Spielberichte

Wolfgang Meier (Trainer SG Hüttendorf/Paasdorf): "Das Unentschieden geht in Ordnung"

Haringsee II
Hüttendorf/Paasdorf

In der Bezirksklasse Weinviertel trennten sich Haringsee II und SG Hüttendorf/Paasdorf mit 1:1. Die Gäste lagen schnell vorn, kassierten aber noch vor der Pause den Ausgleich. Trainer Wolfgang Meier sprach von großer Hitze und vielen ausgelassenen Möglichkeiten – am Ende akzeptierte er den Punkt: „Das Unentschieden geht in Ordnung.“ Für Hüttendorf/Paasdorf bleibt es dennoch ein Ergebnis mit Beigeschmack, weil die Chancen auf einen Auswärtssieg da waren, aber nicht genutzt wurden, während Haringsee II den Zähler mit viel Einsatz über die Zeit brachte.

Ball liegt bei der Eckfahne - leeres Spielfeld

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Früher Jubel, später der Dämpfer

Das Spiel startete für Hüttendorf/Paasdorf nach Maß: Bereits in Minute 3 stellte Tobias Eckner auf 0:1 und gab der Partie früh eine Richtung. Trotzdem fehlte den Gästen der zweite Treffer. „Bei sehr heißen Temperaturen sind zwei Mannschaften aufeinandergetroffen, die beide keine Lust hatten zu laufen“, ordnete Wolfgang Meier ein. Seine Elf hatte noch vor der Pause gleich mehrere gute Möglichkeiten, um nachzulegen. Meier wurde deutlich: „Wir sind dreimal alleine auf den Tormann zugelaufen und haben das 2:0 nicht gemacht.“ Das rächte sich kurz vor der Pause: In der 42. Minute glich Marvin Brantner für Haringsee II zum 1:1 aus, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.

„Wir haben vermehrt Torchancen vergeben“ – Meiers klare Analyse

Nach dem Seitenwechsel blieb es ein zähes Ringen ohne große Höhepunkte, weil die Gäste ihre Linie im letzten Drittel nicht fanden und Haringsee II konsequent dagegenhielt. Meier sparte nicht mit Selbstkritik: „Wir haben vermehrt Torchancen vergeben.“ Mehrfach betonte er, woran es hakte: „Wir waren nicht in der Lage, den Ball ins Tor zu schießen. Wenn man keine Tore schießt, kann man keine Spiele gewinnen.“ Insgesamt war er unzufrieden mit dem Auftritt: „In Summe bin ich sehr enttäuscht über die Leistung. Das spiegelt nicht das wider, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben.“ Zum Gegner meinte er nur knapp, Haringsee suche viele Zweikämpfe und spiele körperbetont – der Fokus lag klar auf der eigenen Mannschaft.

Kader dünn, Hitze zermürbend – und der Trainer musste selbst ran

Ein Punkt, der die Sache zusätzlich erschwerte: die Personalsituation. „Traurigerweise waren wir kadermäßig nicht in bester Verfassung, einige Stammspieler haben gefehlt“, erklärte Meier. Am Ende griff er sogar selbst ein: „Zu guter Letzt musste ich mich selbst noch eintauschen – das sollte eigentlich nicht das Ziel sein.“ Dass die Leistung nicht passte, verband er auch mit der Vorbereitung: „Scheinbar hat der eine oder andere den 1. Mai zu lang gefeiert. Bei so heißen Temperaturen ist es dann unmöglich, eine Topleistung zu bringen.“ Deshalb wollte er nichts schönreden: „Heute war kein einziger Spieler in Top-Verfassung.“ Die Konsequenz daraus war ein Auswärtsauftritt, der viel Aufwand brachte, aber zu wenig Ertrag.

Schiri, Tabelle und der Blick nach vorn

Zur Leitung des Unparteiischen fand Meier sachliche Worte: „Die Schiedsrichterleistung hat sich dem angepasst, was beide Mannschaften gezeigt haben. Aber am Ergebnis ist der Schiedsrichter bei weitem nicht schuld.“ In der Tabelle hält Hüttendorf/Paasdorf nach diesem Remis bei 15 Punkten und rangiert auf Platz fünf, Haringsee II hält bei acht Zählern und bleibt auf Rang acht.

Der Trainer richtet den Fokus bereits auf die nächste Woche: „Wir werden das Spiel analysieren, uns im nächsten Training ehrlich die Meinung sagen und mit den Spielern reden.“ Gleichzeitig betonte er den Zusammenhalt: „Keiner steht auf der Anklagebank. Wir richten die Blicke nach vorn.“

Bezirksklasse Weinviertel: Haringsee II : Hüttendorf/Paasdorf - 1:1 (1:1)

  • 42
    Marvin Brantner 1:1
  • 3
    Tobias Eckner 0:1