seine Mannschaft weiterhin als das aktivere Team sah. In der 35. Minute erhöhte Marcel Rogner auf 2:0, nachdem Waidhofen laut dem Gästetrainer nach einem Eckball erneut Kapital aus einer Szene zog. „In der Hintermannschaft ist uns ein Fehler passiert, dadurch war es 2:0“, sagte Fellner über den zweiten Treffer. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen, und genau das machte den Spielverlauf aus Sicht der Gäste so unerquicklich: Viel Aufwand, viele gute Ansätze und dennoch ein Zwei-Tore-Rückstand. Aus Weißenkirchner Sicht passte das Ergebnis zu diesem Zeitpunkt nicht zum gesamten Auftreten, sehr wohl aber zur Chancenverwertung.

Später Anschluss, klares Urteil des Trainers

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich laut Fellner am grundsätzlichen Bild wenig. „Die restliche Spielzeit war Weißenkirchen klar spielbestimmend“, sagte er und hielt damit an seiner Einordnung fest, dass seine Mannschaft über weite Strecken das aktivere Team war. Allein vor dem Tor fehlte weiter die Belohnung. Erst in der Nachspielzeit gelang noch der Anschluss, als Michael Menhart mit einem Weitschuss zum 2:1 traf. Fellner bezeichnete den Treffer als schön herausgespielt beziehungsweise schön abgeschlossen, an der Niederlage änderte das aber nichts mehr. Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften fasste er deshalb sehr knapp zusammen: „Chancenauswertung.“ Mehr musste aus seiner Sicht zu diesem Abend fast gar nicht gesagt werden.

Lob trotz Niederlage und ein klarer Blick auf das Wesentliche

Trotz des Ergebnisses wollte Fellner den Auftritt seiner Mannschaft nicht kleinreden. „Grundsätzlich war das einzige Manko die Torschussauswertung. Mit dem Spiel sind wir sehr zufrieden“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er in seinem Schlusswort: „Ich möchte unserer Mannschaft ein Lob aussprechen. Wir haben sehr gut gespielt.“ In der Tabelle bleibt Weißenkirchen nach Runde 14 bei 22 Punkten auf Rang sieben, während Waidhofen mit 26 Zählern auf Platz fünf steht. Für die Gäste bleibt damit vor allem das Gefühl, sich für einen engagierten und über weite Strecken guten Auftritt nicht belohnt zu haben.

2. Landesliga West: Waidhofen : Weißenkirchen - 2:1 (2:0)

  • 93
    Michael Menhart 2:1
  • 35
    Marcel Rogner 2:0
  • 14
    Robin Spielhofer 1:0