In der Bezirksklasse Weinviertel hat SC Hohenruppersdorf im Heimspiel gegen USC Schletz mit 6:2 gewonnen und damit einen starken Gegner deutlich besiegt. Trainer Umut Akkaya führte den klaren Heimerfolg vor allem auf einen konsequent umgesetzten Matchplan und den großen Zusammenhalt seiner Mannschaft zurück. Nach einer ersten Hälfte mit Rückstand drehte Hohenruppersdorf noch die Partie.

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Die Partie entwickelte sich zunächst genau in jene Richtung, die sich die Gastgeber gewünscht hatten. Hohenruppersdorf ging in der 15. Minute durch Jo-Nico Cuncl mit 1:0 in Führung, bekam die Antwort aber prompt. Michael Jungbauer stellte in der 18. Minute auf 1:1, ehe Cedomir Tosic die Gäste nur drei Minuten später sogar mit 2:1 nach vorne brachte. Entscheidend für den weiteren Verlauf wurde dann die 26. Minute, als Schletz nach der Roten Karte gegen Metin Bilgin in Unterzahl weitermachen musste. Hohenruppersdorf nutzte diese Phase noch vor der Pause: Alexander Beismann glich in der 39. Minute aus, kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Cuncl ein zweites Mal zum 3:2. Nach dem Seitenwechsel legten Stefan Koczi in Minute 53 sowie zweimal Fatih Cetinkaya in Minute 58 und 72 nach und stellten damit den klaren 6:2-Heimsieg her.
Für Akkaya lag der Schlüssel aber nicht erst in den Toren oder in der Überzahl, sondern schon viel früher. „Wir hatten einen klaren Matchplan, den wir durchziehen wollten“, sagte der Trainer und betonte, dass seine Mannschaft vom Beginn weg genau an diesem Plan festgehalten habe. „Wir sind gut gestartet, wir waren mutig, sehr präsent“, erklärte er. Auch der zwischenzeitliche Rückstand brachte die Gastgeber laut Akkaya nicht von ihrer Linie ab. Zur Pause habe man sich nochmals vorgenommen, weiter mutig zu bleiben und den eigenen Weg nicht zu verlassen. „Natürlich ist uns die berechtigte Rote Karte zugute gekommen“, sagte der Hohenruppersdorf-Coach. Besonders gefiel ihm, dass mehrere Tore nach Hereingaben aus Standardsituationen entstanden. „Da hat man einfach den Willen gespürt, dass wir den Ball ins Netz bringen wollen“, so Akkaya. Sein Fazit fiel entsprechend klar aus: „Wir sind eine Einheit, wir sind ein Team und das war der Schlüssel zum Erfolg heute.“
Nach dem Schlusspfiff sprach Akkaya deshalb nicht nur über das Ergebnis, sondern vor allem über das, was seine Mannschaft derzeit auszeichnet. „Alle 16 wollten diesen Sieg und alle 16 haben füreinander gekämpft“, sagte er und bezog damit ausdrücklich auch jene Spieler ein, die nicht in der Startelf standen. In einzelnen Aktionen wünscht er sich zwar noch etwas mehr Ruhe am Ball und weniger Hektik, insgesamt stellte er seiner Mannschaft aber ein sehr gutes Zeugnis aus. „Was uns aktuell auszeichnet, ist, dass wir vor allem bei den Heimspielen immer gute Leistungen bringen“, sagte der Trainer. Mit nun 13 Punkten fällt der Zwischenstand aus Sicht der Hohenruppersdorfer entsprechend erfreulich aus, zumal Akkaya auch den Vergleich zur Vorsaison zog und von einer klar positiven Entwicklung sprach. Dazu passen seine Aussagen über das Umfeld: Die Trainingsbeteiligung sei sehr gut, die Neuzugänge hätten „sehr gut eingeschlagen“, der Hohenruppersdorfer Stammkader von letzter Saison hätte "sportlich viele Schritte nach vorne gemacht" und am Sportplatz sei insgesamt wieder mehr los. Den Gegner wollte er trotz des klaren Ergebnisses nicht kleinreden. „Schletz hat individuell sehr gute Spieler“, sagte Akkaya, und sei für ihn ein Team, das in die Top drei gehören könne. Auch den Unparteiischen sah er positiv: „Der Schiedsrichter hat seine Arbeit sehr gut gemacht.“ Für die nächsten Wochen bleibt der Ton in Hohenruppersdorf dennoch bewusst bodenständig. Man wolle weiter von Spiel zu Spiel schauen und aus den noch ausstehenden Partien vor der Halbsaison so viele Punkte wie möglich mitnehmen.