In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat ATSV Sparta McDonalds Deutsch-Wagram am Freitagabend gegen SC Ladendorf mit 4:2 gewonnen. Nach einer frühen 2:0-Führung wurde es für die Gastgeber noch einmal eng, ehe das 3:2 kurz vor der Pause und das 4:2 in der Schlussphase den Ausschlag gaben. Trainer Christopher Petermann sah genau in diesen beiden Phasen den Schlüssel zu einem Sieg, der klarer aussieht, als er über weite Strecken war.

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Deutsch-Wagram startete so, wie es sich Petermann vorgestellt hatte. "Wir sind sehr gut in die Partie gestartet", sagte der Trainer, und die ersten 20 Minuten gaben ihm recht. In der 8. Minute brachte Benjamin Sulimani seine Mannschaft mit 1:0 in Führung, in der 20. Minute legte er das 2:0 nach. Zweimal nutzte Deutsch-Wagram die Situation konsequent. Viel Ruhe brachte dieser Vorsprung aber nicht. Petermann sprach offen an, dass seine Mannschaft danach zu unkonzentriert war. "Wir haben nach dem 2:0 sofort den Anschlusstreffer kassiert. Da waren wir noch zu unkonzentriert, das hat Ladendorf gleich ausgenutzt", sagte er. Benjamin Emeder verkürzte in der 21. Minute, und damit war die Partie plötzlich wieder offen. Aus Sicht des Trainers entwickelte sich danach "ein Spiel auf Augenhöhe", in dem beide Mannschaften auf einem sehr ähnlichen Niveau waren. Das zeigte sich auch am weiteren Verlauf der ersten Hälfte: Krystof Petrasek glich in der 38. Minute zum 2:2 aus, ehe Sascha Mark kurz vor dem Pausenpfiff die Antwort gab und Deutsch-Wagram mit 3:2 wieder nach vorne brachte.
Gerade dieses 3:2 kurz vor der Halbzeit stellte Petermann nach dem Schlusspfiff in den Mittelpunkt. "Das dritte Tor von Sascha Mark war ganz entscheidend, weil es uns zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt in Führung gebracht hat", sagte der Trainer. Damit war Sulimani nicht nur als Doppelpacker, sondern auch insgesamt prägend für die Offensive. Dass die Partie damit schon entschieden gewesen wäre, wollte Petermann aber ausdrücklich nicht sagen. Im Gegenteil: Er sprach von einer zweiten Halbzeit, in der Ladendorf sehr stark war und seine Mannschaft "sehr viel zu tun hatte, dass wir nicht in Rückstand kommen". Besonders deutlich machte er diese Phase mit einem Satz, der viel über den Verlauf nach dem Seitenwechsel aussagte: "Ladendorf hat zweimal das Aluminium getroffen. Da hatten wir auch das Glück." Erst als diese Druckphase überstanden war, bekam Deutsch-Wagram wieder mehr Raum. "Gegen Ende haben wir dann mehr Platz vorgefunden", erklärte Petermann. In der 82. Minute fiel dann die Entscheidung: Boris Biro stellte auf 4:2.
Petermann machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, dass er nicht alles gut fand. "Die ersten 20 Minuten waren richtig gut. Danach hat Ladendorf das Kommando übernommen", sagte er. Damit war die Analyse ziemlich klar: Ein starker Beginn reichte diesmal nicht aus, um einen ruhigen Abend zu haben. Der Trainer sprach sogar davon, dass es "sicher nicht unsere beste Partie" gewesen sei. Gleichzeitig wollte er die Leistung des Gegners ausdrücklich hervorheben. Ladendorf sei "wie erwartet ein sehr schwerer Gegner" gewesen, sagte Petermann, und nannte mit Dominic Gänsdorfer auch den auffälligsten Spieler der Gäste. "Vor allem die Nummer 16, Gänsdorfer, war für mich der überragende Spieler am Platz", meinte der Coach. Dazu kam, dass Ladendorf über die Seiten immer wieder Tempo entwickelte. "Sie sind über die Seiten sehr, sehr schnell und sehr, sehr gefährlich. Da haben wir teilweise keine Antworten drauf gehabt", sagte Petermann. Genau deshalb war dieses Spiel für Deutsch-Wagram keine jener Partien, in denen man sich nur auf den eigenen Plan verlassen konnte. Es ging vielmehr darum, schwierige Phasen zu überstehen und in den entscheidenden Momenten trotzdem da zu sein.
Am Ende blieb für Deutsch-Wagram ein 4:2-Heimsieg, in dem Benjamin Sulimani mit zwei Treffern den Grundstein legte und Sascha Mark sowie Boris Biro die weiteren Tore beisteuerten. Für Petermann war dabei vor allem wichtig, was seine Mannschaft aus einem nicht ganz runden Abend gemacht hat. "Wenn man etwas Positives mitnimmt, dann ist es das, dass wir das Spiel dann doch 4:2 gewonnen haben. Das ist auch Qualität, dass man, wenn es nicht läuft, ein Spiel dann doch gewinnt", sagte er. Genau dieser Satz fasst den Abend ziemlich treffend zusammen. Deutsch-Wagram war nicht durchgehend die bessere Mannschaft, ließ Ladendorf immer wieder ins Spiel kommen und brauchte in der zweiten Hälfte auch das nötige Glück. Trotzdem stand am Ende ein Heimsieg, und der hält die Mannschaft nach neun Runden mit 24 Punkten an der Spitze. Viel Aufregung abseits des Spielverlaufs gab es laut Petermann nicht, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er "in Summe" einverstanden. Hängen bleibt damit vor allem ein Sieg, der weniger leicht war, als es das Ergebnis vermuten lässt.