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Kreuttal schlägt Leopoldsdorf mit 4:2: „Über neunzig Minuten eine couragierte Leistung“

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SC Kreuttal
SC Leopoldsdorf

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SC Kreuttal am Freitagabend mit 4:2 gegen SC Leopoldsdorf/Mfd. durchgesetzt, obwohl die Partie mit zwei Rückständen alles andere als günstig begann. Trainer Mario Dolejschek sah keinen einzelnen Knackpunkt, sondern „über neunzig Minuten eine couragierte Leistung“ seiner Mannschaft. Vor allem Wille, Laufbereitschaft und ein ganz anderes Auftreten als in der Vorwoche hätten den Ausschlag gegeben.

Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Zwei Rückschläge, aber Kreuttal bleibt dran

Leopoldsdorf erwischte den besseren Start und ging bereits in der 5. Minute durch Cendrim Jahaj mit 1:0 in Führung. Dolejschek sprach davon, dass seine Mannschaft den Beginn „ein bisschen verschlafen“ habe und bei dieser Szene in Unordnung gewesen sei. Umso wichtiger war die schnelle Antwort, weil Kreuttal sonst womöglich noch länger gebraucht hätte, um ins Spiel zu finden. Schon in der 7. Minute lief der Angriff über Ali Kaya und Oliver Butsch, die Flanke kam auf den langen Pfosten und Michael Kures köpfte zum 1:1 ein. Sicherheit brachte das aber noch nicht. In der 15. Minute geriet Kreuttal durch ein Eigentor von Jan Herzig erneut in Rückstand. Auch danach blieb das Spiel zunächst eher auf Seiten der Gäste, doch Kures stellte in der 29. Minute mit einem Freistoß auf 2:2. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Pause.

Die Entscheidung fällt erst ganz spät

Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange offen, weil Kreuttal zwar viel investierte, sich den entscheidenden Treffer aber hart erarbeiten musste. Der Trainer verschwieg auch nicht, dass seine Mannschaft schon vor der Pause einen heiklen Moment zu überstehen hatte. Bei 2:1 für die Gäste verzeichnete Leopoldsdorf nach seiner Schilderung einen Stangenschuss, und Dolejschek sagte offen: „Wenn sie dann 3:1 in Führung gehen, schaut die Sache vielleicht ganz anders aus.“ Gerade deshalb ordnete er das spätere 4:2 nicht als Zufall ein. „Das Glück haben wir uns erarbeitet und es war gestern ein bisschen auf unserer Seite“, sagte er. Entscheidend war aus seiner Sicht aber, dass sich Kreuttal danach immer besser auf den Gegner einstellte und nur noch wenig zuließ. In der 88. Minute belohnte sich die Heimelf dann doch. Michael Kures setzte sich mit einer starken Einzelaktion durch und schob zum 3:2 ein. In der Nachspielzeit machte Rainer Lenz nach einer Standardsituation mit dem 4:2 endgültig alles klar.

Dolejschek hebt Haltung und Kapitän hervor

Für Dolejschek lag der Unterschied nicht in einer einzelnen Szene, sondern in der Haltung seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit. „Es gab nicht den einen entscheidenden Moment. Es war über neunzig Minuten eine couragierte Leistung und ein ganz anderes Auftreten als in der Vorwoche“, sagte der Kreuttaler Trainer. Besonders gefiel ihm, dass seine Elf nach zwei Rückständen nicht auseinanderfiel, sondern weiter dagegenhielt. „Einstellung, Laufbereitschaft und Wille haben besonders gut funktioniert“, betonte er. Er verwies auch darauf, dass seine Mannschaft in dieser Liga selten als Favorit in ein Spiel gehe. „Aber wenn man geschlossen auftritt und sich defensiv gut verkauft, kann man jeden Gegner ärgern.“ Dass das gegen einen Gegner gelang, den Dolejschek anfangs als spieldominant und wegen seiner individuellen Klasse immer wieder gefährlich erlebt hatte, machte den Sieg für ihn noch wertvoller.

Drei wichtige Punkte und ein klarer Maßstab

Ein Sonderlob gab es für Dreifachschützen und Kapitän Michael Kures. Dolejschek nannte ihn nicht nur wegen der drei Treffer den Mann des Abends, sondern auch wegen seiner Rolle innerhalb der Mannschaft. „Mit Michael Kures hatten wir sicher den Spieler des Spiels auf unserer Seite. Er ist als Kapitän vorangegangen“, sagte der Trainer. Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er zufrieden und formulierte es in einer einfachen, aber klaren Einschätzung: „Wenn der Schiedsrichter relativ unauffällig ist, dann hat er ein gutes Spiel gemacht.“ Für Kreuttal bleiben damit drei wichtige Punkte im Ort, und noch wichtiger ist vielleicht die Erkenntnis, auf welchem Weg solche Spiele gewonnen werden können. Dolejschek brachte es selbst auf den Punkt: „Wenn es dann so klappt, dass man sogar 4:2 gewinnt, ist es natürlich doppelt schön.“

Gebietsliga Nord/Nordwest: Kreuttal : Leopoldsdorf - 4:2 (2:2)

  • 94
    Rainer Lenz 4:2
  • 88
    Michael Kures 3:2
  • 29
    Michael Kures 2:2
  • 15
    Eigentor durch Jan Herzig 1:2
  • 7
    Michael Kures 1:1
  • 5
    Cendrim Jahaj 0:1