In der Gebietsliga Nord/Nordwest lieferten sich ATSV Sparta McDonalds Deutsch-Wagram und Mannsdorf-Großenzersdorf II ein echtes Spitzenspiel, das die Gastgeber noch mit 2:1 drehten. Trainer Christopher Petermann sah zunächst eine Partie, in der sich beide Teams lange neutralisierten, ehe sein Plan nach der Pause aufging. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit – und machte den Abend für Deutsch-Wagram umso besonderer.

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Wer auf ein Spiel zweier Mannschaften aus der Spitzengruppe gehofft hatte, bekam von Beginn an genau das zu sehen. Petermann sprach vom „erwarteten Topspiel“ und erklärte auch, warum die Partie anfangs nur schwer Fahrt aufnahm. „Beide Mannschaften waren gut aufeinander eingestellt“, sagte der Trainer, deshalb habe es zunächst ein Match gegeben, „wo sie sich beide ein bisschen neutralisiert haben“. Mannsdorf versuchte es dabei laut Petermann „eher über Ballbesitz und Spieldominanz“, während Deutsch-Wagram sein Glück im Umschalten suchte. Dass die Gäste vor der Pause Vorteile hatten, stellte der Heimtrainer gar nicht in Abrede. In der 37. Minute brachte Samir Mujic Mannsdorf mit 1:0 in Führung, und Petermann meinte rückblickend, man habe in dieser Phase „die individuelle Qualität, aber auch die Art und Weise, wie sie spielen“ klar gesehen. Mit dem 0:1 ging es dann auch in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Trainers aber deutlich. Petermann sprach von einer zweiten Halbzeit, in der seine Mannschaft „im Gegensatz zur ersten Halbzeit die dominantere Mannschaft“ gewesen sei und sich „viele Chancen erspielt“ habe. Genau darauf habe man gesetzt. „Wir haben das taktische Konzept super umgesetzt“, sagte er, und legte nach, dass auch der Plan mit den Wechselspielern voll aufgegangen sei. „Wir haben daran geglaubt, dass wir mit unserer Bank das Spiel entscheiden, dass wir in der zweiten Halbzeit dann Oberwasser bekommen.“ Diese Aussage erklärt den Auftritt der Gastgeber nach der Pause ziemlich gut. Deutsch-Wagram blieb am Drücker, legte zu und vertraute darauf, dass sich der Aufwand noch lohnen würde. Für Petermann war deshalb weniger ein einzelner Moment entscheidend als vielmehr die Entwicklung des Spiels. „Die Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war schon sehr beeindruckend“, sagte er.
Belohnt wurde dieser Aufwand erst ganz spät, dann aber gleich doppelt. In der 92. Minute fiel das 1:1 durch Benjamin Sulimani, und Petermann schilderte die Entstehung sehr genau. „Das war schlussendlich schon ein langer Ball in den Strafraum, wo wir den zweiten Ball gewonnen haben“, sagte er. Danach habe Julian Gollner den Ball von rechts noch einmal in die Mitte gebracht, wo Sulimani „mustergültig mit dem Kopf verwertet“ habe. Damit war das Spiel aber noch immer nicht vorbei. In der 96. Minute traf Noah Idinger sogar noch zum 2:1. Auch den Siegtreffer führte Petermann auf eine klare Aktion zurück: Sulimani eroberte den Ball in der Mitte, spielte „einen super Steckpass über die Abwehr“ auf Idinger, der sich im Laufduell durchsetzte und den Abend für die Gastgeber endgültig drehte.
Gerade weil Mannsdorf in der ersten Halbzeit so stark gewesen sei, bewertete Petermann den Heimsieg besonders hoch. „Da hat man gesehen, die individuelle Qualität, aber auch die Art und Weise, wie sie spielen. Sie haben uns zeitweise richtig reingedrückt“, sagte der Trainer über die Gäste, die er ausdrücklich als „absolute Top-Mannschaft“ bezeichnete. Umso mehr Gewicht bekam für ihn der eigene Auftritt nach der Pause. Dazu kam ein Spiel, das nach seiner Einschätzung „alles hatte“ und erst mit zwei Treffern in der Nachspielzeit entschieden wurde. „Ich glaube, in Summe war es für die Zuschauer ein Topspiel zum Zusehen und für uns in Wagram ein wunderschöner Fußballabend“, meinte Petermann. Zum Schluss richtete er den Blick auch schon auf das größere Bild. Nach sechs Runden ganz vorne dabei zu sein, sei „ein Zeichen dafür, dass Qualität und die richtige Einstellung vorhanden sind“ – und genau dazu passt auch dieses späte 2:1.