Spielberichte

„Die ersten 25 Minuten haben uns das Spiel gekostet“ – Leopoldsdorf kommt gegen Mannsdorf II zu spät zurück

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SC Leopoldsdorf
Mannsdorf-Großenzersdorf II

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat der SC Leopoldsdorf/Mfd. sein Heimspiel gegen Mannsdorf-Großenzersdorf II trotz einer späten Aufholjagd mit 2:3 verloren. Trainer Stephan Kasmader sah den Knackpunkt klar in der Anfangsphase. „Die ersten 20 bis 25 Minuten haben wir das Spiel verloren“, sagte er nach einer Partie, in der Leopoldsdorf früh ins Hintertreffen geriet, sich nach dem 0:3 aber noch einmal zurückmeldete.

Fußball auf Rasen neben gelber Markierungslinie

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Kein Zugriff in der Anfangsphase

Leopoldsdorf kam nach Kasmaders Einschätzung überhaupt nicht in die Partie. „Wir hatten die ersten zwanzig Minuten keinen Zugriff auf den Gegner. Der Gegner hat das richtig gut gemacht, wir hatten nicht wirklich eine Idee“, sagte der Trainer. Genau diese Phase brachte die Gastgeber früh in Schwierigkeiten. Nicolas Meister brachte Mannsdorf II in der 23. Minute mit 1:0 in Führung, vier Minuten später legte Christoph Sturm das 2:0 nach. Als Meister in der 34. Minute auch noch das 3:0 erzielte, war der Rückstand bereits deutlich. Kasmader sprach dabei nicht um den heißen Brei herum. Das erste Gegentor sei „verdient“ gefallen, weil seine Mannschaft die angesprochenen Aufgaben auf den Flügeln nicht in den Griff bekam. Bei Tor zwei und drei sah er zudem eigene Fehler als mitentscheidend: „Definitiv in den ersten 20 bis 25 Minuten haben wir das Spiel verloren, auch durch die individuellen Fehler, die uns das Leben extrem schwer gemacht haben.“ Erschwerend kam hinzu, dass Daniel Schöpf früh verletzt ausfiel.

Nach der Umstellung kam Leopoldsdorf zurück

Ganz ohne Reaktion blieb Leopoldsdorf aber nicht. Kasmader stellte noch vor der Pause auf ein 4-4-2 um und brachte Leon Lamzari, um mehr Druck nach vorne zu entwickeln. Der Effekt war zumindest sichtbar, noch ehe es in die Kabinen ging. Mario Juric verkürzte in der 44. Minute auf 1:3 und hielt die Partie damit offen. In der Pause habe seine Mannschaft laut Kasmader vor allem eines mitgenommen: „Jetzt gilt es, die Mentalität hochzuhalten, den Gegner weiter zu beschäftigen und vorne anzudrücken, damit wir auf 3:2 rankommen und nicht das 1:4 bekommen.“ Genau diesen Versuch sah der Trainer nach Seitenwechsel. Leopoldsdorf hatte die Chancen auf den Anschlusstreffer, als Leon Lamzari allein auf den Tormann zulief, der Mannsdorfer Schlussmann aber stark hielt. Auch der Nachschuss wurde noch auf der Linie geblockt. Später zwang Juric den Tormann mit einem Volleyschuss erneut zu einer starken Parade. Erst in der 86. Minute fiel das 2:3 durch Cendrim Jahaj, der mit einem Weitschuss noch einmal Hoffnung brachte. Mehr als dieses späte Aufbäumen war aber nicht mehr drin.

Mentalität als Pluspunkt, Personalsorgen als Thema

Dass Leopoldsdorf nach dem 0:3 nicht auseinanderfiel, war für Kasmader der wichtigste positive Punkt des Abends. „Definitiv die Mentalität meiner Jungs, vor allem in der zweiten Hälfte, dass sie nicht aufgegeben haben“, sagte er. Gerade gegen einen Gegner dieser Qualität sei das keine Selbstverständlichkeit gewesen. Kasmader sprach von einer Mannschaft, die „nicht zu Unrecht ganz oben steht“ und „eine brutale offensive Qualität“ mitbringe. Dazu komme, dass Mannsdorf II nach seiner Einschätzung auch mit Spielern aus der Regionalligamannschaft besetzt war. Gleichzeitig verwies der Leopoldsdorf-Trainer auf die personelle Lage seiner eigenen Elf. Patrick Haas und Patrick Gänsdorfer fehlten, Daniel Schöpf musste früh raus, und Masieh Kukcha war erst zurückgekehrt und hatte nur ein volles Training absolviert. Unter dem Strich blieb für Leopoldsdorf deshalb das Gefühl, dass die Hypothek aus der ersten halben Stunde zu groß war. Oder, wie es Kasmader auf den Punkt brachte: „Aufgrund der ersten 25 Minuten haben wir uns das Leben extrem schwer gemacht, damit wir dieses Spiel noch auf unsere Seite drehen können.“

Gebietsliga Nord/Nordwest: Leopoldsdorf : Mannsdorf-Großenzersdorf II - 2:3 (1:3)

  • 86
    Cendrim Jahaj 2:3
  • 44
    Mario Juric 1:3
  • 34
    Nicolas Meister 0:3
  • 27
    Christoph Sturm 0:2
  • 23
    Nicolas Meister 0:1