In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Prottes gegen USVG Großrußbach mit 4:0 gewonnen und damit den zweiten Sieg in Folge nachgelegt. Trainer Aljoscha Kroboth sah seine Mannschaft von Beginn an am Drücker und hatte vor allem nach dem 2:0 das Gefühl, dass die Partie in die richtige Richtung läuft. Dass Prottes dabei auch noch ohne Gegentor blieb, passte für ihn ins Bild eines sehr kontrollierten Nachmittags.

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Prottes wollte die Partie laut Kroboth von der ersten Minute an an sich ziehen, und genau so entwickelte sich der Beginn auch. „Wir haben versucht, gleich von Beginn weg das Spiel in die Hand zu nehmen und nichts dem Zufall zu überlassen“, sagte der Trainer. Nach 16 Minuten brachte Femi Anjorin die Gastgeber in Führung, ein Treffer, den Kroboth auch deshalb hoch einschätzte, weil Großrußbach zuletzt defensiv stabil aufgetreten war und in dieser Saison bislang wenig zugelassen hatte. Nach dem 1:0 fehlte seiner Mannschaft zwar kurz „nicht so der Nachdruck“, wie er selbst meinte, doch in Minute 31 legte Dominik Vajdecka mit einem Weitschuss zum 2:0 nach. Der Coach sprach von einem „schönen Tor“, weil Vajdecka gesehen habe, „dass der Tormann ein bissl zu weit draußen steht und dann direkt abgeschlossen hat“.
Für Kroboth war genau dieses 2:0 der Moment, in dem sich das Spiel klar in Richtung seiner Mannschaft bewegte. „Mit dem 2:0 war mein Bauchgefühl da: Das war’s jetzt, weil vom Gegner nicht wirklich viel gekommen ist“, sagte er. Noch vor der Pause erhöhte Vajdecka per Elfmeter auf 3:0, und damit war die Partie schon zur Halbzeit klar auf Prottes-Seite gekippt. Der Trainer betonte, dass auch solche Spielstände gefährlich sein können, weil Großrußbach durchaus Spieler habe, „die Tore schießen können“. Diesmal aber ließ Prottes den Gästen keine Phase, in der noch einmal Spannung aufkam. In der zweiten Hälfte setzte die Heimelf auf viel Ballbesitz, spielte die Führung kontrolliert weiter und kam in der 74. Minute durch Michael Drozd noch zum 4:0. Für Kroboth war die Partie damit „früh auf Schiene“, und genau so habe seine Mannschaft das Spiel dann auch zu Ende gespielt.
Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, führte Kroboth vor allem auf die Art zurück, wie seine Mannschaft das Spiel angegangen war. Prottes wollte hoch attackieren, den Gegner unter Druck setzen und selbst initiativ sein. „Wir wollten von Beginn weg dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, haben versucht zu kombinieren und über die Außenspieler zu kommen, auch mit hohen Außenverteidigern“, erklärte der Trainer. Dazu kam, dass die Gastgeber Großrußbach nach seiner Einschätzung „eigentlich nie aufkommen“ ließen. In der Halbzeit habe er trotzdem noch nachgeschärft. „Ich wollte, dass wir ruhiger am Ball sind, aber nicht den Druck verlieren“, sagte Kroboth. Dass am Ende noch mehr Tore möglich gewesen wären, verschwieg er nicht. Der Tormann der Gäste habe „ein paar Mal wirklich toll gehalten“, meinte der Prottes-Coach, der mit der Chancenverwertung insgesamt dennoch zufrieden sein konnte.
Über das 4:0 freute sich Kroboth nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern auch wegen der Entwicklung seiner Mannschaft in den vergangenen beiden Wochen. „Wir sind glücklich, dass wir jetzt die zweite Partie in Folge gewonnen haben und endlich einmal zu null gespielt haben“, sagte er. Gerade dieses erste Zu-null-Spiel der Saison war für ihn ein wichtiges Zeichen, weil es zu dem kontrollierten Auftritt passte, den er über weite Strecken gesehen hatte. Dazu kam, dass die Personalsituation vor dem Spiel laut Kroboth „sehr eng“ gewesen sei. Umso höher bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft. Einen Grund, sich zurückzulehnen, sieht er aber nicht. „Verbesserungspotenzial gibt es immer“, stellte der Trainer klar. Unter der Woche werde wieder analysiert, mit Video nachgearbeitet und dann der Blick auf den nächsten Gegner gerichtet. In der Tabelle ist Prottes zwar noch nicht dort, wo der Verein hinwill, doch nach diesem klaren Heimsieg schaut die Lage zumindest schon besser aus.