In der Gebietsliga Nord/Nordwest hat SC Leopoldsdorf/Mfd. am Freitagabend gegen ATSV Sparta McDonalds Deutsch-Wagram mit 1:3 verloren. Für Trainer Christopher Petermann war vor allem entscheidend, dass der Matchplan über die Flügel früh gegriffen hat. Zwei fast gleich aufgebaute Angriffe brachten den Gästen noch vor der Pause eine 2:0-Führung, nach dem Anschlusstreffer blieb Deutsch-Wagram aber ruhig und stellte rasch wieder den alten Abstand her.

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Petermann sah zunächst genau die Partie, die man aus einem Auswärtsspiel bei einem Gegner aus dem oberen Tabellendrittel erwarten durfte. „Es war zu Beginn eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften Chancen gehabt haben, in Führung zu gehen“, sagte der Trainer. Dass seine Elf dann in Minute 27 den ersten Treffer setzte, war für ihn mehr als nur eine Führung. Es war zugleich die Bestätigung des Plans. „Unsere Idee war, über die Seiten zu kommen und unseren Stürmer zu bedienen“, erklärte Petermann. Genau so fiel das 0:1: Kevin Glück brachte den Ball von links hinein, Benjamin Sulimani verwertete die Hereingabe per Kopf. Für den Coach war dieser Treffer der wichtigste Moment des Spiels. „Wenn du führst, tust du dir einfach leichter“, sagte er, und genau dieses Gefühl nahm Deutsch-Wagram in die restliche erste Halbzeit mit. Kurz vor der Pause legten die Gäste nach. Wieder kam der Angriff über links, wieder war Glück beteiligt, diesmal ließ Sulimani den Ball für Sascha Mark abtropfen, der in der 40. Minute auf 0:2 stellte. Petermann sprach von einer „durchaus guten“ Pause für seine Mannschaft, verschwieg aber auch nicht, dass Leopoldsdorf im ersten Durchgang seine Möglichkeiten hatte.
Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie laut Petermann dann immer mehr in Richtung seiner Mannschaft. „Hälfte zwei war dann doch eher ein Spiel, das wir dominiert haben“, sagte er. Deutsch-Wagram gewann nach seinen Worten viele erste und zweite Bälle, kam dadurch besser ins Umschalten und immer wieder mit Tempo in die Tiefe. Der Trainer betonte, dass seine Elf in dieser Phase mehrere gute Möglichkeiten hatte, ohne sich zunächst mit dem dritten Tor zu belohnen. So blieb Leopoldsdorf im Spiel und verkürzte in der 71. Minute durch Patrick Gänsdorfer auf 1:2. Viel Zeit, um daraus noch einmal echte Spannung entstehen zu lassen, bekam der Gastgeber aber nicht. Deutsch-Wagram antwortete rasch und stellte nur drei Minuten später den alten Abstand wieder her. Petermann schilderte auch diesen Treffer als Angriff über den Flügel. Am Ende war Oliver Burian der Torschütze zum 1:3 in der 74. Minute. „Leopoldsdorf ist dann noch einmal rangekommen, aber wir haben dann den Deckel drauf gemacht“, fasste der Trainer diese Phase zusammen. Aus seiner Sicht war der Sieg deshalb nicht nur wichtig, sondern „auch in der Höhe über neunzig Minuten verdient“.
Interessant war in der Einschätzung des Trainers vor allem, dass er trotz des klaren Auswärtssieges die Stärken des Gegners deutlich hervorhob. „Leopoldsdorf ist spielerisch vor allem im Zentrum sehr, sehr stark. Da hatten wir in Hälfte eins Probleme“, sagte Petermann. Gerade diese Passage erklärt auch, warum Deutsch-Wagram nicht von einer einseitigen Partie sprach, obwohl die Gäste am Ende mit zwei Toren Unterschied gewannen. Solange Leopoldsdorf die Kraft hatte, sei das Zentrum schwer zu kontrollieren gewesen. Umso zufriedener war Petermann mit der Arbeit seiner Mannschaft gegen den Ball und in den Umschaltmomenten. „Bei den ersten und zweiten Bällen waren wir vor allem in Hälfte zwei stark. Im Umschalten und im Tempospiel in die Tiefe sind wir einfach verdammt stark mittlerweile“, sagte er. Damit blieb unter dem Strich vor allem ein Auswärtssieg, der den Tabellenführer an der Spitze hält.