Im Duell der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel zwischen dem SCU Gars/Kamp und dem FC Moser Medical Rohrendorf schilderte Trainer Herbert Humer eine intensive, offene Partie mit klaren Phasenwechseln. Seine Elf habe „einen offenen Schlagabtausch mit guten Aktionen auf beiden Seiten“ geliefert, insgesamt war es eine kampfbetonte Begegnung – bis in die Schlussminuten auf der Kippe, ehe die Partie kippte.

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Früh passte das Geschehen zum beschriebenen Muster. Um die 20. Minute verzeichneten die Hausherren die erste große Chance, doch der Abschluss landete direkt in den Händen des Rohrendorfer Keepers. Fast im Gegenzug gelang den Gästen der perfekte Nadelstich: In der 33. Minute brachte Michael Walzer den FCR mit 1:0 in Führung – spektakulär per Fallrückzieher nach einem ruhenden Ball, ein „Tor des Jahres“, wie Humer schwärmte. Die Antwort von Gars/Kamp folgte prompt: Bereits in der 36. Minute glich Marek Sindler zum 1:1 aus. Das hohe Tempo, wechselseitige Entschlossenheit und präzise Momente prägten den Rhythmus der ersten Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel sah Humer sein Team in Ballbesitz phasenweise überlegen: In den ersten 20 bis 30 Minuten der zweiten Halbzeit sei Rohrendorf „klar am Drücker“ gewesen. Das 1:0 sei „mehr oder weniger“ aus einer Standardsituation entstanden; darüber hinaus blieben ruhende Bälle auf beiden Seiten überwiegend ungefährlich. Als die Partie in der Schlussphase erneut kippte, zeigte sich Gars/Kamp kaltschnäuzig: Andreas Ringswirth stellte in der 80. Minute auf 1:2 und legte in der 91. zum 1:3 nach. So stand am Ende trotz starker Phase nach der Pause eine bittere Auswärtsniederlage.
Die Zweikämpfe waren hart geführt, zugleich bescheinigte Humer dem Referee ein gutes Händchen in heiklen Phasen – auch in Szenen, die potenziell Gelb-Rot hätten nach sich ziehen können. Als auffälligen Akteur seiner Mannschaft hob er Felix Stradinger hervor. Die personelle Lage blieb angespannt, dennoch richtet sich der Fokus auf das nächste Heimspiel: weitermachen, aus den Schlüsselmomenten lernen und zuhause die nächsten Punkte anvisieren. Unterm Strich: kampfbetont auf dem Rasen, reflektiert an der Seitenlinie – und trotz des 1:3 mit klarer Ansage für die anstehenden Aufgaben.