In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SK Miet-Tech Wullersdorf am Freitagabend gegen SCG Eckartsau mit 4:1 durchgesetzt. Obwohl die Gäste durch Andras Kalina in Führung gingen, kippte die Partie laut Obmann Markus Semmelmeyer früh zurück, weil die Antwort sofort kam. Genau dieses rasche 1:1 und das 3:1 kurz nach der Pause waren für ihn die Schlüsselmomente in einem Spiel, in dem Wullersdorf über weite Strecken mehr vom Spiel hatte.

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Der Spielbeginn passte aus Sicht der Gastgeber zunächst nicht ganz zum späteren Endstand. Eckartsau ging in der 16. Minute durch Andras Kalina mit 1:0 in Führung, doch lange hielt dieser Vorsprung nicht. Nur zwei Minuten später stellte Mohammad Reza Habibi auf 1:1, und genau darin sah Semmelmeyer einen entscheidenden Punkt. „Eine dominante Wullersdorfer Mannschaft, ein solides Auftreten. Das 0:1 war eigentlich gegen den Spielverlauf, und wichtig war dann, dass das 1:1 schnell gefolgt ist“, sagte der Obmann. Wullersdorf ließ sich also vom Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, blieb dran und drehte die Partie noch vor der Pause. In der 28. Minute erzielte Ali Diyar Alaca das 2:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Kabinen.
Dass die Begegnung nach dem Seitenwechsel klar in Richtung der Heimelf laufen würde, zeichnete sich früh ab. Raphael Daubeck traf in der 50. Minute zum 3:1, und genau diesen Treffer hob Semmelmeyer im Rückblick besonders hervor. „Wie gesagt, das 1:1, das wir direkt nachgelegt haben, war wichtig, und der 3:1-Führungstreffer gleich Anfang der zweiten Halbzeit war auch ausschlaggebend“, erklärte er. Für Wullersdorf war das die Phase, in der aus einer gedrehten Partie ein kontrollierter Heimsieg wurde. Semmelmeyer formulierte es deutlich: „Ab dem 3:1 war eigentlich eindeutig, dass wir nicht mehr viel anbrennen lassen.“ Den Schlusspunkt setzte dann Julian Rohrer in der 76. Minute mit dem 4:1, das den Abstand auch im Ergebnis klar machte.
Dass Wullersdorf das Spiel nach dem Rückstand so klar auf seine Seite zog, führte der Obmann vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit zurück. Für ihn war nicht ein einzelner Moment allein ausschlaggebend, sondern das Verhalten der gesamten Mannschaft über die Partie hinweg. „Unsere größte Stärke war das gute Teamverhalten. Wir haben immer gekämpft und nie aufgegeben, vor allem nach dem 0:1, und so den Sieg eingefahren“, sagte Semmelmeyer. Gerade diese Reaktion nach dem frühen Nackenschlag gefiel ihm. Die Heimelf blieb am Drücker und fand rasch zurück in das Spiel, statt sich von der Gästeführung verunsichern zu lassen. So wurde aus einem zwischenzeitlichen Rückstand am Ende ein deutlicher 4:1-Erfolg, der nach Einschätzung des Interviewpartners auf einer geschlossenen Leistung beruhte.
Neben dem eigenen Auftritt verlor Semmelmeyer auch den Gegner nicht aus dem Blick. Er beschrieb Eckartsau als „eine sehr teamstarke Mannschaft, die sehr körperbetont spielt“. Gerade in der ersten Hälfte sei das deutlich zu sehen gewesen, dazu sprach er von vielen Fouls und einem unangenehmen Gegner. Auch die Linie des Unparteiischen sprach er kurz an, ohne daraus ein großes Thema zu machen: „Für mich hat der Schiedsrichter durch seine grobe Linie ein bisschen den Faden verloren, aber im Großen und Ganzen war es eine solide Leistung.“ Trotz der vier erzielten Tore sieht der Wullersdorfer Obmann zudem noch einen Punkt, an dem seine Mannschaft weiter arbeiten kann. „Die Chancenauswertung bleibt weiterhin ein Thema. Trotz der vier Tore im Heimspiel ist das bei uns noch ein kleines Thema. Das ist Meckern auf hohem Niveau.“ Unterm Strich stehen für Wullersdorf nach sechs Runden 13 Punkte und ein Heimsieg, der die Mannschaft im oberen Bereich der Tabelle hält.