In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Ladendorf am Freitagabend gegen SK Miet-Tech Wullersdorf mit 1:3 verloren. Die Gäste führten zur Pause 1:0, legten nach dem Seitenwechsel zweimal nach und brachten den Auswärtssieg trotz spätem Gegentor sauber über die Zeit. Obmann Markus Semmelmeyer sprach danach von einem "Arbeitssieg" und sah vor allem den Teamgeist als Grund für die drei Punkte.

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Wullersdorf kam nach Einschätzung von Markus Semmelmeyer diesmal nicht so in die Partie wie in den vergangenen Wochen. "Wir sind nicht so dominant ins Spiel gekommen wie in den letzten Spielen", sagte der Obmann nach dem Schlusspfiff. Seine Mannschaft stand etwas tiefer, Ladendorf hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel, ohne daraus laut Semmelmeyer wirklich große Torchancen zu machen. Genau das war aus Sicht der Gäste ein wichtiger Punkt, weil sie geduldig blieben und auf ihre Umschaltmomente warteten. In der 17. Minute zahlte sich das aus. Nach einem Ballgewinn kam der Ball zu Sinan Yilmaz, der sich in der Mitte durchsetzte und Ali Diyar Alaca mit einem starken Pass in die Schnittstelle bediente. Semmelmeyer schilderte die Szene so: "Mit dem ersten Konter ist das 1:0 gefallen. Sinan Yilmaz hat einen super Lochpass gespielt, und Ali Alaca hat eiskalt ins lange Eck verwertet." Kurz vor der Pause hatte Yilmaz mit einem Lattenschuss sogar noch das 2:0 am Fuß, es blieb aber beim knappen Vorsprung.
Nach dem Seitenwechsel sah Semmelmeyer seine Mannschaft klar verbessert. "Wir waren sicher in der zweiten Hälfte die präsentere Mannschaft", meinte er, und genau in dieser Phase stellte Wullersdorf die Weichen endgültig auf Auswärtssieg. In der 68. Minute erhöhte Julian Rohrer auf 2:0. Der Funktionär verschwieg dabei auch nicht, dass aus seiner Sicht ein wenig Glück dabei war: "Beim 2:0 hat der gegnerische Torhüter ein bisschen mitgeholfen." Vier Minuten später folgte der zweite Treffer von Ali Diyar Alaca zum 3:0, und diesmal war Semmelmeyer wieder voll des Lobes für die Aktion. Er sprach von einem "wunderschönen Tor", weil Alaca kurz aufschaute und den Ball ins lange Eck setzte. Damit war das Spiel im Grunde entschieden, auch wenn Ladendorf in der 78. Minute noch einmal verkürzte. Dominic Gänsdorfer traf per Handelfmeter zum 1:3, doch Wullersdorf ließ danach laut Semmelmeyer "letztendlich nicht mehr viel zu" und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel.
Dass Semmelmeyer nach dem Spiel von einem Arbeitssieg sprach, kam nicht von ungefähr. Er machte deutlich, dass seine Mannschaft diesmal nicht den Fußball zeigte, den sie zuletzt gespielt hatte, ordnete den Erfolg aber gerade deshalb als wertvoll ein. "Es war sicher nicht dieser Fußball wie in den letzten Spielen. Es war ein Arbeitssieg. Aber auch solche Spiele muss man gewinnen", sagte er. Dazu kam, dass Wullersdorf nicht komplett antreten konnte. Mit Kapitän Sebastian Graf, Mohammad Habibi und dem gesperrten Adam Ryska fehlten laut Semmelmeyer gleich drei Stammkräfte, außerdem sei Ali Alaca schon seit einigen Wochen nicht bei hundert Prozent. Umso höher bewertete er, dass die Mannschaft trotzdem stabil blieb. "Man hat wieder gut gesehen, dass einer für den anderen gearbeitet hat", betonte Semmelmeyer. Genau dieses Miteinander, dazu phasenweise gute Spielzüge und wachsendes Selbstvertrauen, waren für ihn die Grundlage dafür, dass Wullersdorf auch an einem nicht ganz so glanzvollen Abend die drei Punkte mitnahm.
Über Ladendorf sprach der Wullersdorfer Obmann respektvoll. Er nannte die Gastgeber einen "guten Gegner", meinte aber auch, dass sie sich im Aufbauspiel immer wieder unnötige Fehler leisteten und diesmal wohl nicht ihren besten Tag erwischten. Wichtig war ihm trotzdem ein anderer Punkt: "Sie haben die Partie nie aufgegeben." Auch beim Handelfmeter zum 1:3 blieb Semmelmeyer sachlich. Er sagte, man könne die Szene geben, auch wenn es aus seiner Sicht kein absichtliches Handspiel gewesen sei, und bewertete die Leistung des Schiedsrichters insgesamt als "durchwachsen", ohne den Spielausgang daran festzumachen. Für Wullersdorf zählt am Ende vor allem das Ergebnis. Nach elf Runden halten die Gäste nun bei 20 Punkten und liegen auf Rang vier, während Ladendorf mit 14 Zählern auf Platz neun steht. Semmelmeyers Fazit passte deshalb gut zu diesem Abend: "In der Woche beim Training hat man gespürt, dass wir diesen Sieg unbedingt wollen." Genau diesen Eindruck bestätigte seine Mannschaft dann mit einem 3:1 in Ladendorf.