In der 2. Landesliga West hat der SC Hainfeld den SG Haitzendorf/Grafenwörth mit 3:1 geschlagen und damit dem Tabellenführer empfindlich zugesetzt. Trainer Deni Luif sah den Ausschlag in einer sehr disziplinierten Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen getroffen, die Tore gemacht und waren sehr konsequent“, sagte er nach einem Spiel, in dem Hainfeld früh vorlegte und den Druck der Gäste nach der Pause wegverteidigte.

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Der Einstieg lief für die Gastgeber genau nach Wunsch. Schon in der 7. Minute brachte Mario Gronister Hainfeld mit 1:0 in Führung. Luif sprach von einem guten Ball und einem sauber ausgespielten Konter, den seine Mannschaft mit viel Tempo zu Ende brachte. Dieses frühe Tor gab Hainfeld Sicherheit, obwohl der Trainer ausdrücklich betonte, dass Haitzendorf die Partie alles andere als leicht machte. „Man muss ein bisschen demütig sein. Haitzendorf hat in der ersten Halbzeit gute Chancen gehabt und ein super Gegenpressing gezeigt“, sagte Luif. Umso wertvoller war für ihn das 2:0 in der 28. Minute, als Elvis Bozicevic nach einem gut durchgesteckten Ball traf. Mit dieser Führung ging Hainfeld in die Pause, und aus Sicht des Trainers war das vor allem deshalb wichtig, weil seine Mannschaft in den entscheidenden Situationen konsequent blieb und ihre Möglichkeiten verwertete.
Nach der Pause wurde die Aufgabe für die Heimelf nicht leichter, eher im Gegenteil. Luif schilderte, dass Haitzendorf das Tempo deutlich anhob, mit drei oder vier Angreifern in der letzten Linie stand und immer wieder diagonal in die Tiefe spielte. Die Gäste waren in dieser Phase spielbestimmend, doch Hainfeld erzielte genau im richtigen Moment den nächsten Treffer. In der 53. Minute stellte erneut Mario Gronister auf 3:0, und genau dieser Treffer brachte Luif etwas Ruhe. „Nach dem 3:0 war ich eher beruhigt, obwohl der Druck enorm war“, sagte der Hainfelder Trainer. Ganz ohne Makel blieb der Auftritt zwar nicht, denn in der 66. Minute kam Haitzendorf durch Michael Wildpert auf 3:1 heran. Luif führte das klar auf einen Stellungsfehler zurück. „Wir haben in dieser Situation nicht mannorientiert verteidigt, da war das Stellungsspiel nicht ideal“, erklärte er. Mehr ließ Hainfeld laut seinem Trainer aber kaum zu. „Wir haben hinten de facto nichts zugelassen. Die Verteidigung war sattelfest“, sagte Luif, der auch meinte, dass seine Mannschaft bei Kontern sogar noch das eine oder andere Tor mehr hätte machen können.
Besonders zufrieden war Luif mit der Art, wie seine Mannschaft die Vorgaben umgesetzt hat. Dieses Lob war ihm ausdrücklich wichtig, und genau darin lag für ihn einer der Hauptgründe für den Sieg. „Die Mannschaft hat sich an den Matchplan gehalten“, betonte der Hainfeld-Coach mehrfach. Er hob hervor, dass seine Elf gute Lösungen gegen das Pressing des Gegners fand, die Zielspieler der Gäste um Rudolf Pirkner weitgehend aus dem Spiel nahm und auch die gefährlichen Diagonalbälle gut verteidigte. „Wir waren vorbereitet, wenn diese Bälle in die Tiefe oder die Stanglpässe gekommen sind“, sagte Luif. Dazu kam aus seiner Sicht die aktuelle Stärke vor dem Tor. „Wir brauchen nicht viele Torchancen und sind im Moment sehr kaltschnäuzig“, meinte er. Entsprechend groß fiel sein Lob für die gesamte Vorstellung aus: „Hut ab vor der Mannschaftsleistung. Das war wirklich überragend.“ Auch mit dem Unparteiischen war Luif zufrieden und sprach von einer „überragenden“ Leistung in einem harten und laufintensiven Spiel. Viel Zeit, den Erfolg auszukosten, bleibt aber nicht. Der Blick geht bereits weiter: „Wir müssen jetzt auf das nächste Spiel gegen Würmla schauen und wieder hundert Prozent da sein.“