Spielberichte

Herbert Humer (FC Moser Medical Rohrendorf): „Der einzige Schwachpunkt war die Chancenauswertung“ – spätes 2:2 gegen USV St. Bernhard/F.

FC Rohrendorf
USV St. Bernhard/F.

Aus Sicht von Herbert Humer blieb nach einem intensiven Nachmittag vor allem die Erkenntnis, dass seine Mannschaft vieles richtig machte, aber zu viele Chancen liegen ließ. Im Duell zwischen FC Moser Medical Rohrendorf und USV St. Bernhard/F. in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel sprach der Coach von einem Resultat, das hinter der eigenen Überlegenheit zurückblieb – und am Ende dennoch in Ordnung ging, weil der Ausgleich sehr spät fiel. „Grundsätzlich war das Ergebnis angesichts unserer vielen klaren Chancen nicht zufriedenstellend. Unterm Strich können wir mit dem Punkt leben, weil der Ausgleich sehr spät passiert ist und wir den Zähler zumindest gesichert haben.“ Den 2:2-Schlusspunkt setzte Alexander Kleczkowski in der 87. Minute.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Start, ausgelassene Möglichkeiten

Humer hob die Wucht der Anfangsphase hervor – und die fehlende Effizienz. „Die erste Phase war sehr druckvoll. In den ersten 20 bis 25 Minuten hatten wir vier bis fünf hochkarätige Chancen. Leider fehlte am Ende das nötige Quäntchen Glück beziehungsweise die Konsequenz im Abschluss.“ Umso bitterer: „Im Gegenzug ist dann mit der ersten Chance des Gegners das Tor gefallen.“ Torschütze: Leoš Vozihnoj in Minute 23.

Plan, Pressing, Teamleistung

Im taktischen Fahrplan sah der Trainer vieles bestätigt: „Der Matchplan ist sehr gut aufgegangen. Wir haben druckvoll begonnen, das Pressing super umgesetzt, viele hohe Ballgewinne erzielt und daraus zahlreiche Chancen kreiert. Der einzige Schwachpunkt, den man klar ansprechen muss, war die Chancenauswertung. Sonst wäre das Spiel wahrscheinlich klar zu unseren Gunsten ausgegangen.“

Gegner wartet ab und kontert gefährlich

Zum Auftritt von St. Bernhard lieferte Humer eine klare Einordnung: „Sie haben sich – auch aufgrund von Ausfällen – aufs Abwarten und Kontern konzentriert. Das haben sie gut gemacht. Wenn sie ihre Chancen wittern, sind sie gefährlich, und im Umschalten waren sie zwei- bis dreimal richtig gefährlich. In Summe hätte es diese Gefahr aber nicht gebraucht, weil wir das Spiel eigentlich schon sehr früh entscheiden hätten müssen.“

Personalupdate: Schonung und Sorge um das Knie

Auch personell gab es Neuigkeiten: „Ein angeschlagener Spieler wurde vorsichtshalber geschont – wir gehen davon aus, dass er diese Woche wieder dabei sein kann. Und leider hat sich im Spiel Benedikt Stierschneider am Knie verletzt. Wir müssen noch abwarten: Es dürfte vielleicht doch nicht so schlimm sein wie zunächst angenommen, aber das MRT wird Klarheit bringen.“ Sportlich hielt Rohrendorf dank des späten 2:2 den Zähler fest; zur Pause hatte es 1:1 gestanden (Torschütze: Tobias Markhart), ehe St. Bernhard erneut vorlegte (Torschütze: Ondrej Moucka) und Alexander Kleczkowski spät konterte. Die Mischung aus frühem Druck, hohem Pressing und vergebenen Möglichkeiten prägte so die Stimmung nach dem Schlusspfiff – selbstkritisch, aber zuversichtlich.

Gebietsliga Nordwest/Waldviertel: Rohrendorf : St. Bernhard - 2:2 (1:1)

  • 87
    Alexander Kleczkowski 2:2
  • 58
    Ondrej Moucka 1:2
  • 43
    Tobias Markhart 1:1
  • 23
    Leoš Vozihnoj 0:1