In der 2. Landesliga West hat SG Großweikersdorf/Wiesendorf das Heimspiel gegen SG Annaberg/SC PREFA Lilienfeld mit 1:3 verloren. Trainer Günther Svarc brachte die Niederlage nach dem Schlusspfiff auf einen einfachen Nenner: "Wir haben auf neunzig Minuten gesehen zu wenig gemacht." Nach schwachem Beginn lag seine Mannschaft schon 0:2 zurück, kam durch einen Elfmeter noch vor der Pause heran, ließ den möglichen Ausgleich später aber liegen.

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Aus Sicht des Trainers begann die Partie genau so, wie man sie zu Hause vermeiden will. Großweikersdorf/Wiesendorf fand kaum in die Zweikämpfe, hatte keinen Zugriff und ließ den Gästen zu viel Raum. "Wir sind sehr schlecht in die Partie gestartet und haben nicht wirklich Zugriff auf den Gegner gehabt", sagte Svarc. Dass Annaberg/Lilienfeld nach 16 Minuten durch Piotr Pawlowski und in der 31. Minute durch Islam Hikal mit 2:0 führte, bezeichnete er deshalb auch als verdient. Besonders ärgerlich war für ihn dabei nicht nur der Rückstand an sich, sondern die Art und Weise, wie er zustande kam. "Bei den Gegentoren waren wir sehr passiv, da war viel Slapstick dabei", meinte der Trainer und machte damit klar, dass es seine Mannschaft den Gästen zu viel zu leicht gemacht habe.
Trotz des klaren Rückstands kam die Heimelf noch vor der Pause zurück ins Spiel. Mit einer guten Aktion holte Großweikersdorf/Wiesendorf einen Elfmeter heraus, David Milic verkürzte in der 38. Minute auf 1:2 und sorgte damit dafür, dass die Partie zur Halbzeit noch offen war. Nach dem Seitenwechsel bot sich dann die große Chance auf den Ausgleich. Genau diese Möglichkeit blieb jedoch ungenutzt, und das wog schwer. Svarc schilderte diese Phase als besonders bitter, weil seine Mannschaft damit die Tür zum 2:2 offen hatte, aber nicht hindurchging. Stattdessen erzielte Ryan Nzogang in Minute 58 das 1:3, womit die Gäste den kurzen Hoffnungsschimmer der Gastgeber schnell wieder eindämmten.
Für Svarc lag der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften nicht in einer einzigen Szene, sondern im Gesamtbild über die volle Spielzeit. "Der Gegner hat es sicher besser gemacht, war kompakter und körperlich robuster als wir", sagte der Trainer. Dazu kam aus seiner Sicht die größere Entschlossenheit der Gäste. "Der Gegner wollte diesen Sieg mehr als meine Mannschaft", formulierte er deutlich. Annaberg/Lilienfeld sei engagierter und aggressiver gewesen und habe in allen Bereichen den entschlosseneren Eindruck hinterlassen. Gleichzeitig nahm Svarc seine eigene Mannschaft nicht aus der Verantwortung. Es sei in dieser Woche nicht gelungen, so aufzutreten, wie er sich das vorgestellt habe, nämlich kompakt und fehlerfrei. Genau deshalb passte das Endergebnis für ihn auch zum Verlauf dieses Abends.
Diskussionen über den Unparteiischen oder andere Nebenschauplätze wollte Svarc nach dem Schlusspfiff ausdrücklich nicht aufkommen lassen. "Der Schiedsrichter war fehlerfrei. Es gab nichts wirklich zu bekritteln", sagte er über eine Partie, die insgesamt fair geblieben sei. Damit rückte der Trainer den Fokus ganz bewusst auf die eigene Leistung und auf das, was seiner Mannschaft in diesem Spiel gefehlt hat. Für Großweikersdorf/Wiesendorf ist die Niederlage in Runde 14 ein weiterer Rückschlag, die Ausgangslage mit fünf Punkten bleibt unangenehm. Aus den Aussagen des Trainers war klar herauszuhören, wo die Mannschaft ansetzen muss: mehr Zugriff auf den Gegner, mehr Kompaktheit, weniger einfache Fehler und in den entscheidenden Momenten mehr Konsequenz. Nur dann wird es gelingen, solche Spiele wieder enger zu halten und Punkte mitzunehmen.