In der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel setzte sich der USV Raika Dobersberg auswärts mit 4:1 bei USV St. Bernhard/F. durch. Nach frühem Rückstand drehten die Gäste die Partie noch vor der Pause – und machten nach dem Seitenwechsel alles klar. Matchwinner war Richard Svoboda mit drei Treffern, wichtig zudem eine starke Parade von Keeper Gottfried Wolf. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe, aber wir konnten gut dagegenhalten“, sagte Trainer Klaus Doppler nach dem ersten Sieg seiner Mannschaft in St. Bernhard sichtlich zufrieden.
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und gingen in Minute 24 durch Leoš Vozihnoj 1:0 in Führung. Dobersberg blieb ruhig, gewann Zweikämpfe und kam zurück: Richard Svoboda glich in der 34. Minute zum 1:1 aus. Kurz darauf der Knackpunkt aus Sicht der Gäste. „Nach unserem Ausgleich hat unser Tormann Gottfried Wolf eine Riesenchance aus kurzer Distanz sensationell pariert“, schilderte Doppler. Im Gegenzug schlug Dobersberg doppelt zu: Erst traf erneut Svoboda zum 1:2 (42.), dann legte Michael Schmitmaier nur eine Minute später das 1:3 nach (43.). Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause, die Gäste hatten die Partie nun klar im Griff. Nach dem Wechsel ließ Dobersberg wenig zu und blieb zielstrebig. In der 66. Minute machte Svoboda mit seinem dritten Treffer des Abends den Deckel drauf – 1:4 und ein verdienter Auswärtssieg, weil Dobersberg in den entscheidenden Momenten zur Stelle war.
In der Analyse hob Klaus Doppler die taktische Disziplin und das Tempo nach Ballgewinnen hervor. „Dieses Umschaltspiel hat sehr gut funktioniert. Wir konnten die Räume hinter der Abwehrkette immer wieder gut bespielen und kamen so zu sehr guten Möglichkeiten“, erklärte der Dobersberg-Coach. Schon in der Anfangsphase habe sein Team „sehr präsent in den Zweikämpfen“ agiert und damit den frühen Druck der Hausherren abgefedert. Gleichzeitig zollte Doppler dem Gegner Respekt: „Sankt Bernhard war über 90 Minuten bemüht, das Spiel zu lenken und Chancen aufzubauen.“ Besonders beeindruckte ihn ihr Antreiber im Zentrum: „Faszinierend ist für mich Leoš Vozihnoj, der ständig unterwegs ist und ein sehr guter zentraler Mittelfeldspieler.“
Auch abseits der Tore gab es Lob vom Trainer. „Es gab aus meiner Sicht kaum strittige Situationen. Es war eine sehr gute Schiedsrichterleistung“, so Doppler. Die Freude über den Dreier war spürbar – nicht nur wegen der Art und Weise, sondern auch, weil das Team damit auf die Niederlage der Vorwoche antwortete. „Wir sind sehr froh, dass wir nach der Niederlage zu Hause wieder drei Punkte gemacht haben. Und wir haben das erste Mal in St. Bernhard gewonnen“, betonte der Coach. In der Tabelle stehen nun 30 Punkte zu Buche, damit reiht sich Dobersberg in der engen Spitzengruppe ein, knapp vor St. Bernhard (29). Die Richtung stimmt – und mit der gezeigten Effizienz sowie dem funktionierenden Umschaltspiel will man den Schwung in die nächsten Aufgaben mitnehmen.