Ein Start nach Maß für die Gäste, ein starker Turnaround der Hausherren: In der Bezirksklasse Weinviertel drehte der FC Kreuzstetten gegen den SC Hohenruppersdorf ein 0:1 zur Pause in ein klares 5:1. Sektionsleiter Erich Brim sprach von konditioneller Überlegenheit und hob Dreifach-Torschütze Philipp Gröger hervor. Der Ausgleich per Freistoß war der Knackpunkt, danach nutzte Kreuzstetten die Chancen eiskalt. Hohenruppersdorf ging früh in Führung, doch nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber zu, blieben am Drücker und spielten den Sieg konsequent nach Hause.

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Die Partie begann mit einem Dämpfer für Kreuzstetten: Bereits in der 6. Minute traf Markus Uhrmacher für Hohenruppersdorf zum 0:1. Der frühe Rückstand prägte den gesamten ersten Durchgang, die Hausherren fanden im letzten Drittel kaum Lösungen. Sektionsleiter Erich Brim hielt nicht hinterm Berg: „Erste Halbzeit haben wir uns schwergetan. Nach einem unnötigen Gegentreffer haben wir wenig Chancen rausgespielt und waren auch wenig zwingend vorm Tor.“ Viel lief über Engagement, doch zwingende Möglichkeiten blieben rar, Hohenruppersdorf verteidigte das Ergebnis diszipliniert und nahm das 0:1 mit in die Pause. Kreuzstetten hatte mehr Ballbesitzphasen, ohne wirklich gefährlich zu werden. So stand zur Halbzeit ein ernüchterndes 0:1 auf der Anzeigetafel und es brauchte einen Impuls, um das Ding zu drehen.
Dieser Impuls kam kurz nach Wiederbeginn – und wie. In der 53. Minute nagelte Philipp Gröger einen Freistoß zum 1:1 ins Netz. Brim ging ins Detail: „Der Freistoß war aus rund 20 Metern, er hat genau ins linke Eck gepasst.“ Der Ausgleich setzte sichtbar Energie frei. Nur eine Minute später stellte Felix Andreas Groß auf 2:1, Kreuzstetten hatte die Partie in Windeseile gedreht. Hohenruppersdorf wirkte nun angezählt, während die Gastgeber weiter nachlegten: In der 59. Minute besorgte erneut Gröger das 3:1. „Der entscheidende Moment war der Freistoß zum 1:1 von Philipp Gröger. Er war der Mann des Spiels mit seinen drei Toren. Ab diesem Zeitpunkt waren wir physisch, psychisch und konditionell dem Gegner komplett überlegen“, betonte Brim. Kreuzstetten lief jetzt vorne konsequent an, ließ den Ball laufen und blieb in den Aktionen klarer.
Im Schlussdrittel spielten die Hausherren ihre Vorteile aus und machten den Deckel drauf. Philipp Gröger schnürte in der 76. Minute den Hattrick zum 4:1, in der 88. Minute legte Felix Andreas Groß mit seinem zweiten Treffer zum 5:1 nach. „Natürlich gibt es immer Verbesserungspotenzial, vor allem bei der Chancenverwertung. In der zweiten Halbzeit hat das aber exzellent funktioniert. Am Ende war es ein überlegener Sieg“, sagte Brim. Zum Gegner fand er klare Worte: „Der Gegner hat eine eher ältere Mannschaft und war uns konditionell unterlegen. Wir konnten unsere physische Stärke ausspielen.“ Strittige Szenen? Fehlanzeige. „Im Nachhinein spiegelt das Ergebnis die Deutlichkeit wider. Es war ganz klar“, so der Sektionsleiter. In der Tabelle ist das ohnehin ersichtlich: Kreuzstetten steht aktuell auf Rang zwei, Hohenruppersdorf auf neun.
Der Spielverlauf erzählte die Geschichte eines Spiels mit zwei Gesichtern: vor der Pause zäh, danach zielstrebig und laufstark. Dass die Partie kippte, führte Erich Brim mehrfach auf die Physis zurück: „Der entscheidende Unterschied lag ganz klar in unserer konditionellen Überlegenheit.“ Gleichzeitig bleibt der Anspruch hoch, an Feinheiten zu arbeiten. „Verbesserungspotenzial gibt es immer, vor allem bei der Chancenverwertung“, meinte er, schob aber nach, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich „alle Chancen rausgespielt“ und konsequent verwertet habe.