Nach einem intensiven Aufeinandertreffen zwischen dem USV Raika Dobersberg und dem SCU Renz Kottes in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel ordnete Klaus Doppler die Partie klar ein. Er sprach von einem verdienten Erfolg der Gäste, haderte mit Eigenfehlern und einer strittigen Szene im Sechzehner und hob zugleich die Wucht der Zweikämpfe hervor. Zwischen Enttäuschung und Pragmatismus richtet sich der Blick nach vorn: Fehler minimieren, Stabilität finden, auswärts in St. Pölten punkten.

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„In Summe war es ein absolut verdienter Erfolg der Gästemannschaft aus Kottes.“ Das Bild prägte vor allem eine schwierige Anfangsphase. In der ersten Halbzeit tat sich Dobersberg schwer, ins Spiel zu finden; es fehlte an Durchschlagskraft, und es sprang nur eine große Torchance heraus. Früh zahlte sich die Effizienz der Gäste aus: Nach einem ruhenden Ball brachte Richard Szabo Kottes in Führung (13., 0:1), kurz darauf erhöhte Clemens Höllerschmid nach einem Ballverlust im eigenen Sechzehner auf 0:2 (22.).
Standards setzten Akzente auf beiden Seiten. Dobersberg kassierte ein Gegentor nach Freistoß, traf aber selbst nach einem Eckball: Martin Klatil drückte den Ball zum 1:3 über die Linie (64.). Diskussionsstoff gab es zudem im Strafraum der Gäste: Aus Dobersberger Sicht wurde ein Angreifer an der Strafraumlinie gefoult; der Pfiff brachte nur Freistoß statt Elfmeter – eine aus Trainersicht strittige Entscheidung.
Das Duell war hart umkämpft, mit vielen Zweikämpfen und wenig Spielfluss – häufig mit dem besseren Ende für Kottes. Nach der Pause stellten die Gäste die Weichen endgültig: David Rester traf zum 0:3 (59.) und setzte in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 1:4 (93.). Eine Einzel-Auszeichnung wollte der Coach nicht vergeben: Bei der 1:4-Niederlage gebe es aus seiner Sicht keinen Spieler, den man herausheben müsse. Für die nächsten Wochen definierte er klare Arbeitsaufträge: Die Eigenfehler, die in Summe zu drei Gegentoren führten, sollen reduziert werden. Dann, so seine Hoffnung, klappt es im nächsten schweren Auswärtsspiel in St. Pölten besser – idealerweise mit einem Punktgewinn.