Spielberichte

„Wir haben es nicht gut genug zu Ende gespielt“ – Poysdorf lässt beim 2:2 noch mehr liegen

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SC Poysdorf
SCG Eckartsau

In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat sich SC Sparkasse Poysdorf in einer lebhaften Partie 2:2 von SCG Eckartsau getrennt. Nach Führung, Rückstand und rascher Antwort blieb bei den Gastgebern das Gefühl, dass sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Trainer Bernd Zinser sprach von einem gerechten Unentschieden, verwies aber auch auf die besseren Chancen und auf mehrere Situationen, die seine Mannschaft nicht sauber zu Ende spielte.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Wimmer trifft doppelt für Poysdorf

Zinser hatte über die gesamten 90 Minuten ein Spiel gesehen, das aus seiner Sicht auf beiden Seiten Tempo hatte. „Es war ein flottes Spiel auf beiden Seiten“, sagte der Poysdorf-Trainer, der sein Team in vielen Phasen durchaus auf Augenhöhe sah. Die frühe Führung der Gastgeber fiel schon in der 11. Minute und entsprach genau jener Szene, die ihm im Gedächtnis geblieben war: „Das 1:0 war super über die Seite, wo Hager eine super Flanke reingeschlagen hat und Wimmer super ins lange Eck geköpfelt hat.“ Michael Wimmer brachte Poysdorf damit 1:0 in Front. Eckartsau antwortete aber noch vor der Pause. Beim 1:1 in der 27. Minute, das Lucas Eduardo Ramos erzielte, ärgerte sich Zinser vor allem über den Ablauf davor. „Christ hat super lange Bälle gespielt, da haben wir einfach geschlafen. Da haben wir einen langen Ball hinter unsere Kette bekommen“, schilderte er die Szene. Nach dem 1:1 zur Pause erwischten die Gäste den besseren Start in die zweite Hälfte und gingen durch Andras Kalina in der 48. Minute 2:1 in Führung. Poysdorf brauchte aber nicht lange, um wieder zurückzuschlagen. In der 55. Minute spielte Julian Kretschmer laut Zinser „einen super Steckpass“, den Wimmer zum 2:2 verwertete. Danach war die Partie endgültig offen.

Poysdorf hatte die Möglichkeiten, spielte sie aber nicht sauber zu Ende

Dass aus dem Heimspiel trotz zweier erzielter Treffer nicht mehr als ein Punkt wurde, führte Zinser vor allem auf die Ausführung in den entscheidenden Szenen zurück. „Wir hatten drei, vier gute Umschaltmomente. Da haben wir die falschen Entscheidungen getroffen und den Pass falsch gewählt“, sagte er. Für ihn lag genau dort der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem möglichen Sieg. Der Trainer sprach auch von etwas Pech in einzelnen Situationen, etwa wenn ein Spieler im Laufduell wegrutschte und eine Überzahl dadurch verpuffte. Noch deutlicher wurde er bei den späten Chancen: „Am Schluss hatten wir zwei super Situationen, in denen der Stanglpass noch vom letzten Verteidiger geklärt worden ist.“ Insgesamt blieb bei ihm daher der Eindruck, dass Poysdorf genug Möglichkeiten hatte, um das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. Gleichzeitig stellte er seiner Mannschaft gegen den Ball ein brauchbares Zeugnis aus. „Das Auftreten gegen den Ball war eigentlich in Ordnung“, meinte Zinser. Verbesserungsbedarf sieht er aber bei jenen Bällen, die in die Schnittstelle oder hinter die Kette gespielt werden. Genau dort wurde seine Mannschaft immer wieder gefordert.

Gerechtes X, aber Poysdorf sieht noch Luft nach oben

So blieb am Ende ein Remis, das Zinser zwar als passend für den gesamten Spielverlauf einordnete, das ihn aber trotzdem nicht ganz zufrieden zurückließ. „Ich denke, dass es über neunzig Minuten ein gerechtes Unentschieden war“, sagte er, schob aber sofort nach: „Von den Chancen her hatten wir mehr Möglichkeiten.“ Auch deshalb sprach er von einem Spiel „mit offenem Visier“, das seiner Meinung nach genauso gut noch deutlich torreicher hätte enden können. Den Gegner bewertete der Poysdorf-Coach dabei ausdrücklich positiv. „Sie haben spielerische Lösungen gesucht, haben aber auch gute lange Bälle geschlagen. Die Außenspieler waren schnell und spritzig“, sagte Zinser über Eckartsau und ergänzte, dass es „ein gutes Niveau für die Gebietsliga“ gewesen sei. Diskussionsstoff gab es für ihn im Grunde nur in einer Szene kurz vor Schluss. Dort sah er eine Abseitsentscheidung gegen seine Mannschaft kritisch und meinte, Poysdorf hätte sonst noch eine Überzahlsituation bekommen können. Ein großes Thema wollte er daraus aber nicht machen, denn grundsätzlich sei die Leistung des Unparteiischen „unauffällig“ gewesen. Viel wichtiger war für ihn die Erkenntnis aus dem eigenen Spiel: „Es fehlt nicht viel, aber wir müssen einfach noch weiter dran arbeiten.“ Genau so liest sich dieses 2:2 aus Poysdorfer Sicht auch am besten: ordentlich, lebhaft und mit dem Gefühl, dass noch ein Stück mehr drinnen gewesen wäre.

Gebietsliga Nord/Nordwest: SC Poysdorf : Eckartsau - 2:2 (1:1)

  • 55
    Michael Wimmer 2:2
  • 48
    Andras Kalina 1:2
  • 27
    Lucas Eduardo Ramos 1:1
  • 11
    Michael Wimmer 1:0