In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SV Boombell Gablitz am Freitagabend gegen SK Miet-Tech Wullersdorf mit 1:5 verloren. Für Wullersdorfs Obmann Markus Semmelmeyer lag der Schlüssel früh in der Partie: "Das 1:0 war eigentlich ausschlaggebend." Danach zog seine Mannschaft das Spiel an sich, führte zur Pause bereits 4:0 und ließ sich den klaren Auswärtssieg auch nach einer druckvolleren Phase der Gastgeber nicht mehr nehmen.

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Semmelmeyer hatte durchaus gesehen, dass Gablitz ordentlich in die Partie gekommen war. "Gablitz war die ersten zehn Minuten schon präsent", sagte er, ehe sich das Bild aus seiner Sicht deutlich drehte. Danach habe Wullersdorf das Spiel übernommen, und genau so entwickelte sich dann auch das Ergebnis. In der neunten Minute brachte Mohammad Reza Habibi die Gäste in Führung, nur wenig später legte Julian Rohrer mit seinem Doppelpack in der 16. und 22. Minute nach. Noch vor der Pause machte Paul Zlattinger in der 35. Minute das 0:4. Semmelmeyer fasste diese starke Phase so zusammen: "Dann haben wir das Spiel übernommen, sind verdient in Führung gegangen und haben mit der zweiten, dritten Chance das zweite und dritte Tor gemacht. Vor der Pause ist auch noch das vierte gefallen." Vor allem diese Konsequenz vor dem Tor war für Wullersdorf an diesem Abend ein großer Unterschied.
Als wichtigsten Moment der Partie nannte Semmelmeyer den frühen Führungstreffer. "Das 1:0 war der Elfmeter, und das war eigentlich ausschlaggebend", erklärte er. Er schilderte die Szene als Folge eines Abspielfehlers, nach dem ein Wullersdorfer Stürmer in den Strafraum ging und dort zu Fall kam. Auch die weiteren Treffer ordnete er konkret ein. Beim 0:2 habe es "ein Gestocher" gegeben, ehe Julian Rohrer nachsetzte und einschob. Das 0:3 beschrieb er als starken Abschluss Rohrers "vom Sechzehner ins rechte Eck". Und beim 0:4 hob er vor allem den Torschützen hervor: "Das war von unserem sechzehnjährigen Paul Zlattinger. Das ist sehr erfreulich für uns. Er hat sein erstes Meisterschaftstor für Wullersdorf erzielt." Nach dem Seitenwechsel sah Semmelmeyer noch einmal eine Phase, in der Gablitz Druck machte. "Die Gablitzer haben die ersten zehn, fünfzehn Minuten wieder gedrückt", sagte er. Wullersdorf blieb aber gefährlich, fuhr laut seinem Obmann mehrere Konter und kam in der 79. Minute durch Mohammad Reza Habibi auch noch zum fünften Tor. Das späte 1:5 von Harun Cetin in der Nachspielzeit änderte an der Einschätzung des Spiels für ihn nichts mehr: "Im Großen und Ganzen war der Sieg sehr verdient."
Neben der Chancenverwertung stellte Semmelmeyer vor allem die Defensivarbeit seiner Mannschaft heraus. "Hinten sind wir sehr gut gestanden", sagte er, und schob gleich den nächsten Punkt nach, der ihm wichtig war. Mit Timo Pamperl stand bei Wullersdorf ein Torhüter im Einsatz, der laut Semmelmeyer erstmals in dieser Saison gespielt habe und sofort einen sicheren Eindruck hinterließ. "Timo Pamperl hat heute das erste Mal gespielt und einen wirklich souveränen Eindruck hinterlassen. Er war ganz, ganz souverän", meinte der Obmann. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass Wullersdorf gute Konter gefahren habe und dadurch immer wieder gefährlich geblieben sei. Den Gegner wollte Semmelmeyer trotz des klaren Ergebnisses nicht kleinreden. Gablitz sei "keine schlechte Mannschaft", sagte er, auch wenn er die Gastgeber in der Abwehr als anfällig einstufte. Ebenso klar fiel sein Urteil zum Rahmen der Partie aus: "Es war eigentlich ein sehr faires Spiel und die Schiedsrichterleistung war auch sehr in Ordnung." Für Wullersdorf hat dieser Abend damit nicht nur drei Punkte gebracht, sondern auch Rückenwind. "Der Sieg heute war sehr, sehr wichtig", sagte Semmelmeyer mit Blick auf das Schlagerspiel in der kommenden Woche gegen Deutsch-Wagram.